Zielorientiert: Scheitern eingebaut

© Gina Sanders  - Fotolia.comUnser ganzes Leben treffen wir ständig Entscheidungen. Oft ist uns dabei nicht bewusst, was Entscheidungen eigentlich sind: richtungsgetriebenes Handeln. Gerade den Aspekt der Richtung vernachlässigen wir gerne zugunsten von kurzfristigen Rendite -oder anderen Vorteilen.

Das gilt nicht nur im geschäftlichen Alltag so, sondern auch fürs Private. Welcher untreue Partner handelt schon so, weil er sich langfristig aus seiner Ehe verabschieden will? Meistens macht Gelegenheit Liebe oder vielmehr Sex und die Sache ist passiert. Weiterlesen

Karrierelotto

© Marjan Veljanoski - FOTOLIAIn Deutschland wird in letzter Zeit immer wieder über zu hohe Managergehälter diskutiert. Die SPD ist der Meinung, dass die Einkommen nicht ausarten sollen und sogar unser Bundespräsident sieht den sozialen Frieden gefährdet.

Gerechtigkeit oder Neidgesellschaft?

Für die einen ist das Ausdruck unserer Neid-Gesellschaft, für die anderen geht es um Gerechtigkeit. Ich persönlich gönne jedem Manager (und vor allen Dingen meinen Kunden) ein großes Salär 🙂 . Genauer gesagt interessiert es mich nicht. Für mich persönlich zählt das, was ich mir selbst erarbeite, bzw. mein Geld erarbeitet.

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Ein Gespräch unter VIPs

© Klementiev - FOTOLIA 

Neulich in der VIP-Lounge am Flughafen.

Finnischer VIP: Hallo, Sie habe ich ja lange nicht mehr getroffen!

Chinesischer VIP: Das ist ja eine Überraschung! Wie geht es Ihnen?

Finnischer VIP: Ich würde gerne sagen, alles läuft wie geschmiert, aber die Sache in Westeuropa ist ein echtes Ärgernis.

Chinesischer VIP: Ja, ich komme gerade aus der Region. Wir schauen uns gerade verschiedene Standorte für unsere zukünftige europäische Zentrale an.

Finnischer VIP: Und wozu tendieren Sie?

Chinesischer VIP: Ach, wir sehen das ganz leidenschaftslos. Wichtig sind uns politische Stabilität und politische Zuverlässigkeit. Kapitalverkehrsbeschränkungen darf es natürlich nicht geben und das Transportwesen muss auch passen.

Finnischer VIP: Warum kommen Sie dann nicht nach Finnland?

Chinesischer VIP: Ja, bei Ihnen ist all das gegeben und hinzu kommt noch ein Bildungswesen, das ich für ein europäisches Land bewundernswert halte. Ihre Mitarbeiter sind wirklich gut ausgebildet.

Aber was ich Sie noch fragen wollte, müssen Sie jetzt tatsächlich die gewährten Subventionen zurück zahlen?

Finnischer VIP: Na ja, das glaube ich eigentlich nicht. Sollte es so sein, wird das alles eine riesengroße Fehlentscheidung sein. Das würde ich gerne vermeiden.

Chinesischer VIP: Eine Fehlentscheidung? Die 47 Millionen Euro werden Sie doch vermutlich über die nächsten 3 Jahre in Rumänien wieder einsparen können, oder?

Finnischer VIP: Ja, aber das meine ich nicht. Schauen Sie sich doch einmal an, was in dem Land gerade vor sich geht. Sie haben zwar politische Stabilität, auch wenn das Parteiensystem  derzeit auf der linken Seite zersplittert, aber Sie haben keine Zuverlässigkeit. Wo kommen wir denn dahin, dass unser Engagement jahrelang in Ordnung ist und keiner über die Subventionskriterien spricht. Aber in dem Moment, in dem wir eine unternehmerische Entscheidung treffen, haben wir das Land betrogen. Ich denke, ein Betrug setzt voraus, dass wir etwas verheimlicht haben. Aber wir spielen die ganze Zeit mit offenen Karten.

Die Fehlentscheidung war es, überhaupt dort ein Werk zu bauen. Wenn die Politik einem solche Klötze vor die Beine wirft, dann ist das vom Prinzip her, als gäbe es Kapitalverkehrsbeschränkungen.

Chinesischer VIP: Und die Mitarbeiter mucken auch auf, wie ich gehört habe?

Finnischer VIP: Damit hatten wir gerechnet und das ist auch absolut nachvollziehbar. Sie müssen ja eine gewisse Gegenmacht aufbauen, um bessere Konditionen für sich herauszuhandeln. Der politische Aufruf dagegen, unsere Produkte zu boykottieren gehört in eine andere Welt.

Chinesischer VIP: Ich glaube, wir sollten unseren Standort lieber nicht dort aufbauen. Die kaufen unsere Produkte, egal ob wir unseren Sitz dort haben oder nicht. Sollten wir aber irgendwann umziehen wollen, dann würden wir vielleicht auch so an den Pranger gestellt. Das ist ja ein enormes Risiko!

Finnischer VIP: Jetzt verstehen Sie, warum es eine Fehlentscheidung für uns war, in dem Land zu investieren! Dazu wird es auf der Hauptversammlung bestimmt einige sehr unangenehme Fragen geben!

Schaf im Wolfspelz

© Joss - Fotolia.com Im gestrigen Beitrag „Heiligenschein“ habe ich über Scheinalternativen geschrieben, die wir gerne in eine Entscheidung aufnehmen, um uns selbst zu beruhigen.

Aber Scheinalternative ist nicht gleich Scheinalternative. Denn hin und wieder sind wir von einer Handlungsalternative selbst beeindruckt, können Sie aber persönlich nicht umsetzen.

Zum Beispiel hatte ich im letzten Jahr mit einem Selbständigen zu tun, der die Alternative „intensives Telefonmarketing“ als Teil seiner Marktbearbeitung geplant hatte. Bei genauer Überprüfung stellte sich heraus, dass er im gesamten Jahr 2007 zwölf potentielle Kunden angerufen hatte. 😮 Weiterlesen

Heiligenschein

© Adam Radosavljevic - Fotolia.com 
Wenn wir vor einer Entscheidung stehen, ist es gut, wenn wir möglichst viele Alternativen zur Auswahl haben. Der Grund dafür liegt auf der Hand. Die Wahrscheinlichkeit steigt dabei, dass wir eine Alternative finden, die unseren Bedarf am besten deckt.

Der Unternehmer Willi Bauer* (Name geändert) möchte gerne die Rentabilität seines Unternehmens steigern. Er stellt genau zwei Produkte her. Produkt 1 verkauft sich seit 14 Jahren wie geschnitten Brot. Produkt 2 ist seit drei Jahren am Markt und verursacht teilweise empfindliche Verluste. Das will der Unternehmer so nicht mehr hinnehmen und hat sich einige Maßnahmenbündel zurecht gelegt, über die er entscheiden will. Weiterlesen

Die Linkspartei: Größter Verbündeter der CDU?

Pinselflagge.jpgWahlen sind offensichtlich wie Fußballspiele. Es gibt „Fans“, die sich bei der Diskussion über die „bessere Mannschaft“ fast die Köpfe einhauen und die Depression nach dem verlorenen „Spiel“ geht meistens tief.

Taktische Lage nach der Hessenwahl

So gesehen, ist das Wahlergebnis in Hessen für alle schmerzlos ausgegangen. Zwar hat Frau Ypsilanti ihrer Partei wertvolle Sitze in Wiesbaden dazu gewonnen, aber die CDU-Anhänger freuen sich doch, dass die CDU immer noch stärkste Partei ist. Hätte die Linkspartei den Sprung über die 5%-Hürde verfehlt, hätten wir sogar eine schwarz-gelbe Koalition erlebt.

So aber ist die Situation weitgehend unklar. Denn SPD und Grüne lehnen Gespräche mit der CDU ab und die FDP kann sich für einen One-Night-Stand mit dem rot-grünen Projekt nicht prostituieren.

Sollte sich diese Situation als stabil erweisen, wird Roland Koch auf unbestimmte Zeit im Amt bleiben können und mit seinem derzeitigen Kabinett die Politik in Hessen bestimmen.

Teile und herrsche!

So weit also die taktische Lage. Strategisch sieht es ganz anders aus. Denn das Aufkommen der Links-Partei auch in West-Deutschland ist für die CDU eine gute Nachricht, auch wenn sie immer anderes beteuern wird.

Gemäß dem alten machiavellistischen Leitsatz „Teile und herrsche“ ist das soziale Lager mittlerweile auf drei Parteien aufgeteilt worden. Die SPD hat damit soviel Konkurrenz, dass sie langsam um den Status einer Volkspartei fürchten muss. Dies ist ja auch der Grund, warum sie ihren Kurs in der Post-Schröder-Ära wieder deutlich links der Mitte setzt. Jede andere Strategie wäre wohl auch zu riskant.

Nachdem die Genossen die Positionen der bürgerlichen Mitte räumen, bleibt jetzt viel Platz für die CDU.

Was wird sie damit anfangen?

Diese Frage ist wirklich spannend. Denn tatsächlich gibt es ja Tendenzen, die SPD links anzugreifen. Diese Strategie würde der CDU allerdings schlecht bekommen. Denn bei der eigenen Stammwählerschaft gibt es dafür wohl kein Verständnis.

Die Alternative wäre wohl die Positionierung der CDU als Partei des deutschen Mittelstands. Noch bindet die SPD Teile dieser Klientel. Aber je länger und glaubwürdiger sich die SPD nach links bewegt, desto mehr Wähler brauchen eine neue politische Heimat.

Ob das die FDP oder die CDU sein wird, ist eigentlich fast irrelevant. Denn diese beiden Parteien sind zumindest für die nächsten Jahre natürliche Koalitionspartner.

In der Tat, gäbe es die Linkspartei nicht bereits, die CDU müßte sie erfinden. 😮

Sneak Preview: Die neue Domain of Excellence Website

imageNachdem mein Blog sich eigentlich ganz gut macht, stelle ich immer mal wieder fest, dass meine geschäftliche Heimat gerne mal veraltet. Zum Glück gibt es aufmerksame Zeitgenossen, die mich dann darauf aufmerksam machen. Allerdings schnell mal einen Text ändern, wie das hier im Blog möglich ist? Fehlanzeige! 🙁

Der Umgang mit einem HTML-Editor (mag er noch so What you see is what you get sein) ist aufgrund der langen Pausen dazwischen immer wieder eine Herausforderung. 😮

Das wurde mir irgendwann einfach zuviel. Daher habe ich mit der freundlichen Hilfe eines Kunden ein Content-Management-System (Joomla)aufgesetzt und die letzten Wochen fleißig mit Text gefüllt. Noch ist nicht alles fertig, so muss der Designer noch ein paar Kleinigkeiten beheben, aber es reicht, um sich einen Eindruck zu verschaffen.

Hier die neue Domain of Excellence-Site und hier zum Vergleich die alte Präsenz.

Welche Site gefällt Ihnen persönlich besser?

Tücken des Experiments

Wenn Sie heute morgen versucht haben, auf meinen Blog zu gehen, haben Sie wahrscheinlich neben einem halb geladenen Layout noch eine Fehlermeldung bekommen. Die genaue Ursache dafür kenne ich leider noch nicht. Ganz offensichtlich hat mein Google-Kalender, über den ich meine Seminartermine einblende Schaden genommen, an dem ich vielleicht nicht ganz unschuldig bin. Denn ich habe gestern mit einem Werkzeug gespielt, mit dem sich solche Ical-Kalender (auf dem eigenen Server) ändern lassen sollen. Merkwürdig, dass stattdessen der Google-Kalender zerschossen wurde. 🙁

Sollte Ihnen so etwas passieren: Lamentieren nutzt hier nichts, Sie müssen den Kalender dann völlig neu eingeben. 😮

Gesträubte Haare

Fotolia_4396178_S Stellen Sie sich vor, Sie gehen mit Ihrem 16 Jahre alten, total durchgerosteten Daihatsu Cuore zu einem Autohändler mit Vertragswerkstatt und fragen ihn, was Sie wohl an dem Auto direkt tun können, damit es sich besser anfühlt. Der Rat des Händlers wird wohl lauten, neue Scheibenwischer aufzubringen, denn Durchblick hat noch niemandem geschadet. 🙂

„Was kann ich direkt tun, um bessere Entscheidungen zu treffen?“ Das ist eine Frage, die mir in letzter Zeit sehr oft gestellt wird.

Die Frage zeigt, dass der Fragesteller zu zu den wenigen Menschen gehört, die bewusst an ihrem Entscheidungsverhalten arbeiten, weil sie dessen Bedeutung für sich erkannt haben. Daher verdient sie auch eine respektvolle Antwort.

Anders als bei einem Kleinwagen, der den nächsten TÜV nicht übersteht, haben wir die Chance, durch Erfahrung klug zu werden. Mit anderen Worten, die Voraussetzungen meiner Gesprächspartner sind oft sehr unterschiedlich.

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Schnell mal umgesetzt

Fotolia_98425_S © Anette Linnea Rasmussen - Fotolia.com „ich kann’s oder ich kann’s nicht…“ Entscheidungen sind richtungsgetriebenes Handeln. Wenn die Richtung schon einmal stimmt, da kann doch gar nicht mehr viel schief gehen oder?

Um es mit Radio Eriwan zu sagen, es kommt darauf an. Egal, ob wir unsere Entscheidungen selbst umsetzen oder wir sie delegieren, der Macher muss es letztlich umsetzen können oder wir hätten uns das Ganze sparen können.

Ein redlicher Versuch?

Das allerdings ist nicht selbstverständlich, was sich bereits im privaten Umfeld zeigen kann.

Ein junger Mann hat gerade einen schmutzigen Scheidungskrieg mit der ehemals Angebeteten zuende gebracht. Die Unterhaltszahlungen stehen fest und auch das Sorgerecht für den gemeinsamen Sohn.

Gerade das letztere Produkt der nun verschmähten Gemeinsamkeit lässt die Erkenntnis reifen, es gibt wohl doch noch eine gemeinsame Zukunft, wenn auch nur jeweils beim artigen Gruß, bzw. der Verabschiedung an der Haustür. Weiterlesen