Den Blick für den Zusammenhang schärfen

© Andrew Bruce - FOTOLIAScott Adams, vielen bekannt als Autor der Dilbert Comics ist ebenfalls ein sehr eifriger Blog-Schreiber. In seinem gestrigen Beitrag stellt er die These auf, dass wir Menschen unsere Welt gerne in Schwarz und Weiß aufteilen. So haben wir oft Schwierigkeiten damit zu entscheiden ob zum Beispiel für ein Auto die Räder oder der Motor wichtiger ist. Natürlich kann ein Auto nur mit beiden Komponenten funktionieren.

Er stellt weiter die Frage, was wichtiger für die Intelligenz ist, das Gehirn oder die Lungen. Da wir ohne Lungen nicht funktionieren, so seine These können wir kaum behaupten, das Gehirn wäre es. Wir brauchen alle Faktoren, die für die Funktion des offensichtlichen Teils notwendig sind. Also auch die Sonne, Sauerstoff, Nahrung, etc.

Auch wenn ich Scott Adams Ausführungen für sich selbst schon faszinierend finde, lege ich dabei doch wieder den Fokus auf mein Grundthema, das Entscheiden.

Gute Entscheidungen verlangen von mir, dass ich das gesamte Umfeld miteinbeziehe. Manche Entscheidung ist allein nur deshalb schwer zu treffen, weil ich mir zu wenig Gedanken gemacht habe, was notwendig, also unverzichtbar ist, um meine Ziele zu erreichen.

Einen solchen Fall hatte ich vor einiger Zeit schon einmal geschildert. Dort hatte der Unternehmer auf seine Kleinserienfertigung aus Kostengründen verzichtet und auf diese Weise auch viele Kunden seiner Großserienfertigung verloren. Denn für diese war die angebotene Kleinserienfertigung ein Kaufargument.

Ganz nebenbei: Es ist schon recht cool, wenn ich hier auf meine eigenen Beispiele verweisen kann, um meinen Beitrag zu unterfüttern. 🙂

Apropos Beispiele: Die sind hier im Blog natürlich immer etwas verkürzt dargestellt. Wenn ich das ganze Entscheidungsumfeld miteinbeziehen würde, wäre meine Artikel mindestens zehnmal so lang. 🙂

Kleiner Tipp für Berater

Brennglas Beratermarketing von Giso WeyandGiso Weyand ist der Coach für die Berater-Positionierung. Da ihm sein beruflicher Alltag wohl das bloggen verbietet, hat er diesen Aspekt des Web 2.0 gleich übersprungen und eine sog. Lense (Brennglas) aufgesetzt mit der er aus seiner Sicht interessante Angebote im Netz zu einem Ganzen zusammensetzt. Die Lense vereinigt neben den eigenen Werken schöne Beispiele für gelungene Beraterwebsites, Tipps und einige Pflichtlektüren, wie meinen Blog :-).

Das erste Opfer der neuen Regeln für Geschäftsemails

© Photojog - FOTOLIAFast unbemerkt von der Öffentlichkeit haben sich zum Jahreswechsel die Regeln für Geschäftsemails geändert. Jetzt gibt es auch schon das erste Opfer.
Stellen Sie sich vor, Sie werden um ein Angebot für einen lukrativen Auftrag gebeten. Da lassen Sie sich sicher nicht lange bitten. Aber anstatt einer schönen Umsatzsteigerung flattert Ihnen eine dubiose Abmahnung ins Haus, weil Sie weder Umsatzsteuer ID noch Angaben zu Ihrem Handelsregistereintrag in Ihrer Email-Signatur haben.

Wie heise berichtet, hat sich auf diese Weise ein kleiner Internet-Provider schnell mal die Kollegen vorgenommen und sie in die Abmahnfalle gelockt.

Dabei ist es durchaus umstritten, ob solche Abmahnungen auch rechtens sind.

via heise

Hinweis: Mein RSS-Feed ist weg

Liebe Leser,

vielleicht sind Sie auch einer derjenigen, die sich über den Link „RSS“ am Ende dieser Seite die Artikelvorschauen abonniert haben. Leider spinnt seit einigen Tagen die Technik und liefert unter der angegebenen Adresse nichts mehr. Allerdings können Sie auch über diesen Link die Inhalte bekommen und da funktioniert’s.

Ich habe keine Ahnung, woran das liegt, aber offensichtlich bin ich nicht der Einzige, der Probleme damit hat 😐

Update:

Tja, kaum geschrieben, schon geht’s wieder. Für andere Opfer: Ich habe die Anzahl der Beiträge in den Feeds verändert und schwups war’s wieder da 🙂

Wieder zurück auf Los?

© bg_knight - FOTOLIA
Obwohl wir bei unserer Entscheidung alles richtig machen, kann’s am Ende trotzdem schief gehen. Niemand ist mit einer Kristallkugel auf die Welt gekommen und unsere lieben Mitmenschen sind manchmal auch etwas wankelmütig.

Was ist dann zu tun?

Das fragt sich auch Hubert Pfifferling* (seine Freunde nennen ihn Hupfi), der mit einem neuen Kompagnon einen Online-Music-Shop im Internet aufgemacht hat. Das Geschäft mit weitgehend lokalen Bands, die zunächst nur einer kleinen Zahl von Nutzern bekannt sind, läuft gut. Eine Zeit lang war er allerdings sehr im Zweifel, da sich so gut wie niemand auf die Online-Präsenz des Shops verirrte. Das ist seit einigen Monaten anders. Die Anzahl der Besuche, wie auch die Verkäufe sind von einem Moment auf den Nächsten durch die Decke gegangen! Das Geschäft beginnt, sich selbst zu tragen.
Hupfis Welt ist also in Ordnung – bis heute. Bei einer eher zufälligen Überprüfung der Online-Zugriffe findet er heraus, dass sein „Partner“ einen illegalen Downloadserver mit tausenden von unrechtmäßigen Kopien kommerzieller Music von Alicia Keys bis Robbie Williams betreibt. Über den Server wurden die Nutzer auf den kleinen Shop mit seinem Spezial-Angebot aufmerksam gemacht.

Hupfi ist klar, das kann nur ins Auge gehen. Aber was soll er machen? Im Kooperationsvertrag ist zum Glück festgelegt, dass sein Kompagnon für die Musikauswahl und die Rechte dafür verantwortlich ist. Da er sich auf diesem Feld nicht auskennt, wollte Hupfi hier nicht in ein rechtliches Minenfeld geraten. Sein Partner brachte die Music und er die technischen Voraussetzungen, wie Server, Software usw. ein.

Was soll er nun tun?

Selbst ein Rückzug aus der Partnerschaft garantiert nicht, dass er völlig unbeschadet aus der Sache hervor geht. Auch wenn er strafrechtlich vielleicht unbeschadet bleibt, so werden die Rechteinhaber doch privatrechtlich Regress fordern, sollte das „innovative“ Marketing seines Partners bekannt werden.

Allerdings hat es wohl auch noch keine Anzeige gegeben. Wenn der illegale Downloadserver seinen Dienst jetzt einstellt, würde der Shop durch seine jetzige Kundenbasis weiterwachsen, während die Gefahr der Entdeckung gebannt wäre (Im stillen dankte er seiner Intuition, russische Server für das Unternehmen angemietet zu haben). 😛
Selbst wenn das gut geht, so bleibt doch ein ungutes Gefühl zurück. Zum einen ist Hupfi eine ehrliche Haut und will es auch bleiben, zum anderen kann er (wie sich jetzt zeigt) seinem Partner nicht vertrauen. Ohne Partner gibts aber kein Musikangebot und ohne das keinen Shop. Er würde also seine ursprüngliche Entscheidung rückgängig machen und wieder zurück auf „Los“ gehen.

Auch wenn die meisten nicht ganz so Dramatisches erleben, haben wir das doch alle schon erlebt. Die Frage ist dann, was ist für uns sinnvoll? Jedes Mal, wenn wir eine Entscheidung rückgängig machen, verlieren wir Zeit und Geld. Wobei ich immer wieder feststelle, dass der Zeitfaktor schmerzhafter ist als das Geld. 😮
Ich habe viele Menschen erlebt, die dann sagen, „das war der falsche Weg“ und alles wieder rückgängig machen, genauso gibt’s auch diejenigen, die stoisch an dem eingeschlagenen Weg festhalten, obwohl die Ergebnisse ihnen nicht gefallen.

Aus meiner Sicht ist beides falsch. Es gibt niemals einen Weg zurück. Denn jede Entscheidung schafft für sich eine neue Situation. Regelmäßige Leser meines Blogs kennen natürlich schon die Kontrollelemente von Entscheidungen:

  1. Gewünschte Ergebnisse
  2. Unerwünschte Ergebniss
  3. Status quo Ergebnisse

Diese helfen mir, regelmäßig zu überprüfen, ob der eingeschlagene Weg der Richtige ist. Wenn nicht, gibt es allerdings keinen Weg zurück, sondern ich muss eine neue Entscheidung treffen. Wir brauchen neue Alternativen und eventuell holen wir mehr Informationen über diese ein, bevor wir uns entscheiden 🙂

Wo geht es Ihnen so? Wo läuft es nicht so, wie gewünscht? Wo sollten Sie eine neue Entscheidung treffen?

Aus Entscheidungen lernen

© Florea Marius Catalin - FOTOLIA

Wir kennen das alle. Während eines Tages kommen tausend Dinge auf uns zu. Dabei treffen wir eine Entscheidung nach der anderen, ohne dass uns das richtig bewusst wird.

Danach müssten alle Unternehmer, Selbständige und Manager Entscheidungsprofis sein. Für den einen oder anderen trifft das durchaus zu.

Ich treffe allerdings auch viele Menschen, die sich eher als „Unerfahrene“ bezeichnen würden.

Wie kommt das?

Wir tendieren dazu, das tägliche Einerlei als Grundrauschen abzutun und uns auf die besonderen Ereignisse zu konzentrieren. Ein Manager trifft vielleicht täglich Entscheidungen „blind“, die im Einzelfall nur wenige hundert Euro umfassen. Über den Tag summiert sich das auf vielleicht 3.000 Euro. Allerdings gibt es einmal im Jahr eine Einzelinvestition über bis zu 40.000 Euro, die er natürlich nicht allein trifft. Wegen der schieren Höhe des Betrags investieren wir uns bei dieser Entscheidung logischerweise viel mehr als bei unserem täglichen Kleinkram. Zudem müssen wir unsere Entscheidung gegenüber anderen vertreten können. So kommt es, dass wir alles sorgfältig dokumentieren. Wenn es später schief geht, dann können wir zurückverfolgen, wo wir in unserer Einschätzung falsch gelegen haben und daraus lernen 🙂

Stellen wir uns einmal vor, unser Manager ist 10 Jahre im Beruf. In den ersten Jahren durfte er nur kleinere Entscheidungen treffen. Aber seit fünf Jahren traut man ihm mehr zu und so darf er eben aus über größere Dinge mitentscheiden. Mit anderen Worten, er hat vielleicht fünf Mal eine gut dokumentierte Entscheidung in seinem Leben getroffen und vermutlich um die 20.000 Entscheidungen „blind“, die er niemals dokumentiert hat und aus denen er daher auch nichts lernen konnte.

Ganz davon abgesehen, dass die vielen kleinen Entscheidungen Auswirkungen haben, die die wenigen großen Entscheidungen nicht einmal Ansatzweise erreichen dürften, geht für unseren Manager eine Riesenchance verloren.

Stellen Sie sich vor, was Sie aus 20.000 Einzelentscheidungen lernen könnten, wenn Sie diese so treffen würden, dass Sie später immer zurückverfolgen könnten, woran es gelegen hat!

Ich müsste mir ganz sicher ein neues Arbeitsfeld suchen 😛

Jetzt werden Sie vielleicht sagen, dass Ihr Alltag es nicht zulässt, jede Entscheidung zu dokumentieren. Erfahrungsgemäß sind es aber gerade die vielen kleinen Fehlentscheidungen, die uns am Ende viel Zeit kosten. Daher würde ich dieses Argument nicht akzeptieren. Zumal sie nicht wirklich viel notieren müssen, um eine Entscheidung zu dokumentieren.

Hier mein Dokutipp für kleine Entscheidungen:

  1. Ziel der Entscheidung
  2. Entscheidungsauslöser (Problem/Chance)
  3. Ihre Entscheidungskriterien (gewichtet)
  4. Alternativen
  5. Entscheidung und kurze Begründung

Das Ganze kostet mich gerade einmal 10 Minuten! Aber stellen Sie sich vor, was Sie gewinnen.

Also, lassen Sie uns unsere Entscheidungserfahrung vertausendfachen 😛

Vorsicht bei Ihren Geschäftsemails! Das kann teuer werden…

© Erick Jones - FOTOLIASchnell mal eine kurze Email an den interessierten Kunden… – STOP !!!!

Ab 2007 müssen die Emails Ihres Unternehmens genau die gleichen Infos enthalten wie Ihr gedrucktes Geschäftspapier schreibt heute Mittag heise-online:

…Informationen, die Kaufleute bislang nur auf gedruckten Briefen unterbringen mussten und die dort zumeist die Fußzeile der ersten Seite belegen, müssen nun in Geschäftsbriefen jedweder Form auftauchen, also auch in E-Mails. Die Angaben müssen deutlich auf dem Geschäftsbrief lesbar sein. Eine Übermittlung wie in Form einer angehängten elektronischen Visitenkarte wird den Anforderungen wohl nicht genügen, da nicht jeder diese Visitenkarten problemlos öffnen kann.

Da werde ich wohl gleich meine Email Vorlage überarbeiten.

Vorher: Email ohne neue Regeln

Danach: Email mit neuen Regeln

So, jetzt kann nichts mehr passieren 😛

via heise

Der reale Stoiber ist schneller als der virtuelle

Ich hatte es schon befürchtet, dass Stoiber seine Entscheidung doch schneller treffen würde, als es unser virtueller Stoiber in seinem mehrteiligen Beitrag in diesem Blog macht. 🙁
Ich hatte zu Beginn gesagt, dass ich hier keine Politik machen möchte. Daher setze ich den virtuellen Entscheidungsprozess für einen Tag aus.

Allerdings kann ich als Blogger auch einmal inkonsequent sein und muss hier doch einmal etwas los werden. Von der bayerischen SPD hätte ich eigentlich mehr erwartet. Sie möchte gerne über einen Volksentscheid eine Neuwahl erzwingen. Die Begründung: Die Dinge hätten sich durch die jüngsten Ereignisse grundlegend geändert und man müsse die Wähler fragen, ob sie das noch wollten. 😯

Was hat sich denn geändert? Sind über Nacht hunderttausende von Bayern arbeitslos geworden? Hat der Ministerpräsident Gelder veruntreut? Hat die Landesregierung die Verfassung abgeschafft?

Nein, nichts von alledem, sondern durch einen innerparteilichen Machtkampf ist allen klar geworden, dass sich etwas an der Führung verändern sollte.

OK! Dann wird der Ministerpräsident in Bayern wohl durch Direktwahl bestimmt? Nein? Dann verstehe ich jetzt nichts mehr. Die Bayern haben 2003 einen Landtag gewählt und dieser hat einen Ministerpräsidenten und seine Regierung gewählt.

Am Landtag hat sich nichts geändert und es deutet auch wenig darauf hin, dass es zu einem radikalen Politikwechsel kommen würde. Vielmehr passiert hier ähnliches, wie am 27. Mai 1998 in NRW als Wolfgang Clement Johannes Rau als Ministerpräsident ablöste. Jürgen Rüttgers (CDU) forderte damals keine Neuwahlen.

Ich will natürlich nicht vergessen, dass der Wunsch nach Neuwahlen auch von den anderen Oppositionsparteien im Landtag ausgeht. In den aktuellen Umfragen hat die CSU 45% bei ihren Wählern.

Ähnlich schlechte Werte gab es allerdings bereits 1993 im Rahmen der Amigo-Affäre. Da hat die SPD wohl etwas gelernt, denn in den darauffolgenden Wahlen hat der damals jüngere Stoiber wieder die absolute Mehrheit hergestellt. Das will man wohl verhindern und schnell noch die für die CSU ungünstige Stimmung nutzen. Ach ja, der Blick auf das Wahlergebnis von 2003 erklärt vermutlich die ehrenwerten Absichten der Opposition… 😛

Egal wie man zu der CSU oder zu jeder anderen Partei steht. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Neuwahlen jeder Beliebigkeit anheim gegeben werden sollten. Jede Wahl kostet viel Geld und es spricht nicht für eine Demokratie, wenn der Souverän wieder ein neues Urteil sprechen muss, wenn es gerade einer politischen Gruppierung in den Kram passt. Wir kommen damit in ein Fahrwasser, dass wir nach 1945 zum Glück verlassen haben.

Ach so, damit hier keine falschen Vorstellungen aufkommen, meine politische Heimat ist eher liberal geprägt und ich bin kein Anhänger irgendeiner Partei in Deutschland :mrgreen:

Alternativen für Edmund

© Klementiev - FOTOLIA

Teil 3 meiner Präkonstruktion, wie Edmund Stoiber sich zu der M-Frage entscheiden könnte.

Teil 1: Die Ausgangssituation
Teil 2: Entscheidungsklarheit für Stoiber

Heute geht es um mögliche Alternativen. Nach dem gestrigen Tag weiß unser virtueller Stoiber, was er wirklich will. Vielleicht ist er damit weiter als der reale Stoiber. Doch das ist Spekulation :-).

Wenn wir uns noch einmal seinen Entscheidungskompass ansehen, dann ist klar, dass für ihn drei Aspekte besonders im Fokus stehen. Das ist zum einen der Erhalt seines politischen Vermächtnis, seine Grundsatztreue und die Sicherung von Einfluss.

Die derzeitige öffentliche Diskussion dreht sich um lediglich zwei Alternativen: Stoiber hält an allen Ämtern und Würden fest und kandidiert 2008 ein weiteres Mal für das Ministerpräsidentenamt oder er zieht sich aus der Politik zurück.

Das ganze ist natürlich eine Entscheidungsfalle. Gute Entscheidungen brauchen zumindest drei Alternativen. Von gestern kennen wir das Ziel der Entscheidung, das wohl auch einige Alternativen ermöglicht: Eine “ordentliche” politische Führung für die CSU und Bayern 🙂

Grundsätzlich hält unser virtueller Stoiber sich selbst für den besten Kandidaten. Allerdings ist Stoiber auch ein Fuchs und diesmal wäre er es, der sich aufzuzwingen versucht und nicht sein alter Feind Theo Waigel.

Daher darf die eigene Kandidatur nicht die einzige Alternative sein.

Bevor er aber über alternative Kandidaten nachdenkt, muss er für sich den zweiten Teil des Problems untersuchen: Was macht er, wenn er nicht mehr Ministerpräsident ist?

A. Seine ursprüngliche und etwas in die Jahre gekommene Idee, Kanzler zu werden würde ihm in der derzeitigen politischen Konstellation nicht gefallen. 🙂

B. Bruder Johannes hat es vorgemacht, er könnte Bundespräsident werden. Zwar hat BP Köhler noch einige Jahre im Amt aber Stoiber hat auch immer seine Geduld und Beharrlichkeit ausgezeichnet. Diese Alternative würde zumindest in die Ämterfolge passen.

C. Eine viel größere Herausforderung wäre es allerdings, die Münchner CSU zu einen und als Oberbürgermeisterkandidat den sehr beliebten SPD-Fürsten Christian Ude zu beerben. Die CSU in München hat schon so viele Führungskräfte der Partei verschlissen, dass jeder von einer Herkules-Tat sprechen würde, gelänge das Kunststück.

D. Die Probleme, die Siemens gerade mit versteckten Kassen, Korruption etc. hat, könnte Stoiber dazu bringen, eine Stiftung für das „saubere“ Unternehmen zu gründen und dieser höchstselbst vorzusitzen. Gemessen an seiner Vita muss ihm das ganze Treiben der Unternehmen in München ein Dorn im Auge sein und ein Anliegen, hier für Ordnung zu sorgen.

E. Er könnte es seinem Parteivetter Mayer-Vorfelder nachmachen und das Vereinspräsidentenamt eines Fußballvereins z.B. bei den Löwen übernehmen. Die Bayern würden wohl eher an Franz festhalten 🙂

F. Er könnte ein Amt in der europäischen Kommission übernehmen, da wird demnächst eine Stelle frei 🙂

G. Er könnte auch das Amt des Parteivorsitzenden ausfüllen, ohne Ministerpräsident zu sein.

Als rein externer Betrachter, den wir mit unserem virtuellen Stoiber darstellen, bleibt uns hier und heute die Schöpfung weiterer beruflicher Alternativen verwehrt. Allerdings stehe ich dem realen Stoiber gerne zu Verfügung, ihn dabei zu unterstützen 🙂

Halten wir fest, seine Alternativen sind jetzt

  1. Nichts ändern, an allem festhalten
  2. Vollrücktritt und in Pension gehen
  3. Teilrücktritt, z.B. als Ministerpräsident, aber nicht als Parteivorsitzender
  4. Vollrücktritt mit neuer beruflicher Vision (A. – G.)

Vermutlich werden Sie diese Alternativen nicht besonders überraschen finden. Das geht mir ähnlich. Nur wäre es albern, einige der sehr kreative Möglichkeiten, die sonst in Zusammenarbeit mit dem Entscheider zustande kommen, hypothetisch zu besprechen. 🙂

Allerdings möchte ich Sie nicht daran hindern, durch Ihre Kommentare weitere Handlungsoptionen Stoibers aufzudecken. Ich werde diese im weiteren Entscheidungsprozess in die Analyse miteinschließen.

Morgen gehe ich der Frage nach, wie sich Stoiber für seine Handlungsalternativen die größtmögliche Unterstützung sichern kann.

Networker (bald) mit Blog?

© Harald Bauer - FOTOLIAIch war gestern beim Unternehmertreffen des RheinMainNetwork. Das Thema diesmal: Chancen in China. War sehr interessant. Bei der Gelegenheit habe ich Andreas Heuberger auf meine Idee vom Wochenende angesprochen 🙂

Er findet die Idee auch gut :-P, vielleicht bekommt die Blogosphere ja bald Zuwachs von einem Profinetworker?