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Der Sinn bewusster Entscheidungen

Fotolia_468969_XS_Konstruktion Der Mensch trifft über 20.000 Entscheidungen pro Tag. Die meisten davon unbewusst, also intuitiv. Einige jedoch überschreiten unsere Wahrnehmungsschwelle und verlangen unsere Aufmerksamkeit.

Wir könnten uns daher auf den Standpunkt stellen, dass diese Entscheidungen besonders wichtig sind.

Das sind sie. Keine Frage! Allerdings sollten wir uns auch fragen, ob wir diese Entscheidungen nicht besser organisieren sollten, als den Rest unserer (intuitiv getroffenen) Entscheidungen.

Warum wir bewusste Entscheidungen treffen

Denken wir doch einmal kurz darüber nach. Was für einen Sinn sollte es haben, Entscheidungen bewusst zu treffen? Normalerweise treffen wir unsere Entscheidungen ja unbewusst und intuitiv. Warum weichen wir von diesem Schema ab?

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Jedes Mal dasselbe

image Ich wundere mich über manche Entscheider. Sie wollen sich nicht festlegen, was sie eines Tages erreicht haben wollen. Sie wollen nicht wissen, wo sie herauskommen.

Dabei müssen sie sich trotzdem täglich mit Ihrer Zukunft beschäftigen. Denn mit unseren Entscheidungen geben wir unserem Handeln eine Richtung.

Drei Mal Zukunft bitte!

Nehmen wir zum Beispiel eine junge PR-Unternehmernehmerin. Sie hat gerade die ersten Schritte ihrer Selbständigkeit getan und merkt, wie aufreibend das sein kann. Sie hat wenig Zeit für Freunde oder Beziehungen, wirtschaftliche Sicherheit ist in weiter Ferne. Da wird sie mit verschiedenen Optionen konfrontiert.

Zum einen könnte sie ein Doktoranenstipendium annehmen, um im Bereich Kommunikationswissenschaften ihre Doktorarbeit zu schreiben, zum anderen hat sie die Möglichkeit, in einem renommierten Unternehmen in die Unternehmenskommunikation einzusteigen.

Wie hätten’s denn gerne?

Jede Möglichkeit bringt sie auf die eine oder andere Weise voran. Unsere Unternehmerin macht sich ein Bild von der Zukunft(!) die sie jeweils erwartet und malt sich aus, wie sie aussehen wird. Bleibt sie selbstständig, wird sie viel arbeiten, aber auch mehr Freiheit haben, mit einem Doktortitel könnte sie eine Uni-Laufbahn einschlagen oder ihren Weg in der freien Wirtschaft bahnen. Der feste Job schafft ihr Sicherheit und mehr Zeit für Freunde und Beziehungen. Auch nicht schlecht.

Neuer Anfang, neues Ziel

Ihre Entscheidung reduziert sich auf die Frage, welche Zukunft unsere Unternehmerin haben möchte. Diese Frage lässt sich nicht so einfach klären. Denn hat sie diese Frage nicht schon vielfach beantwortet und möglicherweise jedes mal anders? Wie ist sie denn überhaupt Unternehmerin oder vielmehr Selbständige geworden? Dem ging auch eine Entscheidung voraus.

Wenn wir so entscheiden, fangen wir jedes Mal bei einem neuen Nullpunkt an, ohne jemals anzukommen. Da müssen wir die Reise schon sehr lieb haben. 🙂

Machen Sie es einmal richtig!

Wäre es nicht von vorne herein einfacher, genau zu wissen wohin wir wollen und auf dieser Basis die Gegenwart zu gestalten? Würde uns das nicht erlauben, viel gelassener mit Entscheidungen umzugehen, weil wir in jeder Situation genau wissen was wir wollen?

Was denken Sie?

Das Wesen der Verschwendung

In Zeiten der Wirtschaftskrise müssen die Unternehmen sparen. Das zumindest hören wir alle immer wieder. Das ist interessant. Denn schließlich bedeutet es nichts anderes, als dass die gleichen Unternehmern vorher Geld verschwendet haben.

Als Schwabe habe ich ein einfaches Bild davon, was Verschwendung ist. Immer dann, wenn ich mich für eine Alternative entscheide, die nicht zu meinem Bedarf passt, verschwende ich Arbeit, Zeit, Nerven und Geld.

Zu groß

iStock_000005767775SmallZum Beispiel braucht ein Buchhändler einen neuen Mitarbeiter für seine Kinderbuchabteilung. Die Wirtschaftskrise macht es möglich, dass ein Bewerber uns mit seinem Altgriechisch beeindruckt. Er kann die Ilyas von Homer rezitieren und spricht darüber hinaus Russisch, Französisch, Italienisch, Polnisch und Englisch.

Wow! Das braucht zwar keiner in der Kinderbuch-Abteilung, aber schaden wird es auch nicht. Und wer weiß? Vielleicht fällt dem Buchhändler später noch einmal ein, wofür es gut ist?

Die Qualifikation des Bewerbers mag zwar beeindrucken, aber damit ist er überqualifiziert. Die Vermutung liegt also nahe, dass wir für  etwas zahlen, was wir gar nicht brauchen.

Zu klein

iStock_000002826153SmallNatürlich gibt es auch Bewerber, die bereit sind, für einen sehr niedrigen Lohn zu arbeiten. Das schont das Budget, oder? Dummerweise hat derjenige gar keine Ahnung von Kinderbüchern. 😮

Nun ja, zumindest haben wir dann einen Mitarbeiter mehr, auch wenn unsere kleinsten Kunden von ihm nicht sonderlich gut beraten werden.

Alles beides zusammen

Na gut! Bei Verschwendung dimensionieren wir unsere Lösungen also entweder zu groß oder zu klein, oder? Man mag es nicht glauben, aber tatsächlich finden wir bei den meisten Verschwendern sogar beide Aspekte in einer Lösung!

Wie soll das gehen?

Zum Beispiel könnte der Multiphilologe in Bezug auf Kinderbücher ahnungslos sein.

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Das macht ja auch nichts. Schließlich werden wir dadurch mit seinen sprachlichen Fähigkeiten entschädigt.

Dumm nur, dass ein Teil unsers Bedarfs ungedeckt bleibt. Wir werden uns dem Problem also bald wieder widmen müssen. Dabei besteht dann wieder die Gefahr einer weiteren Verschwendung. 😯

Der Hammer

Unternehmen, die heute sparen haben dieses Bild allerdings nicht vor Augen. Sie begrenzen einfach ihre Ausgaben durch enge Budgets. Es gehört kein Genie dazu, um zu erkennen, dass dies zu weiterer ungewollter Verschwendung führt.

Was denken Sie?

Die Macht der unscheinbaren Entscheidungen

VergangenesundUnbekanntes Wir haben endlich einen Entschluss gefasst. Er wird unser ganzes Leben ändern. Neuer Job, neue Stadt, neue Einstellung – ab jetzt wird alles gut.

Ähnliche Situationen erleben wir alle. Vielleicht haben wir die Entscheidung schon sehr lange mit uns herumgetragen. Vielleicht entscheiden wir aufgrund des Problemdrucks, vielleicht haben wir einfach eine neue Chance vor uns. Das ist unwichtig. Denn wir stehen vor einer großen Veränderung unseres Lebens.

Wirklich?

Verantwortung

Eine Veränderung wird durch eine einzelne Entscheidung eingeleitet. Sicher gestellt wird sie dadurch nicht. Denn was immer es ist, was uns an der vorherigen Situation nicht gefiel. Die Gründe dafür liegen in uns und nicht in der Situation und ihrer Umgebung.

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Was wäre Deutschland ohne Wiedervereinigung?

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Heute am 3. Oktober feiern wir zum zwanzigsten Mal die deutsch-deutsche Wiedervereinigung. Die Einheit ist für viele Menschen im Osten ein Segen gewesen. Auch wenn die Erinnerung je nach heutiger Lebenssituation anders ausfallen mag.

Ich weiß, die Frage ist müßig. Aber was wäre gewesen, hätte es die Wiedervereinigung nicht gegeben?

Natürlich denkt man in so einem Fall an die gewaltigen finanziellen Lasten, die wir nicht nur über unsere Steuergelder (Länderfinanzausgleich und Solidaritätszuschlag) sondern auch über die Sozialsystem, wie z.B. die Rentenfinanzierung geleistet haben.

Viel spannender finde ich aber, wer die Bundestagswahl 1990 gewonnen hätte. Denn ohne die Wiedervereinigung wäre die Regierung Kohl nicht wiedergewählt worden.

Der Kanzler Lafontaine

Und wer wäre es dann geworden? Oskar Lafontaine! Ja, die SPD hätte damals zum ersten mal die Chance gehabt, mit den Grünen zusammen eine Regierungsmehrheit zu bilden, wäre es nicht zu einem Ereignis geschichtlichen Ausmaßes gekommen.

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Entscheidungsstarrig

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“Durch das Starren auf die potentiellen Handlungsalternativen finden Sie nicht heraus, was Sie wollen.”

Das ist mein Rat, den ich gerne bei Neukunden gebe, die sich bei einer Entscheidung festgefahren haben. Meistens sind es die üblichen Dilemmata. A sieht gut aus, aber B wäre auch eine gute Alternative. Allerdings haben weder A noch B die Langfristigkeit, die der Entscheider an C so interessant findet. Und so weiter.

Wenn der Entscheider nicht unter Druck steht, kann er darüber monatelang grübeln. Da werden Vor- und Nachteile besprochen oder bei den ganz Findigen eine SWOT-Analyse (Stärken, Schwächen, Chancen, Risiken) über die Alternativen durchgeführt. 🙁

Wie nicht anders zu erwarten, führt das zu keinem Ergebnis.

Denn der Entscheider beschäftigt sich nur mit dem Angebot, aber nicht seinem eigenen Bedarf. Daher meldet sich auch die eigene Intuition heftig zu Wort und bereitet dem Entscheider ungemütliche Tage und Wochen.

Starren Sie also nicht auf die Alternativen, sondern auf sich selbst. Wenn Sie langfristige Ziele haben, finden Sie schnell heraus, was sie wirklich brauchen.

Fehlt es Ihnen allerdings an langfristigen Zielen, liegt dort Ihre erste Aufgabe. Starren Sie also zur Abwechslung mal auf sich selbst. Denn dort liegt die Lösung für (die meisten) Probleme. 🙂

Wir bekommen immer was wir wollen

image Schulze: “Dem Meier fliegt immer alles zu. Dabei verdient der das gar nicht.”

Neid ist ein Emotion, die uns nicht sonderlich gut steht. Ich frage in solchen Fällen immer gerne nach, wie mein Gesprächspartner zu dieser Überzeugung gekommen ist.

Schulze: “Ach, der Meier bekommt einfach immer was er will”.

Entscheidercoach: “So so! Und was wollen Sie? “

Schulze: “Auch einmal so viel Glück haben, wie der Meier!”

Entscheidercoach: “Ja, angenommen Ihnen würde alles so zufliegen, wie Ihrem Kollegen Meier. Was würden Sie sich dann wünschen?”

Schulze: “Keine Ahnung! Vielleicht eine Gehaltserhöhung?”

Schon wird alles klar. Warum bekommt Herr Meier denn “alles” was er will? Der kleine aber wichtige Unterschied zwischen Meier und Schulze: Meier weiß, was er will, Schulze dagegen nicht.

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So finden Sie aus der Sackgasse heraus!

Uturn erlaubt Jeder Mensch ist kreativ. Auch wenn es sich nicht alle eingestehen. Gleichzeitig sind wir alle denkfaul, auch wenn wir uns das nicht immer eingestehen möchten.

Schon einmal bewährte Lösungen nutzen wir deshalb immer wieder. Jeder Gedanke, jede Idee ist eine in unserem Gehirn angelegte neuronale Verbindung. Mit jeder Benutzung wird so ein neuronaler Strang immer stärker und es fällt uns leichter, genau diesen Gedanken zu denken.

So erklären sich Gewohnheiten, die wir nicht mehr ablegen können. In unserem Gehirn haben wir zu diesem Verhalten eine vierspurige Autobahn gebaut, während alternative Verhaltensweise bestenfalls einem beschwerlichen Bergpfad gleichen.

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Machen Sie Ihr Glück!

Marionette Es ist erstaunlich, wie viele Menschen die Dinge einfach laufen lassen. Hin und wieder stehen sie dann vor Entscheidungen, die Homer wohl euphemistisch als “zwischen Scylla und Charybdis” bezeichnet hätte. 🙂

Heutige Entscheider nennen das einfach nur “unfair” und wundern sich, warum das immer gerade ihnen passieren muss.

Der Seitenblick auf den Kollegen, dem anscheinend alle guten Dinge im Leben nur so zufliegen, mag dieses Gefühl verstärken.

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Keine Entscheidung ist auch gut

Boot_Kapitän Menschen mögen keine Veränderungen. Dennoch höre ich immer wieder: “Es ist besser irgendeine Entscheidung zu treffen, als keine Entscheidung zu treffen.”

Zauderer genießen bei uns keine große Sympathie. Insbesondere wenn viele andere glauben, dass endlich eine Entscheidung getroffen werden muss.

GM und Opel

Aktuelles Beispiel: GM´s Entscheidung über den Verkauf seiner Opel-Tochter. Die Öffentlichkeit will endlich Klarheit. Wird Magna oder Ripplewood den Zuschlag bekommen?

Für uns Außenstehende ist die GM-Führung jetzt die Bremse. Die Manager taktieren, versuchen doch tatsächlich das Beste für das eigene Unternehmen herauszuholen. Pfui! Wie können sie nur? 😯

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