Entscheidertest in Harvard Business Manager

Im Mai brachte die Printausgabe von Harvard Business Manager einen Schwerpunkt über Entscheidungsfindung. Einige der Artikel sind jetzt auch in der Online-Ausgabe zu lesen.

In Zusammenarbeit mit der Redaktion habe ich meinen Entscheidertest vom Herbst 2007 aus dem Manager Magazin noch einmal gekürzt und dem Magazin zur Verfügung gestellt. Das Ergebnis können finden Sie hier.

Interview in SWR2

Gestern lief  bei SWR2 Mehrspur das Feature mit dem Dokublog über das Thema Entscheiden. Im Vorfeld dazu hat der Redakteur Wolfram Wessel ein Interview mit mit aufgezeichnet. Das Gespräch war ein wilder Ritt von der Getränkewahl am Kühlschrank über Entscheidungsdilemma, Bundestagswahl und Gehirnforschung.

Meine Frau – ein PR-Profi – meinte später zu mir: „Du hättest Dir die Fragen lieber vorher geben lassen. Du bist der Fachmann, daher wird der Interviewer  eher komische Fragen stellen. Daher solltest Du sie auch nicht direkt beantworten, sondern dem Gespräch eine Richtung geben, das Sinn macht. Du hast eine Message, die Du transportieren willst. Dann mach das auch.“

Schön! Ich habe also mal wieder etwas dazu gelernt. 🙂

Die Kunst, gegen den Strom zu schwimmen

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“Das kannst Du nicht tun!”

Warum eigentlich nicht? Wir alle sind in Kulturen eingebettet, die aus einem Haufen informeller Regelwerke bestehen. In Deutschland zum Beispiel sollte ein Familienvater lieber an seinem Job festhalten, als sich mit seiner Unternehmensidee selbständig zu machen.

Einen Vortrag vor einer Gruppe von konservativen Bankern sollten wir lieber in Anzug und Krawatte als in T-Shirt und Sommerhose halten.

Und ein kleines Familienunternehmen übernimmt keinen DAX-Riesen.

Der Sinn und Unsinn von Regeln

Solche Regeln haben alle ihren Sinn. Halten wir sie ein, können wir sicher sein, nicht anzuecken und ein ungestörtes Leben zu führen. Scheren wir dagegen aus, machen wir uns unbeliebt. “Wie kann er so etwas nur tun?”, fragen sich die anderen dann.

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Intuition richtig nutzen

(c) Fotolia Die nicht mehr ganz neue Sau, die derzeit durchs Managerdorf getrieben wird, ist das Thema Intuition. Entscheider sollen sich mehr darauf verlassen. Dazu gehören dann interessante Methoden, wie sich auf den Boden legen und über die Wahlalternativen meditieren. 😮

Wissenschaftler wie Gerd Gigerenzer haben erkannt, dass auf die Intuition oft verlass ist.

Gigerenzer beschäftigt sich mit Heuristiken (Daumenregeln) und fand heraus, dass wir bei uns gut vertrauten Problemstellungen mit der Zeit außerordentlich intelligente Daumenregeln entwickeln und dadurch sehr viel schneller entscheiden können, als wenn wir bewusst Alternativen mit allen unseren Kriterien bewerten.

Bei besonders komplexen Problemen helfen Heuristiken, das Problem so zu vereinfachen, dass am Ende wieder sinnvolle Entscheidungen herauskommen.

Diese Heuristiken nutzen wir alle unbewusst. Selbst strukturierte Entscheider machen das.

Orientierungslos

Etwas anderes ist es allerdings bei Entscheidungen, die uns Kopfzerbrechen bereiten. Es kann vorkommen – dieser  Fall ist ziemlich häufig –, dass wir vor mehreren Wahlalternativen stehen und nicht wissen, was davon gut für uns wäre. Unsere Intuition zuckt auch nur mal hier und mal da, liefert also keine Hilfe.

Die Weisheit der Evolution

„Dumme Intuition! Wenn man sie mal braucht, dann will sie nicht.“ Denkt sich der Eine oder Andere vielleicht.

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Eine Handvoll Fehler – Mindmaps einmal richtig

Imindmap In den 90ern bin ich das erste Mal mit Mindmaps in Kontakt gekommen. Dabei hatte ich die besten Voraussetzungen, denn ich kaufte mir das Mindmap-Buch von Tony Buzan.

Wie alle jungen Menschen war ich ungeduldig. Die Theorie dahinter interessierte mich nur mäßig. Die Erfolge dagegen, die Tony Buzan mit seiner Methode erzielt hatte fand ich sehr spannend.

Fastfood fürs Hirn

Ich habe mir daher schnell angesehen, wie Mindmaps aussehen und auch die Regeln dafür erlernt. Im Gedächtnis war mir geblieben, dass es wichtig ist, seine Mindmaps zu malen, um damit auch die rechte, kreative Gehirnhälfte zu stimulieren.

Auf einen Blick war für mich klar geworden, dass wir mit Mindmaps ein Thema wunderbar durchstrukturieren können. Daher empfand ich es aber auch immer als störend, dass man pro Zweig nur ein Wort verwenden sollte. Das ist doch ungenau!

Als heller Kopf, hatte ich also schnell verstanden, wie Mindmaps meiner Meinung nach funktionierten. Große Unterschiede gegenüber einem Leben ohne Mindmaps konnte ich aber nicht feststellen.

Dumme Zeichnerei

Daher blieb es eine relativ selten eingesetzte Methode im Hause Lietz. Denn die ganze “Zeichnerei” war ja auch zeitaufwendig. Vermutlich war mein Gehirn ja von Hause aus so gut entwickelt, dass die durch Mindmaps erschlossenen Zusatzpotentiale nicht weiter ins Gewicht fielen. 😮

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Des Bloggers neue Kleider

© pdesign - Fotolia.com

Vor einiger Zeit hat mich ein Leser darum gebeten, die Inhalte dieses Blogs besser aufzuschließen. Ein Blog ist schnell ins Leben gerufen. Allerdings gehorcht die Idee dahinter der Aktualität.

Das heißt, die Entwickler gingen implizit davon aus, dass ältere Beiträge weniger interessant sind als die jüngeren.

Mein Blog ist nicht aktuell

Gerade für meinen Blog trifft das nicht zu. Die meisten meiner Beiträge haben nichts mit der Nachrichtenlage zu tun, aber alles mit dem Entscheider-Erfolg meiner Leser.

Mein Blog ist immer aktuell

Erfolg ist immer aktuell. Daran veraltet nichts. Mit anderen Worten: die übliche Organisation meines Blogs anhand einer Zeitlinie passt einfach nicht.

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Lass mal die Entscheidungsmaschine ran!

Fotolia_1981393_S Die Mitbegründerin von Flickr, Katerina Fake stellt gerade ihr neuestes Webprojekt der Öffentlichkeit vor. Hunch soll den Nutzern helfen, Entscheidungen zu treffen.

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Die Wurzel jeder Veränderung

Jeder Mensch möchte gerne etwas verändern. Sei es, weil er gerne einen anderen Kollegen hätte oder weil er gerne mehr Geld verdienen würde oder weil er gerne einmal der Chef wäre und andere nach seiner Pfeife tanzen lassen würde.

Andere Szenerie – keine Veränderung

Manche nehmen sogar das Schicksal in die eigene Hand und wechseln zum Beispiel den Job. Für Weniges gibt es eine Garantie im Leben, aber Eines ist sicher. Die Probleme, die wir im letzten Job hatten, werden wir seltsamerweise auch wieder im neuen Job haben. 😮

Das Spiegelbild unserer Persönlichkeit

Denn letztlich ist unsere Umwelt immer nur ein Spiegel unserer Persönlichkeit. Genauso wenig, wie sich unser Spiegelbild ändert, wenn wir einen neuen Spiegel kaufen, ändert sich unsere Situation, nur weil wir vor ihr weglaufen.

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Aktion: Kostenlos ein Seminar eintragen

Mein lieber Freund und Kollege Lutz Lochner hat mich gerade auf ein tolles Angebot von Seminarportal.de aufmerksam gemacht.

Coaches, Trainer und Speaker können sich für einen begrenzten Zeitraum jetzt mit einem Seminar kostenlos eintragen.

Hier der direkte Link zur Anmeldung: Anmeldung

Das Seminarportal.de ist einer der größten Vermittler von Seminaren für den Mittelstand. Daher würde ich mal meinen, das ist eigentlich ein Pflichteintrag. 🙂

Die genauen Bedingungen lesen Sie bitte selbst bei
http://www.seminarportal.de nach.

Der frühe Vogel hat die Kontrolle, der späte das Nachsehen

© alexvs - Fotolia.com Entscheidungen geben unserem Leben Richtung. Wir sind dann an einem Punkt, an dem wir die Kontrolle haben. Allerdings stellt sich das nicht für jeden so dar. Denn häufig sollen wir Entscheidungen unter Druck treffen. Wir haben nicht alle Informationen, die wichtig für uns wären und die verfügbaren Alternativen liegen vor unseren Füßen wie dort hingekippt.

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