Sind Sie auch ein Held?

© Ramona Heim - Fotolia.comSo intensiv wir uns manchmal mit unseren Entscheidungen beschäftigen. Oft kommt es dann doch anders, als wir uns das gedacht haben. Ein Geschäftspartner läßt uns im Stich, ein wichtiger Auftrag löst sich wegen Kundeninsolvenz in Luft auf, Ihre Assistentin brennt mit dem Vertriebschef durch, und so weiter…

Solche Ereignisse können auf dem Weg zum Unternehmer-Olymp richtig stören. 😐 Eben sind Sie noch in der Sonne Ihre Erfolgs gewandelt, nichts böses ahnend und plötzlich ist alles anders. Im ersten Moment wollen Sie den Geschäftspartner vielleicht mit dem Tacker an die Wand nageln, aber das sollte (hoffentlich) bald vergehen. Denn der Gute erfüllt doch nur seine Aufgabe und je mehr es schmerzt, um so besser ist er. 😮

Was soll denn das jetzt schon wieder heißen?

Wie lange ist es her, dass Sie eine richtig gute Geschichte gehört haben oder einen richtig guten Film gesehen haben? Wie war das? Haben die Hauptakteure einen Erfolg an den anderen gereiht oder mussten sie schwere Prüfungen bestehen und stand ihr Schicksal mehrmals auf Messers Schneide? Eine richtig gut erzählte Geschichte liegt in den Unterschieden der Höhen und die Tiefen ihrer Helden. Ein schwacher, lächerlicher Gegenspieler, der nichts zustande bringt, ist ein absoluter Spannungskiller und erregt allenfalls das Mitleid der Zuschauer. Wenn er dagegen mit überlegenen Mitteln ausgestattet ist und seine Ziele mit unnachahmlicher Skrupellosigkeit verfolgt ist das ein Kompliment an den Helden der Geschichte.

Wenn dem Held ein Unglück widerfährt, dann ist das eben nicht nur ein abgebrochener Nagel, sondern der Beinahe-Verlust der Existenz. 😮 Alle diese Elemente machen eine Geschichte erst gut.

Ich kann nicht beurteilen, was Sie vom Leben erwarten. Angenommen, Sie hätten die Wahl. Wären Sie dann lieber ein Held (oder eine Heldin), der die unmöglichsten Schwierigkeiten überwindet und daran wächst oder wären Sie lieber in einer Einöde ohne jede Überraschung als „Joe Normal“ unterwegs?

Seien Sie dankbar, wenn jemand so richtig fies ist, Ihnen nahezu unüberwindliche Hindernisse in den Weg legt, denn das beweist nur, dass Sie es wert sind. 🙂

Danke 2007 – der Business-Blog-Karneval

Blogkarneval Danke 2007Am 22. November feiern die Amerikaner ihr Thanks-Giving-Fest. An diesem Tag sagen unsere Nachbarn von der anderen Seite des großen Teiches danke für all die guten Dinge, die Ihnen über das vergangene Jahr passiert sind.

Dies hat mich auf die Idee gebracht, dass Dankbarkeit auch für uns Business-Blogger ein Thema ist. Grund genug, einen Business-Blog-Karneval ins Leben zu rufen.

Noch einmal zur Erinnerung: Ein Business-Blog-Karneval ist die Krönung des vernetzten Bloggings. Alle teilnehmenden Blogs schreiben über ein spannendes Thema ( in diesem Fall Dankbarkeit im Geschäftsleben ) und verlinken aufeinander. So kann ein Leser sich in dieser Zeit umfassend mit dem Thema des Karnevals beschäftigen. Vor einem Jahr hat Elke Fleing das auf phantastische Weise mit dem Thema „Vertrieb“ gemacht. Weiterlesen

Geheimwaffe „Ranking“

RankaholicsIch war letzte Woche auf einem sehr spannenden Vortrag von Dr. Ralf Lengen. Der Titel: „Kundenbindung durch Newsletter“. Viel wichtiger war aber sein Ausflug in die Welt der Rankings. Ursprünglich hatte ich keine besonders hohen Erwartungen, denn ganz ehrlich, ich nehme Rankings à la „die 10 größten Managementfehler“ oder die „500 reichsten Menschen der Welt“ wahr, aber  da ist doch kein Nutzen dahinter, oder?

Weit gefehlt! Denn unsere Neugierde läßt uns nicht los, wir wollen wissen, wie die ersten Plätze eines Ranking besetzt sind. Weiterlesen

Gekränkte Eitelkeit?

Wenn ich jemanden für mich gewinnen will, dann mache ich das vorzugsweise nicht, indem ich ihm einen Eimer kaltes Wasser über den Kopf gieße. Das gilt insbesondere, wenn der andere gerade die Hand für eine Friedensgeste reicht.

Porschechef Wendelin Wiedeking hat alle Trümpfe in der Hand und alle Versuche des VW-Betriebsrats, seine bisherige Macht in die Porscheholding zu importieren durch gute Planung bereits im Ansatz unmöglich gemacht.

Der Frust war dem VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh (IG-Metall) anzusehen. Ohnmächtig konnte er nur noch drohen, dass der Investor ja auf die Leistungsbereitschaft der VW-Männer angewiesen sei.

Vielleicht, weil es Wiedeking nicht um eine Demütigung des Betriebsrats ging, vielleicht aber auch, weil er ein Vertreter des kooperativen Ansatzes ist, veröffentlichte er in einer bundesweit erscheinenden Zeitung einen offenen Brief, in dem er viele Ängste, die sich bei der Belegschaft aufgrund von Desinformation gebildet hatten beschwichtigte. Volkswagen würde Volkswagen bleiben und es werde auf keinen Fall eine Fusion mit der Porsche AG geben. So weit die klare Botschaft.

VW-Betriebsratschef Osterloh leitete seinen Kommentar mit den Worten ein, der Porsche-Vorstand habe sich dem Druck der Arbeitnehmer von Volkswagen gebeugt. Vielleicht keine ganz glückliche Formulierung, um eine in Frieden ausgestreckte Hand zu ergreifen. Was hat ihn wohl zu diesen Worten veranlasst?

Geniale SPD-Strategie oder Umsetzungschaos?

© James Steidl - FOTOLIA

Vor kurzem hatte ich darüber geschrieben, dass die SPD wieder zu ihrer Basis zurückkehrt und dies möglicherweise riskanter ist, als die Verantwortlichen annehmen.

Die neuen Themen der SPD sind Arbeitslosengeld-Bezugsdauer für ältere Arbeitnehmer, Pendlerpauschale und Tempolimit.

Streit ist der Feind der Umsetzung 

Wie meine Leser wissen, muss ich mir für die Umsetzung von Entscheidungen die Unterstützung vor der eigentlichen Entscheidung sichern. Aus den Reaktionen des Koalitionspartners können wir sehr schön ablesen, dass dem nicht so ist. SPON titelt heute morgen „Koch stellt Regierungsfähigkeit der SPD in Frage„, FAZ-Net zitiert CSU-Landesgruppenchef Ramsauer „Je weniger (beim Koalitionsausschuss) herauskommt, desto besser!Weiterlesen

Frisch aus der Blogroll

© Jennie Book - Fotolia.com 

Grundsätzlich lesen Sie hier im Excellence-Blog nur originäre Inhalte. Allerdings habe ich meine Blogroll nicht aus Jux und Dollerei. Daher schreibe ich in der Rubrik “frisch aus der Blogroll” über andere spannende Beiträge aus der Blogosphäre.

Manchmal gibt es doch auch noch Überraschungen. Da hat die Financial Times Deutschland ein eigenes Unternehmerportal aufgebaut und ich wußte nichts davon. Zum Glück lese ich ja Thomas H. Lemkes Blog. Vielen Dank für den Tipp!

Hannes Treichel hat ein spannendes Beispiel für die Positionierung eines Apfels gefunden. Eines Apfels? Gleicht da nicht ein Apfel dem anderen? Ja und nein. Lassen Sie sich überraschen. 🙂

Jörg Weisner geht dem Wirtschaftsfaktor „Lächeln“ nach. Oder wie es mein guter Freund Graham P. Rogers ausdrücken würde: „Hängen Sie Mal öfters die Zähne zum Trocknen raus – die sind dafür gemacht!“ 😛

In „Vorsicht Persönlichkeitsentwicklung“ macht sich Roland Kopp-Wichman Gedanken, wohin unsere Lebenszeit fließt und hat auch gleich einen WebTipp, um Alltagsprobleme schneller zu lösen.

Jochen Mai macht sich seit Tagen sehr viel Gedanken um unseren Ruf im Google-Netz (the net formerly known as the internet) 😉 . Sein Projekt „Reiner Fakemann“ geht in die zweite Runde und da geht’s um die Rufpolitur. Ergänzend dazu, schreibt er, inwiefern der Ruf im G-Netz heute bei Personalentscheidungen eine Rolle spielt. Und gibt dann gleich noch eine Anleitung, wie wir selbst an unserem Ruf arbeiten können. Damit das alles nicht reine Theorie bleibt, gibt’s auch gleich ein Zwischenfazit, was die Rufpolitur in einem Zeitraum von drei Tagen gebracht hat. 🙂

Geschichten machen Entscheidungen erst richtig gut

© tommy leong - Fotolia.com

Beim Entscheiden ist der Druck aus einer aktuellen Situation der größte Hemmschuh für gutes Entscheiden. Stellen Sie sich vor, Ihre fast perfekte Sekretärin kehrt aus ihrem Amerika-Urlaub nicht zurück, weil sie da die große Liebe gefunden hat. 😯

Die Herausforderung 

Das Problem in dieser Situation: Ihre Assistentin hat Ihnen in jeder Hinsicht den Rücken frei gehalten, das fällt jetzt weg. Plötzlich finden Sie Termine in Ihrem Kalender, die so wichtig und aufregend sind, wie der Sack Reis in China, während Sie händeringend wichtige Geschäftspartner darum bitten, sich in Geduld zu üben. Ihre Freude darüber, dass Ihre Assistentin das große Glück gefunden hat, hält sich daher in Grenzen. 😮 Weiterlesen

Eine Frage der Kinderstube

© Florea Marius Catalin - FOTOLIASeit über einem Jahr bekommen die meisten meiner Artikel in diesem Blog ein Aufmacherbild. Die verwendeten Bilder bezahle ich brav bei Bilderdiensten, wie Fotolia oder Istockphoto. Auch wenn diese Dienste eine große Auswahl bieten, kostet es natürlich einige Zeit, das richtige Bild zu einem Beitrag zu finden, den richtigen Ausschnitt zu machen und diesen dann hier hochzuladen.

Ich bin mir darüber im Klaren, dass ich es nicht verhindern kann, dass sich jemand ein solches Bild einfach kopiert und auf seiner Website integriert. Allerdings finde ich es schon frech, wenn sich ein anderer Blogger daran vergreift und nur die URL des Bildes in seinem Blog integriert. Jeder Zugriff geht dann zu Lasten meines Servers und meiner Bandbreite.

Ein aktuelles Beispiel? Dann schauen Sie mal hier. 🙁  Die abgebildete Justitia liegt bei mir auf dem Server. Die Höhe dabei ist: Dieses Bild ist direkt noch einmal mit meinem Upload-Verzeichnis verlinkt – quasi als Aufforderung an andere.

Lieber Monsignore Zultan – oder wie auch immer Sie sich nennen, das ist keine gute Kinderstube, die Sie da an den Tag legen. Das gilt natürlich auch für andere Bilderdiebe.

Ein wenig Ironie steckt natürlich schon dahinter, wenn sich der angesprochene Blogger ausgerechnet an Justitia vergreift 😉

Betrunkene Affen?

© Snappy - Fotolia.comScott Adams, der Schöpfer der grandiosen Dilbert Comics geht in seinem aktuellem Strip einer interessanten Frage nach 😛

Dilbert: Why does it seem as if most of the decision at my workplace are made by drunken lemurs? Warum scheint es so, dass die meisten Entscheidungen an meinem Arbeitsplatz von betrunkenen Affen gefällt werden?
Müllmann: Decisions are made by people who have time, not people who have talent. Entscheidungen werden von Leuten getroffen, die Zeit haben, nicht von solchen, die Talent hätten.
Dilbert: Why are talented people so busy? Warum haben die Menschen mit Talent denn so wenig Zeit?
Müllmann: They are fixing the problems by people who have time. Sie beheben die Probleme der Leute, die Zeit haben.

Ich behaupte sogar, dass hier oft Dr. Jekyll und Mr. Hyde am Werk sind. Oft müssen wir unsere wertvolle Zeit einsetzen, um die Fehler der Vergangenheit wieder gut zu machen. Da wir dann so wenig Zeit haben, geht die nächste Entscheidung wieder in die Hose… und so weiter. 

Mach die Augen auf!

© sharply_done - Fotolia.com

Ist es Ihnen auch schon einmal so gegangen? Eine bestimmte Nobel-Uhrmarke hat es Ihnen angetan und plötzlich stellen Sie fest, dass es eine ganze Anzahl von Kollegen gibt, die sich den Wunsch bereits erfüllt haben. Vorher ist Ihnen das nie aufgefallen. 😮

Oder Sie möchten bauen und mit einem Mal fällt Ihnen auf, dass es viel mehr Häuser in Fertigbauweise gibt, als Sie jemals gedacht hätten. Schuld an dieser neuen Beobachtungsgabe ist Ihr sogenanntes retikuläres Aktivierungssystem (RAS).

Unsere Umwelt besteht aus Millionen von Reizen, die unsere Sinne wohl wahrnehmen, aber nicht an unser Wachbewußtsein zur Verarbeitung weiter geben. Denn unser Bewußtsein ist dafür schlichtweg nicht ausgelegt.

Was würde es Ihnen auch bringen, wahrzunehmen, dass sich die Lichverhältnisse durch die Verschiebung von ein paar Wolken um ein paar Lux verändert haben? Was würde es Ihnen bringen, zu realisieren, dass in einiger Entfernung eine Maus in einem Abfluss verschwindet oder ein Fliege sich auf einem Baum niederläßt? Das sind alles Informationen, mit denen Ihr Bewußtsein völlig unnötig belastet würde und daher zu recht ausgeblendet werden. Weiterlesen