Das Auge sucht mit

SpaceTimeGerade bin durch den Basic Thinking Blog auf ein spannendes Werkzeug gestoßen.

Wer etwas im Internet sucht, der googelt es. Das ist für viele fast schon ein Gesetz. Damit Google diese Stellung erreichen konnte, hatte sich die Suchmaschine vollständig auf die Suche konzeptriert. Das Benutzerinterface hat Testeingaben entgegen genommen und die Ergebnisse auch als Textausgaben ohne Bilder präsentiert.

Das Internet ist inzwischen auch ein hoch visuelles Medium. Anbieter mit miesem Design wollen wir gar nicht mehr ansurfen. Deshalb bieten Anbieter, wie die französische Suchmaschine Exalead auch eine visuelle Vorschau auf die gefunden Seiten. Einen Schritt weiter geht die Firma Space Time, mittels einer Browsererweiterung dürfen wir in 3D durch die Google Sucherergebnisse surfen. Dazu braucht es einen sehr schnellen Rechner mit großem Hauptspeicher und eine DSL-Verbindung. Denn SpaceTime holt sich die visuellen Infos der Suchergebnisse von Google und anderen Suchmaschinen von den jeweiligen Websites. Mein Rechner entspricht gerade einmal den Mindestanforderungen. Trotzdem hat der kurze Test der Beta-Software Spaß gemacht. Für bestimmte Suchanfragen macht das Ganze in jedem Fall Sinn. Insbesondere, wenn Sie nach visuell ansprechenden Alternativen suchen 🙂

Endlich! Das tollste Layout seit Bestehen dieses Blogs!

© Franz Pfluegl - FOTOLIA

Lieber Besucher!

Es ist vollbracht. Wie bereits vor Tagen angekündigt, hat der Excellence-Blog ein neues Design. Es hat sich viel getan. Eine neue Spalte ist auf der linken Seite dazugekommen. Der kleine Schaukasten im oberen Teil der Spalte ermöglicht mir, aktuelle Tools und Bücher für Entscheider vorzustellen. Aktuell den Entscheidungskompass, ein Werzeug, mit dem Sie innerhalb von zehn Minuten herausfinden, was Sie wirklich wollen. Darunter sehen Sie Termine, die mit mir zu tun haben. Zum Beispiel die Vortragsveranstaltung Sternstunde für Unternehmer, meine aktuellen Workshops und Seminare, sowie Networking-Termine, bei denen Sie mich antreffen werden.

Damit Sie mir auch einmal in die blauen Augen sehen können 🙂 , Gibt’s jetzt im oberen Bereich der rechten Spalte (gegenüber dem Schaukasten) ein Bild von mir.

Bisher sind auch richtig gute Beiträge auf Google-Wiedersehen im Archiv verschwunden. Doch keinen Moment länger. Aus den Bereichen Vision, Entscheidungsklarheit, Attraktive Alternativen und einfache Umsetzung – mein Rezept für glückliche Entscheider – holt der Blog passende Artikel zufallsgesteuert wieder für Sie hervor. Ich bin gespannt, wie Ihnen das neue Layout gefällt! Hinterlassen Sie mir einfach Ihr Feedback im Kommentar.

Für die Blogger-Kollegen

Der Kalender wurde über das Plugin ICal Events realisiert. Darüber kann ich aus verschiedenen Kalendern, die einen ICal-Feed zur Verfügung stellen (wie Google Kalender) das Passende herauslösen und darstellen. So stammt der Feed z.B. direkt vom Sternstunde für Unternehmer-Blog. Ich gebe die Daten daher nur einmal ein und kann sie mehrfach verwenden. 😎

Die Zufallsfunktion passend zu bestimmten gewählten Kategorien besorgt das Customizable Post Listings Plugin. Der Plugin ist ziemlich alt, funktioniert aber auch hervorragend unter WordPress 2.2. Den Tipp dazu habe ich durch einen Artikel vom SEO-Marketing-Blogger erhalten.

Alles andere war schlichtweg harte Arbeit am Template, die ich mit Hilfe eines Kunden (vielen Dank dafür) bewerkstelligt habe.

In unfreiwillig geheimer Mission

Wie können wir Entscheidungen über Bereiche treffen, mit denen wir noch keine Erfahrungen gemacht haben? Die Antwort ist leicht, wir müssen nur unsere eigenen Auftrag in unserem Markt kennen…© Kirsty Pargeter - FOTOLIA

Die FAZ berichtet in seiner Online-Ausgabe über die Ausbildungsmesse in Wiesbaden. Junge Menschen sollen dabei in ihrer Berufswahl unterstützt werden. Für viele junge Menschen ist es Realität, dass Sie sich massenhaft um die limitierte Anzahl von Lehrstellen im Friseur- und Mechatroniker-Bereich o.ä. bewerben. Wer es dann schafft und die begehrte Lehrstelle bekommt, ist nicht automatisch glücklich damit. Unglücklicherweise wissen die wenigsten in dem Alter, was sie wirklich wollen. Ein Grund dafür könnte die geringe Lebenserfahrung sein.

Tatsächlich stehen die Schüler in den Abschlussklassen nicht alleine. Wir leben in einer Welt der Möglichkeiten. Da liegt es auf der Hand, sich an dem zu orientieren, was ich wahrnehme. Ein Kleinkind, das einen Schnuller sieht, wird diesen haben wollen und nicht sagen: „Nein, Mami ich möchte lieber einen Schnuller mit extra weicher Gummilippe, auch wenn ich noch nie einen gesehen habe“. Das ändert sich, wenn das Begehrte ein Teil der eigenen Erfahrung wird. Dann spuckt das Kind den Schnuller aus, weil er vielleicht unbequem ist. Der Lehrling merkt, dass der angestrebte Beruf vielleicht doch nichts ist und der Selbständige stellt fest, dass er sich aufs falsche Arbeitsfeld gestürzt hat. Weiterlesen

Der glückliche Entscheider

© IstockphotoVor einiger Zeit bin ich mit meinem guten Freund Graham Rogers zusammen gesessen. Graham ist Mentaltrainer aber eben auch ein glänzender Verkäufer. Mich interessierte, warum viele Kunden erst dann zu mir kommen, wenn sie existentiell bedroht sind. Entscheidungserfolg ist doch für beinahe jeden Menschen wichtig.

Graham: „Kai, Dein Thema erreicht die Leute nicht emotional! Klar, besser Entscheiden bedeutet größeren Erfolg, aber das bewegt mich nicht. Die Menschen wollen wissen, was ihnen das Ganze persönlich bringt. Mehr Geld, mehr Erfolg – das ist nur die Oberfläche. Wenn Du Menschen erreichen willst, dann musst Du mehr bieten. Du musst emotional in die Tiefe gehen.“

Seitdem habe ich mir immer wieder Gedanken darüber gemacht, was denn der emotionale Touch meiner Leistung ist. Was biete ich den Menschen an? Sicherheit? Freiheit? Ein gutes Leben?

Die Frage ist deshalb nicht so einfach, weil gute Entscheidungen für jeden etwas anderes bedeuten können. Natürlich ist Geld und Erfolg für alle Menschen erstrebenswert, aber letztlich nur Mittel zum Zweck. Das Gleiche gilt für Sicherheit und Freiheit.

Was also gibt es mir als Menschen, wenn ich ein guter Entscheider bin?

Oder mal nach dem Misserfolg von Entscheidungen gefragt: Was ist denn das Ergebnis, wenn ich kein Geld, keinen Erfolg, keine Sicherheit und Freiheit habe? Dann ist zumindest die Mehrzahl der Menschen nicht glücklich.

Aha! Könnte es sein, dass die Fähigkeit, gute Entscheidungen zu treffen glücklich macht?

Angenommen, ich weiß, was ich will. Ich sehe einen Sinn in dem, was ich tue und entwickle voller Leidenschaft phantastische neue Handlungsalternativen. Mit meinen Entscheidungen fühle ich mich sicher auf der Strasse der Gewinner. Bei ihrer Umsetzung werde ich von vielen Menschen direkt unterstützt. Ich mache auch Fehler und lerne daraus. Beinahe täglich werde ich durch die glänzenden Ergebnisse meiner früheren Entscheidungen bestärkt. Ich lebe also meinen Traum. Wie könnte ich da nicht glücklich sein?

Ich denke, das Rätsel ist gelöst. Entscheidungserfolg macht glücklich!

Warum bin ich nur nicht schon früher darauf gekommen?

Es ist wie mit vielem im Leben. Der Normalzustand ist nicht weiter erwähnenswert. Ich bin ein glücklicher Entscheider und wenn der eine oder andere Kunde mir einige Zeit nach unserem Coaching erzählt hat, wie gut es ihm jetzt geht und wie glücklich er ist, dann hat mich das gefreut. Trotzdem ist mir bisher entgangen, dass diese einfache Weisheit auch die Antwort auf Grahams Frage ist. 🙂

Neue Technik – neue Tücken

© Ewe Degiampietro - FOTOLIANachdem viele Blogger-Kollegen ihre Beträge nicht nur in Kategorien einteilen, sondern auch mit sog. Tags versehen, wollte ich nicht länger nachstehen. Damit auch ältere Beträge verschlagwortet werden, musste ich jeden einzelnen bearbeiten und wieder abspeichern. Leider war meine Blog-Software dabei ein wenig übereifrig. Sie hat beim Abspeichern jeden mit dem Artikel verlinkten Blog benachrichtigt. Das Malheur ist mir erst relativ spät aufgefallen. Wer daher eine Serie von Pingbacks auf seinen Blog abbekommen hat, den bitte ich um Entschuldigung. 🙂

Das Ganze findet im Übrigen als Vorbereitung auf eine große Layoutumstellung statt. Der Excellence-Blog ist inzwischen 1,5 Jahre alt und in seinen Tiefen verstecken sich über 160 Artikel zum Thema besseres Entscheiden und umsetzen. Gleichzeitig ist der Excellence-Blog gegenüber meinen anderen Web-Angeboten der Publikumsmagnet schlechthin geworden.

Im Monat Mai konnte ich auf 14.000 Unique Visits zurückblicken!

Da ist es natürlich logisch, dass der Excellence-Blog einen neuen Stellenwert erhalten muss. Gleichzeitig will ich verhindern, dass die Beträge in den Archiven verschwinden. Zu viel will ich aber nicht verraten. Seien Sie gespannt! 🙂 Ich bin es auch 😮

Das große Glück

© Jean-charles Caslot - FOTOLIA

Viele von uns leben in einem Zustand zwischen Glück und Unglück. Es gibt Höhe- und genauso auch Tiefpunkte, aber die meiste Zeit verbringen sie dazwischen.

So geht es auch Christian Roman (Name geändert). Für ihn stand es nie zur Diskussion, was er einmal werden will. Er ist Bäcker und hat das Geschäft von seinem Vater übernommen. Bis vor kurzem funktionierte er mehr als dass er lebte. Wenn etwas schief ging, wie ein Defekt an seinem Backofen, ärgerte er sich und wenn mal etwas Positives, wie eine Steuerrückzahlung kam, dann hat er sich bestimmt auch fünf Minuten gefreut. 🙂 Doch insgesamt lebte er wie betäubt vor sich hin.

Das änderte sich von einem Tag auf den anderen.

„Ich bin so froh, dass es Sie gibt“, meinte die runzelige alte Großmutter, die bestimmt schon bei seinem inzwischen verstorbenen Vater eingekauft hatte. „Für uns ältere Menschen ist es in die Stadt immer eine halbe Weltreise und Ihre Bäckerei ist das einzige Geschäft, das sich hier gehalten hat.“

„Na, Frau Schlegel, Sie leben doch nicht nur vom Brot, hoffe ich“, antwortete Roman.

„Nein, darum geht es auch gar nicht, die Bäckerei ist der Treffpunkt für die Älteren, um sich auszutauschen. Wir haben ja sonst nichts hier.“

Tatsächlich gab es eine bestimmte Zeit am Vormittag, wo besonders viele alte Menschen die Bäckerei besuchten. Oft standen sie nach dem Einkauf noch ewig vor dem Schaufenster und unterhielten sich. Bis zu diesem Zeitpunkt war sich Bäcker Roman nicht bewusst, warum er das alles machte. Ihm fehlte der Sinn im Leben.

Mit einem Mal wird ihm bewusst, was seine Aufgabe ist. Er bot zwar Brötchen usw. an, aber in Wirklichkeit gibt er den vielen alten Menschen in seinem Viertel einen Treffpunkt, ohne den sie vereinsamen würden.

Zum ersten Mal in seinem Leben wusste er, was seine Mission (sein Auftrag, der Sinn in seiner Arbeit) war.

Was würde er mit der neuen Erkenntnis tun?

Es kam nicht wirklich darauf an, wie toll die Qualität seiner Brötchen und Brote war. Denn seinen senioren Kundinnen und Kunden geht der Geschmackssinn dafür ab. Wer allerdings nicht mehr lange stehen kann, für den ist eine Bäckerei nicht der bequemste Treffpunkt.

Aus dieser Erkenntnis heraus entwickelt Bäcker R. ein ganz neues Geschäftskonzept.

Für die Bäcker gibt es heute die ultimative Gretchenfrage. Sollen Sie selbst den Teig anrühren und alles in der eigenen Backstube backen oder die Teigrohlinge einer Großbäckerei im Verkaufsraum aufbacken?

Normalerweise beginnt der Tag eines Bäckers mitten in der Nacht, weil die Kunden ihre Frühstücksbrötchen schon sehr früh haben wollen. Mit den Rohlingen kann der Bäcker mindestens bis fünf Uhr im Bett bleiben. Nur wodurch unterscheidet er sich dann vom Angebot im Supermarkt? Obwohl er die Annehmlichkeit gerne wahr genommen hätte, konnte Roman das lange Zeit nicht mit seiner Ehre als Bäcker vereinbaren. Doch Bäcker zu sein, war jetzt nicht mehr seine Hauptaufgabe.

Christian Roman hatte eine bessere Verwendung für seine Backstube gefunden. Er wandelte sie in ein Seniorencafé um, das äußerst gut besucht ist. Die Sache mit den Teigrohlingen stört niemanden. Viel wichtiger aber: Der Bäcker ist mit vollem Einsatz dabei. Er hat eine Richtung für sich gefunden und alle Entscheidungen gehen ihm leicht von der Hand. Denn er weiß jetzt, was er will.
Dabei verfolgt er längst eine größere Vision. Er ist fest davon überzeugt, dass es noch andere Standorte gibt, wo das Konzept aufgehen könnte. Er wird in naher Zukunft seinen Seniorentreff auch in anderen Städten anbieten.

Ein Mann, der seine persönliche Mission und seine Vision entdeckt hat, ist eben nicht aufzuhalten 🙂

Selbst entscheiden ist besser…

Gestern habe ich über Eric Schmidts Vision geschrieben, nach der Google in ferner Zukunft seinen Nutzern alle Entscheidungen abnehmen soll.

Dazu ist mir noch ein Gedanke gekommen. Es mag ja sein, dass Google durch die Sammlung sämtlicher privater Informationen seiner Nutzer ein recht gutes Profil entwickeln kann. Es ist logisch, dass ein genügend lange zusehender Beobachter irgendwann voraussagen kann, wie sich ein Mensch entscheiden wird.

Allerdings wird dabei ein aus meiner Sicht sehr wichtiger Punkt unter den Teppich gekehrt. Wenn ich immer alles genau so mache, wie ich es bisher gemacht habe, bekomme ich immer auch nur die Ergebnisse, die ich schon in der Vergangenheit erzielt habe.

Bei den meisten Menschen gibt es aber einen Punkt im Leben, wo sie erkennen, etwas ändern zu müssen. In dem Moment entscheiden sie anders, als in der Vergangenheit.

Der Beobachter, der seine Schlüsse aus der Vergangenheit zieht, wird daher die falsche Entscheidung vorschlagen. 😯
Eigentlich ist es nicht so wichtig, ob der Entscheider seine Routine-Entscheidungen einem wie auch immer gearteten System überlässt. Aber genau an diesem einen Punkt, wenn er seinen Lebenskurs ändert, kommt es auf den Menschen an.

Der logische Schluss: Um zu einem anderen Entscheidungsvorschlag zu kommen, geht der Entscheider dann zu Yahoo. 😛

Lassen Sie Google für sich entscheiden…

© victorpr - FOTOLIAWas soll ich tun?

Die meisten Coaches kennen diese Frage. Denn viele Kunden kommen zum Coach, weil sie einfach nicht mehr weiter wissen. Meine übliche Antwort darauf lautet: „Wir müssen erst einmal heraus finden, was Sie wirklich wollen“. Die Eingangsfrage taucht dann nicht mehr auf. Denn wenn jemand exakt weiß, was er will, wird er sich von niemanden sagen lassen (auch nicht vom Coach 8-)), was er tun soll.

Wer weiß, was er will, braucht nur noch geeignete Alternativen. Nicht selten hat uns in der Vergangenheit die Internet-Suchmaschine-Google geholfen, das Passende in den Weiten des Datennetzes zu finden.

Jetzt allerdings bin ich ein wenig erstaunt, was der Suchmaschinenriese vorhat. Laut Aussage seines CEO Eric Schmidt will das Unternehmen so viele private Daten seiner Nutzer sammeln, dass es Ihnen irgendwann in ferner Zukunft sagen kann, welchen Job Sie nehmen sollen oder was Sie am nächsten Tag tun sollen. Da passt es natürlich ganz gut, dass Google gleichzeitig der größte Online-Vermarkter ist…

Ganz im Ernst, ich halte es für extrem bedenklich, wenn ein Unternehmen seinen Kunden sagen will, was sie in allen Lebenslagen tun sollen.

Vision in ferner Zukunft
Ich: Ich habe mich mit meiner Frau über den Urlaub gestritten. Soll ich ihr Blumen schicken, um sie wieder aufzumuntern?

Google: 83% der Männer in Deiner Lage waren damit erfolgreich. In 90% der Fälle waren rote Rosen von Fleurop (Werbung) erfolgreich. Willst Du Deiner Frau Blumen in Ihr Büro (Adresse bekannt) schicken? Dann klick auf den Bestellbutton.

Ich: OK. Klick!

Ich bin sicherlich kein Technikfeind. Allerdings bin ich der festen Überzeugung, dass wir als Menschen unsere Entscheidungen selbst treffen müssen. Dabei machen wir Fehler und daraus können wir lernen. Am Ende sind wir gewachsen. Wenn wir das Google oder jemand anderem überlassen würden, dann blieben wir unser Leben lang Kinder. 😯

Was denken Sie darüber?

Via heise

Die Spinne ohne Netz

© andresr - FOTOLIA

Letzte Woche habe ich für das Rhein-Main-Netzwerk die net’s work – eine Networking-Messe – als Aussteller besucht. Wegen meiner sehr scharfen Positionierung gehört es bei mir einfach dazu, in zahlreichen Netzwerken präsent zu sein. Denn von nichts kommt nichts. Die Teilnahme war also meine gute Tat als Mitglied des RMN. 🙂

Von Anfang an habe ich mir die Frage gestellt, für wen diese Messe interessant sein soll.

  • Unternehmer auf der Suche nach dem richtigen Netzwerk?
  • Organisationen, die Netzwerke als Multiplikatoren suchen?
  • Menschen, die sich fürs Netzwerken interessieren?
  • Soziologen, die erforschen wollen, welche Netzwerke es gibt?

Irgendwie macht das keinen großen Sinn. Offensichtlich war ich nicht ganz allein mit dem Gedanken, so dass gähnende Besucherleere herrschte. Allerdings habe ich mit einigen Ausstellern gute Kontakte knüpfen können. Daher werden wir wohl bald Sternstunden für Unternehmer fernab des Rhein-Main-Gebiets sehen können. 🙂

Trotzdem hatte ich viel Zeit, mir so meine Gedanken über’s Netzwerken zu machen. Diese ganzen institutionellen Netzwerke, sei es XING, BNI, Regional- und Wirtschaftsforen, etc. haben die Menschen erst einmal nicht erfolgreicher gemacht. Netzwerke sind in erster Linie informal. Wenn man sich Unternehmerpersönlichkeiten wie Friedrich Flick, Herbert Quandt oder Bill Gates ansieht, lernt man in erster Line viel über extrem große informelle persönliche Netzwerke. Mit diesen konnten sie jeweils das ganz große Rad drehen. Damals gab es kein XING oder LinkedIn, aber Netzwerke gab es.

Wer sich nun denkt, dass sich heute so viel geändert hat, könnte sich irren. Denn auch heute verfügen die erfolgreichen Menschen über weitverzweigte persönliche Netzwerke und die weniger Glücklichen treffen sich bei einem Netzwerkabend. 🙂

Oh! Da schreien Sie auf, die begeisterten Netzwerker! Doch Gemach, meine ungestümen Freunde. Alle institutionellen Netzwerke leisten nur eines. Sie bieten die Möglichkeit, Menschen zu treffen, mehr nicht. Allerdings benötigt ein erfolgreicher Netzwerker nicht unbedingt eine Plattform, sondern das Engagement, Nutzen zu bieten und Menschen zusammen zu bringen. Ein menschlicher Puzzle-Spieler eben.

Dieser Anteil der Menschen hat sich mit den neuen Plattformen nicht wesentlich erhöht. Viele sog. Netzwerker gehen nur aus einem Grund dort hin, sie wollen ihre Leistungen verkaufen.

Fragt man allerdings mal in die Runde, wer von den Anwesenden gekommen ist, etwas zu kaufen, hebt niemand die Hand! Für die „echten“ Netzwerker stellen die glücklosen Verkäufer ein erhöhtes Grundrauschen dar. Sie wollen ihre Visitenkarten loswerden und das war es.

Grundrauschen deshalb, weil ich als Netzwerker viele Frösche küssen muss, bevor ich auf einen „echten“ Netzwerker stoße, der in mein informelles Netzwerk passt.

Das komische daran: Irgendwann sind einem die „Verkäufer“ so oft über den Weg gelaufen, dass man sie richtig gut kennt. 🙂 Und dann passiert das Undenkbare: Einer meiner Kontakte sucht genau das, was der „Verkäufer“ zu bieten hat.

Da zögert man nicht lange und bringt die beiden zusammen. Schön wäre es jetzt, wenn der „Verkäufer“ auch eine Rückmeldung gibt, denn er verdankt mir ja ein gutes Geschäft. Doch wie bei allen Nicht-Netzwerkern warten wir darauf vergeblich. 🙁

Erstaunlich: Der „Verkäufer“ ist dann ganz begeistert, wie gut das Netzwerken doch funktioniert. Dabei ist er kein Teil irgendeines Netzwerkes. Er hat nur die Erfahrung gemacht, dass ich auch außerhalb von Netzwerken einen Auftrag vermittelt bekommen kann. Denn das wahre Netzwerken findet in den privaten, informellen Netzwerken statt. 🙂 Grundrauschen eben. 😎

Das Ziel fest im Blick

© Pero-Design - FOTOLIAWer gute Entscheidungen treffen will, muss Ziele haben, die er umsetzen will. Erst in Beziehung zu den eigenen Zielen bekommen Entscheidungen einen Sinn. Ich habe daher in diesem Blog bereits häufiger darüber geschrieben, wie wichtig es ist, eine unternehmerische Vision zu haben.

Was passiert, wenn wir unsere Ziele aus den Augen verlieren? Das Gleiche, wie mit den guten Vorsätzen für das Neue Jahr, nichts!

Daher führen meine Kunden auch (zumindest während der Coaching-Zeit) ein Erfolgs-Journal. Denn wenn ich etwas Neues in meinem Leben einführe, muss ich es zumindest solange überwachen, bis es in Fleisch und Blut übergegangen ist. Die meisten führen das Buch nach dem Coaching weiter, weil sie den Nutzen praktisch erfahren. Denn jeder von uns trägt einen Coach in sich. In dem Moment, in dem wir uns von der Situation lösen und darüber schreiben, gelingt es uns, für uns selbst ein guter Coach zu sein. Probieren Sie es einfach einmal aus!
Wer es gerne etwas einfacher mag und durch eine elektronische Hilfe unterstützt werden will, dem empfehle ich, Joes goals für seine Zwecke umzufunktionieren. Bei diesem Webdienst geben Sie einfach Ihre Ziele ein und sie können jeden Tag bewerten, wie es für Sie gelaufen ist.

Joes Goals

Über eine Logbuchfunktion können Sie das Ganze kommentieren. Wer dann seine Erfolge in der Zusammenfassung sehen möchte, kann sich eine Fieberkurve über die Woche generieren und sehen, wie gut es gelaufen ist. 🙂 Mit gefällt diese Lösung sehr gut. Allerdings bin ich eben seit längerem wieder ein Fan von Papierlösungen. 🙂
Wichtig: Vergeben Sie bitte nicht nur Smileys sondern nutzen Sie auch die Logbuchfunktion! 😎