Neid
Neid ist die einzige der sieben Todsünden, die keinen Spaß macht. Trotzdem passiert es den besten unter uns, dass wir uns davon hinreißen lassen.
Vielleicht hat es zuerst mit dem Gedanken angefangen, »hat der es gut. Ich würde auch gerne einmal ….«
Vielleicht haben wir uns aber auch um dieselbe Sache bemüht, zum Beispiel eine Beförderung oder einen Auftrag und ein Kollege wurde uns vorgezogen.
Keine Gerechtigkeit
Möglicherweise ist es dabei auch nicht ganz fair zugegangen. Solche Dinge folgen leider keiner Mathematik sondern haben auch etwas mit Sympathie zu tun. Oder nennen wir es Einfluss. Das ist ein Teilbereich unserer Gestaltungsmacht.
Da sind wir schon wieder bei Gestaltungsspielräumen. Fehlen sie, haben wir schlechtere Karten als zum Beispiel ein Wettbewerber, der mehr davon hat.
Wer hat das Problem?
Doch wessen Problem ist das? Etwa der Personen, über die wir uns nun ärgern? Bauen wir denn durch unseren Ärger unsere Gestaltungsspielräume aus? Vielleicht bei unbeteiligten Dritten?
Vermutlich nicht, denn wer mag schon schlechte Verlierer, die ihre Niederlage nicht zu tragen wissen?


Neid ist ein Charakterzug, mit dem keiner von uns gerne in Zusammenhang gebracht wird. Wenn wir einem Freund sagen, dass wir ihn beneiden, dann ist das in Wirklichkeit nicht so gemeint.
Schulze: “Dem Meier fliegt immer alles zu. Dabei verdient der das gar nicht.”