Wozu überhaupt entscheiden?

© Clemens Haselböck - Fotolia.comEs gibt Fragen, mit denen rechnet man nicht. Fragen für die die Antworten eigenlich klar sind. Doch wenn so eine Frage dann doch gestellt wird, merken wir erst, wie intelligent die Frage wirklich ist.

Genau so ging es mir heute. In einem Erstgespräch beklagte sich meine Kundin, dass Sie so viele für sie sinnlose Entscheidungen zu treffen habe. „Was für einen Sinn macht es, Entscheidungen zu treffen?“, fragte Sie mich.

Die Antwort auf diese Frage scheint so auf der Hand zu liegen, dass ich schon aus Respekt lieber keine Antwort geben wollte. Aber dann wurde ich doch stutzig. Zum einen, weil die Kundin tatsächlich gerne eine Antwort darauf haben wollte, zum anderen weil die Antwort dann doch viel spannender ist, als ich zunächst gedacht hätte.

Tja, wie ist es denn nun?

So könnte ich ja antworten, dass ich selbst meinen Entscheidungen Sinn gebe. Mit anderen Worten, es ist eine Frage der Bewertung. Aber wirklich zufrieden stellend ist das nicht.

Natürlich wissen wir, dass an bestimmten Wegpunkten eine Entscheidung notwendig ist und dass wir nur unsere Zeit verschwenden, wenn wir keine Entscheidung treffen.

Allerdings haben Entscheidungssituationen auch ein Verfallsdatum. Wenn wir bis dahin keine Entscheidung getroffen haben, dann wird sie für uns durch die Umwelt (fast hätte ich Schicksal 🙂 geschrieben) getroffen. Mit anderen Worten, wenn wir die Entscheidung nicht treffen, dann wird das jemand anderer für uns tun. 😮

Nicht entscheiden macht keinen Sinn

Manchmal können wir beim Durchzappen im TV sehen, wie das konkret aussieht: Eine ältere Frau konnte sich ihre Wohnung nicht mehr leisten. Anstatt auszuziehen hat Sie die Mietschulden solange in die Höhe wachsen lassen, bis sie „zwangsgeräumt“ wurde und in einem Wohnheim der Heilsarmee untergebracht wurde. Schrecklich! Das Beispiel zeigt uns, wie desaströs es sein kann, sich der Entscheidung zu entziehen.

Die Spannung steigt

Aber zurück zum Thema. Worin liegt der Sinn beim Entscheiden? Meine Kundin schaute mich immer noch erwartungsvoll an. Ein seit Jahren auf gutes Entscheiden spezialisierter Coach muss doch die Antwort auf die Frage direkt aus dem Ärmel schütteln können, oder nicht? Langsam steigt der Stresslevel an. Ich muss eine Antwort geben!

Das schreibe ich mir auf!

Und dann kam sie doch, meine Antwort. Eher intuitiv, denn wirklich durchdacht: „Der Sinn von Entscheidungen liegt darin, heute bereits die Grundlagen für eine Zukunft zu schaffen, in der wir gerne leben und arbeiten möchten. Entscheiden heißt gestalten.“ Nachdem ich das so formuliert hatte, dachte ich mir: „Hey ich bin wirklich gut! Genau, so ist es. Das muss ich mir merken.“ 🙂

Wie sehen Sie das? Was ist für Sie der Sinn, Entscheidungen zu treffen?

Ohne jede Richtung

© Orlando Florin Rosu - Fotolia.com„Ich bin froh, dass ich keine Entscheidung treffen muss und wenn doch, sorge ich dafür, dass es ein anderer für mich tut!“

Es gibt viele Menschen, die sich mit Entscheidungen auf diese Weise schwer tun. Fragen wir sie nach dem Warum, ist es häufig die Angst vor den ungeahnten Auswirkungen einer Fehlentscheidung. Nur was bedeutet es, wenn ich jemand anderen meine Entscheidungen treffen lasse?

Über Freiheit und Verantwortung kann ich dann wahrscheinlich nicht mehr sprechen.

Wie können wir da helfen?

Wenn Sie einer jener Menschen sind, die von einem lieben Freund oder Partner immer wieder die Verantwortung aufgezwungen bekommen und sich nicht wohl damit fühlen, dann gibt es einen relativ einfachen Weg aus dem Problem. Weiterlesen

Machen Sie sich mal frei!

© Anja Roesnick - Fotolia.comFranz Herbst* (Name geändert) hat sich entschieden, seinen Handwerksbetrieb still zu legen. Stattdessen konzentriert er sich vollständig darauf, für seine Kunden die Qualität der Arbeit anderer Handwerker zu überprüfen. Er macht das bereits seit Jahren erfolgreich und ist vor allen Dingen mit Freude dabei. Aber irgendwie kann er sich nicht von seiner Werkstatt trennen. Er zahlt jeden Monat Miete dafür und seine Werkzeuge liegen nutzlos herum. Sie ist der letzte Teil seiner früheren Existenz als Handwerker.

Entscheidungen sind richtungsgetriebenes Handeln. Manchmal treffen wir eine Entscheidung, mit der wir eine neue Richtung einschlagen. Oft verlassen wir damit das Gewohnte und müssen uns neuen Herausforderungen stellen.

Wenn wir allerdings am Alten festhalten, wirkt es wie Ballast und raubt uns Energie. Entscheidungen verlangen Entschiedenheit bei der Umsetzung und das heißt dann Abschied nehmen von all den Dingen, die in dieser neuen Richtung nichts zu suchen haben. Der eine nennt das dann schmerzhaft, der andere versteht es als Freiheit.

Wie sehen Sie das?

Soll Google zerschlagen werden?

© andresr - FOTOLIA

Eine Studie der TU Graz hat die „Bedrohung der Menschheit“ ausgemacht. Es ist Google. Durch seine markbeherrschende Stellung würde das Unternehmen so viele Daten über uns G-Net-Nutzer (G-Net wurde früher als das Internet bezeichnet) sammeln, dass es die sog. Privatsphäre auf den Müllhaufen der Geschichte entsorgen würde. So weit die drastischen Schlüsse aus dem Forschungsbericht der Grazer Wissenschaftler.

Ist das neu?

Tatsächlich gibt es ja  bereits zahlreiche Initiativen, wie z.B. bei Basic Thinking, die sich an dem Machtmißbrauch des Suchgiganten reiben. Die Forscher sehen allerdings die Hauptbedrohung darin, Weiterlesen

Blogparade bei Karrierebibel

Jochen Mai will im Dezember sein neues Buch, die „Karrierebibel“ veröffentlichen. Damit uns die Wartezeit nicht zu lang wird, startet er jetzt eine Blogparade (anderes Wort für Blog-Karneval) zum Thema „Was ist Erfolg für Sie?“ Anders als bei den meisten anderen Blog-Karnevals dürfen  auch Nichtblogger teilnehmen. Sie müssen lediglich einen Kommentar in der Karrierebibel hinterlassen. Als Belohnung dürfen Sie dann an der Verlosung von 5 Mal je einer Karrierebibel teilnehmen. Warum es dazu auch noch jeweils ein Kilo Gourmet-Espresso gibt, bleibt mir allerdings etwas schleierhaft. 🙂

Also, auf zur Karrierebibel und die Tastatur geölt, um gleich loszuwerden, was Erfolg für Sie ist… 😎

Was ist für mich darin?

@ istockphoto.comAm Wochenende habe ich ein altes Interview mit Jay Abraham gehört. Er kann inzwischen als einer der Altmeister im Marketing gelten. Wenn er zu einem Kunden gerufen wird, ist sein Stundenhonorar höher als das Monatseinkommen so manchen Mitarbeiters.  Doch das was er verkauft, ist nicht wirklich besonders. „Kunden lassen sich immer dann bewegen, wenn für sie sofort klar wird, was für sie drin ist.“ Schon Peter Drucker sagte: „Marketing ist Denken aus Kundensicht.“

Wie verdient Abraham $ 3.000 pro Stunde?

In dem Interview hieß es, er nehme $ 3.000 pro Stunde und das war vor über 15 Jahren! Wie schafft er das, war meine Frage. Weiterlesen

Was macht eigentlich Tom Noeding?

Vor mehr als zwei Jahren habe ich einen Menschen kennen gelernt, der für seine Vision als Unternehmer brannte. Eigentlich die besten Voraussetzungen. Leider ging es am Ende schief, was ich persönlich als tragisch empfand. Aber wer auf einer Mission ist, steht irgendwann auch wieder auf. Tom Noeding ist wieder da! Nicht als Unternehmer, so aber doch in seiner Mission als begnadeter Networker und Communitymanager. 😎

Aufmerksam wurde ich darauf durch seinen Blog Communitystammtisch 2.0. In einem Artikel schreibt er, wie er Communitymanager für Deutschland bei Moli – eine Onlinecommunity – geworden ist.

Von meiner Seite, lieber Tom meine Gratulation für die neue Position, ich wünsche Dir viel Glück,  sowie gute Entscheidungen! 🙂

Eine schlaue Entscheidung?

© solaris - Fotolia.com

Das Telefon klingelt. „Ja, Guten Tag, hier …“. „Einen schönen guten Tag Herr Lietz. Ich rufe Sie von der Firma BEEEP an. Wir sind derzeit dabei, unsere Adressdaten zu aktualisieren. Uns fehlt noch Ihre Email-Adresse – könnten Sie mir diese kurz durchgeben?“

Als braver Deutscher bin ich ja versucht, darauf gleich zu antworten: Weiterlesen

Letzter offizieller Tag für den Blog-Karneval

danke-2007_mini.gifLiebe Leser und Mitblogger! Ich bin sehr dankbar für das große Interesse und die Mitmachbereitschaft am Business-Blog-Karneval „Danke 2007“. Das Lesen der Beiträge hat mich und ganz sicher viele andere auch inspiriert. Heute ist der letzte offizielle Tag für den Blog-Karneval und an seinem Ende werde ich alle Beiträge in einem Digest als PDF zum freien Download zur Verfügung stellen. Allerdings zeigt sich bereits jetzt, dass wohl auch noch Beiträge nach dem offiziellen Ende kommen werden. Diese sollen natürlich nicht unter den Tisch fallen, sondern ich werde bei Gegegenheit auf die neuen Danke-Artikel hinweisen und sie dann in das aktuelisierte PDF aufnehmen. 🙂

Gestern ist noch ein Beitrag eingetrudelt, nachdem ich bereites den Tages-Digest verfasst hatte: Der OjE-Blog schreibt über die enorme Wichtigkeit, ein Danke entgegennehmen zu können und  Ich habe noch eine kleine Geschichte über eine persönliche Tragödie erzählt, bei der Dankbarkeit eine große Rolle spielt.

Schreibnix schreibt eben doch etwas, nämlich gleich zwei Beiträge. Der eine geht um die Beiden Beziehungspole „Bitte“ und „Danke“, der andere um die positive Wirkung auf das Unterbewußsein, wenn ich bereits für Dinge dankbar bin, die ich noch gar nicht habe. 🙂

Ein ausgeglichenes Konto

danke-2007_mini.gifAlbert Kreuz (*Name geändert) ist ein Mensch, der ständig für andere da ist. Jeden Tag seines Lebens kümmert er sich um andere. Weil er so ausdauernd darin ist, empfinden all die anderen Menschen, die ihm viel zu verdanken haben das Ganze als so normal, dass sie nicht einmal mehr das obligatorische Danke ohne Intention murmeln.

„Der Albert macht’s ja!“ Eines Tages brennt das Haus der guten Seele bis auf die Grundmauern nieder. „Armer Albert“, sagen alle, „aber es war dumm, das er nicht versichert ist.“ In der Tat! Albert steht ohne einen Pfennig in der Tasche da, denn der Laden, mit dem er seinen Lebensunterhalt verdient hatte ist mit niedergebrannt. Weiterlesen