Reifezeichen

image “Was heißt hier Arbeit? Ich lasse die Entscheidung jetzt einfach eine Zeit lang reifen und wenn die Zeit dann gekommen ist, weiß ich, wofür ich mich entscheide.”

Vor einigen Jahren hätte ich dem Mann zu seiner Coolness gratuliert. Inzwischen verstehe ich zwar im­mer noch, welcher Gedanke da­hin­ter steht, aber ich glaube, dass er permanent unter seinen Mög­lich­kei­ten bleiben wird.

Grundsätzlich ist es nicht falsch, wenn wir eine Entscheidung reifen lassen wollen. Manchmal verändern sich die Verhältnisse in der Zwi­schen­zeit so sehr, dass wir gar nichts mehr unternehmen müssen, weil uns alles in die Hände spielt.

Genauso gut könnten wir allerdings auch einen Zeitvorteil verspielen. Am Ende hängt es meist von unserem Persönlichkeitstyp ab.

Allerdings heißt das nicht, dass wir in der Reifezeit untätig he­rum­sit­zen.

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Übung macht den wahren Meister

image Lernen können wir auf zwei­er­lei Weise. Durch Erfahrung und durch gezielte Ausbildung.

Erfahrung ist  der schwere Weg. Wir stecken dann meistens in einer schwierigen Situation fest und probieren solange herum, bis wir das Hindernis hinter uns haben.

Zum Beispiel suchen wir solange die richtige Kundenansprache, bis wir relativ zuverlässig neue Kunden akquirieren können.

Das kostet Zeit und fordert unsere Frusttoleranz.

Abkürzung zum Erfolg

Ein Vertriebstraining hätte das Gleiche in viel kürzerer Zeit bewirken können. Wenn wir uns gezielt einige neue Fähigkeiten aneignen, überspringen wir die Mühle aus Versuch und Irrtum und kommen schneller voran. So zumindest die Theorie. Denn die Praxis sieht ganz anders aus.

Keine Garantie

Ein Training oder die Lektüre eines Buches garantieren noch lange nicht, dass wir unser neues Wissen auch anwenden.

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Mut zum Original

image Manche Menschen meinen, es brauche nur eine gute Ent­schei­dung, um erfolgreich zu werden. Ich halte das für ei­nen Mythos. Denn Erfolg ist das Ergebnis unserer vielen kleinen Entscheidungen, die wir täg­lich treffen.

Entscheidungen geben un­se­rem Handeln eine Richtung. Kennen wir die Richtung, kann zwar immer noch einiges schief gehen. Aber früher oder später werden wir dort herauskommen, wo wir uns das vorstellen.

Unsere Entscheidung

Doch wo soll das sein? Das entscheiden wir ganz allein.

Wie sehen wir uns in der Zukunft?

Sehen wir eine angepasste, stromlinienförmige Version von uns oder sehen wir ein Original mit Ecken und Kanten?

Widersprüchlich

Die meisten würden Letzteres sagen, aber ihre Entscheidungen er­zäh­len uns etwas anderes. Egal wo sie hingehen, sie passen sich an und schwimmen mit dem Strom.

Das ist nicht negativ. Allerdings dürfen wir uns schon fragen, warum wir nicht das umsetzen, was wir zumindest öffentlich als Ziel aus­ge­ben.

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Unvergleichlich Entscheiden

image Wir kritisieren gerne. Sogar be­son­ders gerne, wenn die Ent­schei­dun­gen anderer in der Ver­gan­gen­heit liegen und wir die Ergebnisse schon kennen. Aber auch so ärgert es uns, wenn Menschen aus un­se­rem Umfeld anders entscheiden, als wir es tun würden.

Alle Menschen sind verschieden. So auch ihre Erfolgsmodelle. Eine Mut­ter Theresa hatte sicher andere Le­bens­vor­stel­lun­gen als Bill Clinton. Al-bert Einstein muss sich auch nicht mit Albert Schweitzer vergleichen lassen und Josef Ackermann nicht mit Larry Ellison. Und Mahamta Gandhi lässt sich auch nicht mit Nelson “Madiba” Mandela in einen Topf werfen.

Andere Erfolge

Ich finde es spannend, dass jeder dieser Menschen herausragende Erfolge erzielt hat, auf gänzlich anderen Gebieten. Ihre Ziele un­ter­schei­den sich teilweise wie Tag und Nacht. Auch deshalb haben und hätten sie in der gleichen Situation jeweils anders entschieden.

Unterschied ist Erfolg

Wir Menschen sind alle verschieden. Und das ist gut so. Denn an­son­sten würde Arbeitsteilung nicht funktionieren und wir wären alle Selbstversorger. So aber sind wir prädestiniert, spezialisierte Funk­ti­o­nen in unser Gesellschaft zu übernehmen.

Sympathie für die Konkurrenz

Allerdings hat Gott Humor. Daher gilt unsere Sympathie nicht den Menschen, die sich von uns unterscheiden, sondern denjenigen, die uns besonders ähnlich sind. Mit anderen Worten, wir mögen unsere unmittelbare Konkurrenz tendenziell lieber als Menschen, die uns wert­vol­le Dienste leisten könnten.

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Meisterwerk oder Mittelmaß

image Unser Leben ist immer das, was wir daraus machen. Eine einfache Wahrheit, aber oft vergessen.

Ein Maler, der vor einer weißen Leinwand steht, könnte einfach mit ein paar Farbspritzern an­fan­gen und diese dann wild ver­schmie­ren. Möglicherweise fir­miert das auch unter “Mo­der­ner Kunst”, aber ein Mei­ster­werk wird daraus nie.

Ein echter Meister hat eine klare Vorstellung davon, was er malen will. Er arbeitet vielleicht mit einem Modell und skizziert sein Motiv mit etwas Kohle, um später mit den selbstgemischten Ölfarben seinem Bild Leben einzuhauchen.

Eine weiße Leinwand

Unser Leben vor uns ist auch wie so eine weiße Leinwand. Die Frage ist nur, ob wir “Moderne Kunst” fabrizieren oder ob wir es zu einem Meisterwerk machen wollen.

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Das Puzzle unseres Lebens

image Die meisten Menschen haben keine klare Vorstellung davon, was sie erreichen wollen und wo sie beispielsweise in zehn Jahren stehen wollen.

Allerdings müssten wir das wissen, wenn wir gute Entscheidungen treffen wollen. Denn mit unseren Entscheidungen geben wir unse­rem Handeln eine Richtung. Dazu sollten wir wissen, wo wir hin wollen.

Also brauchen wir eine eigene Vision

Eine Metapher

In unserem Leben sind wir bereits einer ganzen Menge von Hinweisen begegnet, wie unsere Vision aussehen könnte. Allerdings fehlt uns oft der Blick fürs Ganze. Es ist als betrachteten wir ein Puzzleteil, ohne zu wissen, dass es Teil eines Ganzen ist. Es ist dann nur ein merk­wür­dig geformtes Bild ohne Aussage.

Stellen wir uns vor, wir wüssten, wie das Gesamtbild aussieht. Wir könnten dann einordnen, wohin der kleine Bildausschnitt gehört. Das Puzzle-Teil ergibt plötzlich einen Sinn.

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Leitstern des Erfolgs

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Wenn wir immer wieder die gleichen Dinge auf die gleiche Weise machen, bekommen wir auch immer die gleichen Ergebnisse.

Diesen Spruch hat vermutlich jeder von uns schon in der einen oder anderen Form gesehen. Ursprünglich stammt er aus der Psychiatrie.

Unbewusst wiederholen manche von uns ihr untaugliches Verhalten, in der falschen Hoffnung, dass irgendwann das Schicksal zuschlägt und sich unser Leben (das Ergebnis) ändern möge.

Umstände ändern nichts

Natürlich passiert das nicht. Denn selbst wenn das Schicksal außer der Reihe einen Glücksfall wie einen Lottogewinn produziert, ist das Glück selten von Dauer.

So ein Glücksfall verändert allerdings manche Menschen. Sie werfen dann alte Glaubenssätze und Werte über Bord und bilden nützlichere neue. Sie erkennen, was sie anders machen müssen und verändern so die Ergebnisse des eigenen Handelns.

Der Entscheidercoach würde sagen, “sie treffen andere Ent­schei­dun­gen und geben ihrem Handeln eine andere Richtung.” 🙂

Allerdings verlieren viele der unverhofften Lottogewinner ihr Geld wieder ganz schnell und sind genauso arm wie vorher. Weil sich le­dig­lich die äußeren Umstände verändert haben und nicht der Mensch, der in ihnen lebt.

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Nationale Helden

image Das Spiel der Deutschen Natio­nal­mann­schaft hat uns alle über Wo­chen inspiriert. Im Halbfinale sind wir nun an Spanien ver­dient ge­schei­tert. Schade nur, dass die Mannschaft dabei nicht das zeigen konnte, was wirklich in ihr steckt.

Es gibt Dinge, die haben wir nicht in der Hand. Natürlich hätten wir dem Team gewünscht, dass es an den letzten beiden Leistungen gegen England und Argentinien anknüpft. Andererseits macht es gute Ge­schich­ten aus, dass nicht alles immer glatt geht.

So spannend sind positive Geschichten

Man stelle sich den Kinoknüller Avatar mit einer leicht veränderten Storyline vor:

Der ehemalige Soldat Jack Sully überwindet durch seinen Avatar seine eigene körperliche Lähmung. Einwohner von Pandora behandeln Jack wie einen der ihren. Bei seinen regelmäßigen Besuchen lernt er die Häuptlingstochter Neytiri kennen und lieben.

Als sich herausstellt, dass der Abbau des Rohstoffs Unobtanium die Umwelt und Natur von Pandora nachhaltig schädigt, beschließen die Menschen den Rohstoff lieber woanders zu fördern. Jack trifft die folgenschwere Entscheidung, auf dem Planeten zu bleiben und Neytiri zu heiraten.

Gähn! Den muss ich unbedingt in 3D sehen! 😕

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Der Mut zur Lücke

image Als Coach muss man die 150%-tigen Menschen einfach lieben. Sie wollen alles perfekt machen und sind sich dabei auch für nichts zu schade.

Allerdings kommen wir irgend­wann an den Punkt, wo dieser Vorteil sich in einen Nachteil verwandelt. Zum Beispiel bei der Entwicklung einer Vision.

Vielfalt

Die Welt ist so vielfältig, dass wir nicht für alle Aspekte unseres Lebens unsere Vision auf dem Reißbrett entwickeln können. Es wird Bereiche geben, an die wir zunächst nicht gedacht haben.

Das Leben als Qualitätskontrolle

Irgendwann holt uns das ein und wir merken, dass unsere Vision in einem Bereich noch nicht entwickelt ist. Zum Beispiel hat ein Mitarbeiter das Vertrauen des Unternehmers Harald Fritzen* missbraucht und die Pläne für ein neues Produkt an einen Konkurrenten verkauft, bevor Patente angemeldet werden konnten.

“Mein Leben kommt mir gerade vor, wie in einem dieser billigen Thriller. Gleichzeitig merke ich, dass ich für dieses Szenario kein Zukunftsbild habe. Stattdessen möchte ich, dass es nie passiert wäre”. So der erfolgreiche Unternehmer.

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Visionen faszinieren und bewegen uns

image Visionen sind der Treibstoff mit dem sich unsere Welt fortent-wickelt. Ohne Vision würden wir vielleicht alle noch in Dörfern leben und unser Obst und Gemüse selbst anbauen.

Stattdessen leben wir größten­teils in Städten mit einer kaum fassba­ren Infrastruktur.

Eine Sache noch

Wie die Vision eines Einzelnen unsere Gesellschaft verändert, haben wir bereits alle erlebt. Als 2007 Steve Jobs an die Mikrophone trat und eines seiner legendären “one more thing” vom Stapel ließ, hätte keiner das IPhone erwartet. Ein Telefon, das mit nur einer einzigen (Hard­ware-)Taste auskommt. Jobs wollte damals das Telefon neu erfinden.

Inzwischen (Mitte 2010) gibt es mehr als 100 Millionen Geräte, auf denen das iOS, das Betriebssystem des iPhones läuft.

Alles verändert sich

Vor dem iPhone taten sich die T-Mobile und Konsorten schwer, Da­tentarife an den Mann oder die Frau zu bringen. Heute ist es eine der Standardfragen, die jeder Kunde beantworten will und muss.

Die Verkäufe von MP3-Playern gehen dramatisch zurück, weil wir unsere Musik inzwischen über unser Telefon in der gleichen Qualität hören können.

Gleichzeitig feiern SocialWeb Anbieter wie Facebook und Twitter einen Rekord nach dem anderen. Denn viele nutzen die Dienste jetzt von unterwegs.

Pioniere und Zögerer setzen sich in Bewegung

Ich sehe immer mehr Vorstände und Unternehmer jenseits der 60 mit einem iPhone heraumlaufen. Vor wenigen Jahren noch war der Blackberry mit seiner Spezialisierung auf E-Mail das Fashion-Statement der Stunde dieser Zielgruppe

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