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Rückschläge tun (vielleicht) nicht weh

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Wie gehen gestaltende Entscheider mit Rückschlägen um?

Ein überaus interessanter Auftrag löst sich von einem Moment auf den anderen in Rauch auf! Wem ist das noch nicht passiert? Allerdings gehen die Menschen sehr unterschiedlich mit dem Ereignis um.

Die Zeichenseher

„Das ist ein Zeichen! Ich sollte mich auf andere Bereiche meines Geschäfts konzentrieren,“ sagen die einen. „Überhaupt die Möglichkeit gehabt zu haben, ist eine Zeichen, ich sollte damit weitermachen,“ sagen die anderen. Sie sehen an diesen unterschiedlichen Sichtweisen bereits das Grundproblem.

Ob es ein Zeichen ist und wie Sie es interpretieren, bleibt Ihnen selbst überlassen. Dabei will ich noch nicht einmal die Frage beantworten, woher dieses Zeichen stammt. Man muss dazu nicht unbedingt ins Metaphysische gehen. Wir brauchen eine Rückmeldung vom Markt, um daraus Rückschlüsse für unser Handeln zu ziehen. Wenn Sie diese Rückmeldungen „ein Zeichen“ nennen, dann muss das kein Fehler sein. Ihre Interpretation dagegen bestimmt, ob Sie langfristig erfolgreich sind oder nicht. Weiterlesen

Reiner Luxus

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Mal sehen! Sie haben Ihren Rechner angeschaltet, Ihre Emails gelesen. Jetzt sind Sie bereit, ein paar Nachrichten zu lesen. Da stolpern Sie über den neuesten Beitrag auf diesem Blog. Neugierde erfasst Sie und schon sind Sie hier und lesen diesen Text.

Vielleicht haben Sie aber auch gegoogelt und sind über dieses Ergebnis gleich auf der ersten Seite (natürlich) 🙂 gestolpert. Und schwupp, Sie lesen diesen Text.

Was haben Sie getan?

Sie haben Entscheidungen getroffen und danach gehandelt, ein ganz normaler Vorgang.

Die Konsequenz

Die Folge: Sie sind hier angekommen. So ist das mit allen Ihren Entscheidungen. Sie führen Sie an einen Punkt in Ihrem Leben. Was ich immer wieder sehr spannend finde: Viele Menschen sind sich gar nicht darüber bewußt und so handeln Sie ohne Ziel.

Ich weiß, ich sage immer, Entscheidungen sind richtungsgetriebenes Handeln. Aber hier entscheiden Menschen ja ohne Ziel. Sind das dann keine Entscheidungen?

Doch! Nur den Entscheidern ist ihr jeweiliges Ziel nicht so ganz bewußt. Manche wissen es so ungefähr, aber ungefähr ist genauso gut wie keine Ahnung haben. 😮 Heute sagt mir ein (ähem) Lebenskünstler 😯 , Ziele sind was für Streber. Der wahre Luxus ist es, keine Ziele zu haben und das Leben einfach laufen zu lassen.

Also: Wo werden Sie demnächst ankommen? Wissen Sie das schon, oder lassen Sie sich überraschen? 😎

Vision vs. Entschuldigung: Seien Sie ein Macher!

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Mein verehrter Blogger Kollege Roland Kopp-Wichmann schreibt in seinem Blog über sieben Gründe, warum Menschen nicht entscheiden.

So sehr ich mich freue, dass dieses Thema auch in anderen Blogs aufgegriffen wird, bleibt bei mir doch ein schaler Geschmack zurück. Denn Herr Kopp-Wichmann ist ja auch ein Leser meines Blogs und ich wünschte mir, ich könnte mit meiner Arbeit das Fehlbild korrigieren, dass die Bedeutung von Enscheidungen sein soll, vor einer Anzahl von Wahlmöglichkeiten zu stehen, ohne jede Vorgeschichte. 😮

Entscheidungen sind richtungsgetriebenes Handeln und wo die Richtung nicht da ist, macht alles Handeln keinen Sinn. Wer jetzt also ohne Richtung vor einer Anzahl von Wahlmöglichkeiten steht, hat besser einen Würfel zur Hand. 😉

Denn die Gründe, die Kopp-Wichmann anführt sind zwar nachvollziehbar, wenn auch mitunter recht philosophisch, aber sie spielen meiner Erfahrung nach keine Rolle, wenn ein Mensch eine klare Vision davon hat, wo er z.B. in zehn Jahren privat und beruflich stehen wird, was ihn stolz machen wird, woran er seine Freude haben wird, usw.

Heute schon eine Entschuldigung gehabt?

Im schlimmsten Fall dienen Gründe als Entschuldigungen.

Jede diese Entschuldigungen ist nachvollziehbar und wir können dann mitfühlend mit dem Kopf nicken. Nur bringt uns das kein Stück weiter. Denn egal wie gut jemandes Gründe/Entschuldigungen sein mögen, sie haben noch niemals Resultate erzielt.

Obwohl wir in einer Gesellschaft leben, die als hochindvidualisiert gilt, werden ihre Menschen in der Regel nicht ermutigt, eine eigene Vision von der Zukunft zu schaffen.

Die Konsequenz

Die Folge sind Antriebslosigkeit, Unzufriedenheit, Frustration und Unentschiedenheit.  Wem dann langsam das Alter bewußt wird, der erträgt die Konsequenzen seiner nach Laune getroffenen Entscheidungen nicht mehr und wirft erst einmal alles über den Haufen. Genialerweise wird das Negative, das wir vermeiden wollen zum Zielbild  und unser Entscheider findet sich wenig später wieder in der ähnlichen Situation wieder, wie vor seiner Midlife-Crisis. 🙂 Nach dem Motto: Vor der Krise das falsche Leben und nach der Krise auch das falsche Leben, aber man weiß, was man daran hat. 😐

„Es gibt keine schwachen Menschen, es gibt nur schwache Ziele“
(Tony Robbins)

Die glücklichen Macher mit Vision

Anders diejenigen, die an der Umsetzung Ihrer eigenen Vision arbeiten. Auch sie erleben ständig Herausforderungen und Rückschläge. Der Unterschied ist nur, sie handeln nicht nach Laune. Sie halten auf Dauer ihren Kurs und schöpfen Sinn und Erfüllung daraus. Es macht sie also bereits glücklich, ihren Weg zu gehen.

Ich habe so einen Menschen noch niemals eine Entschuldigung von sich geben hören, warum sie sich nicht entscheiden könnten. Denn Entscheidungen sind für Sie nur die allfälligen Kurskorrekturen auf ihrer langen Reise. Die Entscheidungs-Alternativen sind die Wege zum Ziel. Wenn wir dann einmal falsch abgebogen sind, wird uns die nächste Entscheidung wieder auf Zielkurs bringen.

Also, haben Sie schon eine Vision, wo Sie in zehn Jahren sein werden?

Unaufhaltsam

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Die letzten Tage haben mich dazu inspiriert, mir noch mehr Gedanken zum Thema „persönliche Mission“ zu machen. unserem persönlichen Auftrag auf der Basis unserer einzigartigen Fähigkeiten und Talente. Wer erfolgreich sein will, sollte sich auf seine Stärken besinnen.

Ich habe ein paar meiner früheren Beiträge hier im Blog für Sie herausgesucht:

Der Alleskönner: Der große Fluch

Die Vielzahl der Möglichkeiten

Das große Glück

In unfreiwillig geheimer Mission

Auf der Suche nach dem entscheidenden Sinn

Was hat das alles mit dem Thema Entscheidungen zu tun? Entscheidungen sind richtungsgetriebenes Handeln. Wer seine Mission kennt, kann auch seine Vision entwickeln. Gleichzeitig haben wir, solange wir im Rahmen unserer Mission handeln größere Gestaltungsspielräume, also bessere Handlungsoptionen.

Kennen Sie den Spruch: „Der Mann ist nicht aufzuhalten, der ist auf seiner persönlichen Mission!“

Genau! 🙂

Die Finanzkrise: Ein Bananenproblem

Copyright IstockphotoIn den Tagen der weltweiten Finanzkrise sind alle ein wenig vorsichtig mit ihrem Geld geworden. Wenn wir uns heute die Ursache für all das ansehen, dann schütteln alle nur den Kopf. Wie konnte es nur so weit kommen? Interessanterweise habe ich schon seit Jahren in diversen Börsenbriefen darüber gelesen, dass sich nach der Internetblase in den USA eine Immobilienblase bilden würde, denn die amerikanische Notenbank verfolge eine ungesunde Politik des billigen Geldes.

Trotzdem haben die Entscheider in den Banken rund um den Globus – man denke nur an die IKB Bank – nicht wiederstehen können und sich an dem großen Spiel beteiligt. Warum? Weil die individuellen Bonusregeln genau dieser Entscheider das Risiko belohnen und Sicherheitsbedenken bestrafen. Weiterlesen

Tod eines Machtmenschen

Copyright Istockphoto…Der Politiker betritt das Gebäude. Die Komplizen der Verschwörer verwickeln seinen Freund Marc draußen in ein Gespräch, damit er ihrem Plan nicht in die Quere kommen kann. Derweil bestürmt die Gruppe in der Halle den arglosen Mann mit ihrem Gnadengesuch.

Der fühlt sich bedrängt und wehrt ab. Die Sitzung hat doch noch gar nicht begonnen! Aber das Ganze ist nur ein Ablenkungsmanöver. Die Verschwörer trennen ihn so von den übrigen Senatoren. Sie reißen ihm die Kleidung vom Oberkörper. Das war das Zeichen, loszuschlagen. Der 56-Jährige ist zwar ein kampferprobter Mann, aber gegen die Übermacht der mit Leidenschaft und Messern bewaffneten Männer hatte der bis auf sein Schreibwerkzeug Unbewaffnete keine Chance. Hoffnungslosigkeit befällt ihn in seinen letzten Momenten. Von über 40 Stichen getroffen sinkt er ungläubig in sich zusammen. Weiterlesen

Nicht gut genug?

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„Sie haben in jeder Entscheidungssituation unendlich viele Alternativen!“

Anrufer: „Das ist nicht Ihr Ernst, oder?“

Ich: „Warum nicht?“

Anrufer: „Also Angenommen, Sie sind ein verurteilter Mörder in der Todeszelle und Sie haben die Wahl zwischen der Giftspritze und dem elektrischen Stuhl. Wo haben Sie da noch mehr Alternativen?“

Ich: „Ich könnte auf dem Kopf stehen und lachen, ich könnte einen Zellenmarathon aufstellen und 42 Kilometer im Kreis rennen…“

Anrufer: „Aber das ist völlig sinnlos und sicher keine Entscheidung, die Ihnen als verurteilter Mörder weiterhelfen würde!“ Weiterlesen

Johanna von Darmstadt

Eigentlich wollte ich diese Woche nicht mehr über das politische Schauspiel hier in Hessen schreiben. Aber die Realität holt uns meist schneller ein als gedacht. Denn die Entscheidung von Dagmar Metzger ist durchaus einer Analyse wert. Die hessische Landtagsabgeordnete aus Darmstadt wird Andrea Y. aus Gewissensgründen bei einer Ministerpräsidentenwahl am 5.4.2008 die Stimme versagen.

Der Spiegel hat die Person Metzger näher beleuchtet und kommt zu dem Ergebnis, dass es vor allen Dingen ihre Beharrlichkeit ist, die sie auszeichnet.

Für den Entscheidercoach ist das natürlich ein bisschen wenig. Gehen wir daher eine Ebene tiefer. Mit ihrer Entscheidung hat sie ganz sicher nicht nur zahlreichen Genossen in Hessen vor den Kopf geschlagen, sondern auch dem Bundesvorsitzenden der Partei gegen die Bettpfanne getreten. 😯 Beschönigend könnte man meinen, dass Sie sich damit wohl keine Freunde gemacht hat.

Die Art und Weise, wie Sie damit heute in der Öffentlichkeit umgegangen ist, begründete Sie damit, nicht einen weiteren „Fall Heide Simonis“ schaffen zu wollen. Ihrer sei „eindeutig der schwerere Weg“. 

Ohne Zweifel gibt es in der SPD-Fraktion noch weitere Abgeordnete, die sich mit Ypsilantis Entscheidung unwohl gefühlt haben, allen voran Jürgen Walter. Der nun durfte nicht zum Königsmörder werden, weil er selbst Aspirant auf den Thron war und vielleicht auch wieder ist. 😎

Da trifft es sich gut, dass eine so integere Persönlichkeit, wie Dagmar Metzger auch einmal den schwierigen Weg gehen kann, oder? 😮

Hat Sie sich damit in der SPD isoliert oder für größere Aufgaben empfohlen? Bei den Wählern wird Frau Metzger vermutlich nicht wegen des Inhalts Ihrer Entscheidung, aber wegen ihrer Unabhängigkeit hochgejubelt werden.  Hessen hat ab jetzt seine eigene „Johanna von Darmstadt“.

Sollte es zu Neuwahlen kommen, wird Sie wohl die einzige Abgeordnete sein, die nicht vom Wähler bestraft wird. Manchmal ist es eben von Vorteil, Entscheidungen nach den eigenen Werten treffen zu können.

Agenda 2009

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Der Sturm im Wasserglas tobt und viele Wähler fühlen sich getäuscht. Die Spitzenkandidatin der SPD in Hessen, Andrea Ypsilanti will jetzt doch mit Hilfe der Linkspartei in die Regierungsverantwortung kommen.

Was zusammen gehört… 

In wenigen Jahren wird sich vermutlich niemand mehr darüber aufregen. Weiterlesen

Entscheidungsdilemma 1.0

Rätsel FragezeichenManchmal stehen wir vor einer Entscheidung und es ist klar, was wir tun müssen. Aber uns fehlt der Mut, das Alte aufzugeben, um das Neue anzugehen.

 Ein Traum

Franz Maler* (Name geändert) ist mit seiner Arbeit als Marketingleiter in einem mittelständischen Unternehmen nicht zufrieden. Er ist Mitte vierzig und kann seine kreativen Ideen nicht so umsetzen, wie er das möchte.

Sein Traum war es schon immer, eine eigene Agentur aufzubauen. Den „Entschluss“ dazu hat er bereits vor fünf Jahren gefasst. Aber nach wie vor geht er jeden Morgen um 9:00 Uhr zur Arbeit und geht um 17:00 Uhr (!) wieder nach Hause. Dabei fühlt er sich unbeschreiblich leer.

Was hält ihn ab?

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