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Rückenwind: Keine Laune des Wetters!

image Wenn wir mit der Umsetzung unserer Entscheidungen ein leichtes Spiel haben wollen, dann brauchen wir meistens die Unterstützung unserer Um­ge­bung und von Personen, die über den richtigen Einfluss ver­fü­gen.

Es ist kein großes Geheimnis, dass wir uns diese Un­ter­stüt­zung am besten sichern, bevor wir durch unsere Ent­schei­dun­gen Tatsachen ge­schaf­fen ha­ben. Denn sonst winselt der Entscheider vor verschlossenen Türen, wie ein hungriger Hund vor der Küchentür.

Gemeinsame Interessen

Aber auch die Gespräche vor einer Entscheidung muss ich mit Fingerspitzengefühl führen. Zunächst geht es nur um die Zielsetzung der Entscheidung. Dafür lassen sich meist zahlreiche gemeinsame Interessen finden. Wenn ein Unternehmen seit Jahren immer um die schwarze Null herumkrebst, dann wird wahrscheinlich auch der hartgesottenste Betriebsratschef für mehr Rendite votieren. Das ist also recht einfach. 🙂

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Zur Selbstfindung verurteilt – der Generalist

Taschenmesser mit Werkzeugen Eltern freuen sich, wenn ihre Kinder für alles gleichermaßen begabt sind. Sie lernen ein Musikinstrument, sind gute Sportler, Sprachen stellen kein Problem dar und auch in den mathematischen Fächern erzie­len sie gute Noten. Sie inte­res­sie­ren sich für alles.

Was für ein tolles Leben haben diese Sprösslinge doch vor sich!

Generalisten haben es nicht leicht

Aus heutiger Erfahrung: Kein einfaches. Denn Generalisten haben es schwer, sich für einen Weg zu entscheiden. Es gibt kein he­raus­ragen­des Talent, an dem sie sich orientieren könnten. Wer alles gut kann, ist nirgendwo wirklich Spitze.

Sie machen ihre Arbeit zwar überall gut und werden dafür anerkannt, aber natürlich wird es immer Talentiertere geben, die über sie hi­naus­ra­gen.

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Reifezeichen

image “Was heißt hier Arbeit? Ich lasse die Entscheidung jetzt einfach eine Zeit lang reifen und wenn die Zeit dann gekommen ist, weiß ich, wofür ich mich entscheide.”

Vor einigen Jahren hätte ich dem Mann zu seiner Coolness gratuliert. Inzwischen verstehe ich zwar im­mer noch, welcher Gedanke da­hin­ter steht, aber ich glaube, dass er permanent unter seinen Mög­lich­kei­ten bleiben wird.

Grundsätzlich ist es nicht falsch, wenn wir eine Entscheidung reifen lassen wollen. Manchmal verändern sich die Verhältnisse in der Zwi­schen­zeit so sehr, dass wir gar nichts mehr unternehmen müssen, weil uns alles in die Hände spielt.

Genauso gut könnten wir allerdings auch einen Zeitvorteil verspielen. Am Ende hängt es meist von unserem Persönlichkeitstyp ab.

Allerdings heißt das nicht, dass wir in der Reifezeit untätig he­rum­sit­zen.

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Reife Leistung

image „Ich glaube, die Zeit ist noch nicht reif für eine Ent­schei­dung“. So Karla Bernhard* (Name geändert), Managerin in einem mittelständischen Phar­maun­ter­neh­men.

Ich: „Was müsste denn passie­ren, damit die Zeit reif ist für Ihre Entscheidung?“

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Geld oder Ziele?

imageEntscheidungen sind leicht, so­lan­ge die Konsequenzen nur positiv sind. Zwar kann ich im­mer noch die besseren Chancen übersehen, aber vermutlich wer­de ich das nie erfahren.

Wenn ein seit Jahren ar­beits­lo­ser Maurer die Chance erhält, in seinem angestammten Beruf zu arbeiten, wird er sich das womöglich nicht lange über­le­gen müssen.

Schwieriger wird es, wenn wir für unsere Entscheidung etwas aufgeben müssen. Angenommen wir haben eine Arbeit, die uns ausfüllt und ein Personalberater ruft aus heiterem Himmel an und hat einen Sprung auf der Karriereleiter im Handgepäck.

Ohne echte Information

Da fällt die Entscheidung schon schwerer. Denn wir müssen abwägen, ob der neue Job uns unserer beruflichen Vision schneller näher bringt als die Geduldskarriere im derzeitigen Beritt.

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Unvergleichlich Entscheiden

image Wir kritisieren gerne. Sogar be­son­ders gerne, wenn die Ent­schei­dun­gen anderer in der Ver­gan­gen­heit liegen und wir die Ergebnisse schon kennen. Aber auch so ärgert es uns, wenn Menschen aus un­se­rem Umfeld anders entscheiden, als wir es tun würden.

Alle Menschen sind verschieden. So auch ihre Erfolgsmodelle. Eine Mut­ter Theresa hatte sicher andere Le­bens­vor­stel­lun­gen als Bill Clinton. Al-bert Einstein muss sich auch nicht mit Albert Schweitzer vergleichen lassen und Josef Ackermann nicht mit Larry Ellison. Und Mahamta Gandhi lässt sich auch nicht mit Nelson “Madiba” Mandela in einen Topf werfen.

Andere Erfolge

Ich finde es spannend, dass jeder dieser Menschen herausragende Erfolge erzielt hat, auf gänzlich anderen Gebieten. Ihre Ziele un­ter­schei­den sich teilweise wie Tag und Nacht. Auch deshalb haben und hätten sie in der gleichen Situation jeweils anders entschieden.

Unterschied ist Erfolg

Wir Menschen sind alle verschieden. Und das ist gut so. Denn an­son­sten würde Arbeitsteilung nicht funktionieren und wir wären alle Selbstversorger. So aber sind wir prädestiniert, spezialisierte Funk­ti­o­nen in unser Gesellschaft zu übernehmen.

Sympathie für die Konkurrenz

Allerdings hat Gott Humor. Daher gilt unsere Sympathie nicht den Menschen, die sich von uns unterscheiden, sondern denjenigen, die uns besonders ähnlich sind. Mit anderen Worten, wir mögen unsere unmittelbare Konkurrenz tendenziell lieber als Menschen, die uns wert­vol­le Dienste leisten könnten.

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Warum wir Fehlentscheidungen treu bleiben

image Unsere jetzige Situation ist die Summe aller unserer Ent­schei­dun­gen der Vergangenheit. Das ist nicht weiter überraschend. Spannend dagegen wird es, wenn wir wissen, dass viele Menschen einen für sie falschen oder fatalen Weg wissentlich wei­ter gehen, also bewusst Fehlentscheidungen in Kauf nehmen.

Das kann der Unternehmenslenker sein, der die Hände nicht von ei­nem erfolglosen Produkt lassen kann, in das er bereits Millionen von Euro versenkt hat und das kann Hänschen Müller sein, der weiter sei­nem Beruf treu bleibt, der ihn krank und schließlich arbeitslos ge­macht hat.

In den Abgrund

Mit unseren Entscheidungen geben wir unserem Handeln eine Rich­tung. Nicht selten gehen wir in die falsche Richtung, weil wir uns über den Platz, den wir eines Tages in unserem Leben einnehmen wollen niemals Gedanken gemacht haben. Irgendwann wissen wir nur, dass der gerade beschrittene Weg nicht der richtige für uns ist.

So weit so gut. Dann müssten wir doch einfach die Richtung ändern, oder? Das allerdings ist für viele von uns zu einfach.

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Meisterwerk oder Mittelmaß

image Unser Leben ist immer das, was wir daraus machen. Eine einfache Wahrheit, aber oft vergessen.

Ein Maler, der vor einer weißen Leinwand steht, könnte einfach mit ein paar Farbspritzern an­fan­gen und diese dann wild ver­schmie­ren. Möglicherweise fir­miert das auch unter “Mo­der­ner Kunst”, aber ein Mei­ster­werk wird daraus nie.

Ein echter Meister hat eine klare Vorstellung davon, was er malen will. Er arbeitet vielleicht mit einem Modell und skizziert sein Motiv mit etwas Kohle, um später mit den selbstgemischten Ölfarben seinem Bild Leben einzuhauchen.

Eine weiße Leinwand

Unser Leben vor uns ist auch wie so eine weiße Leinwand. Die Frage ist nur, ob wir “Moderne Kunst” fabrizieren oder ob wir es zu einem Meisterwerk machen wollen.

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Zuverlässigkeit ist unbezahlbar

image “Tut mir Leid. Aber ich werde doch nicht bei Ihnen kaufen. So sehr ich mich auf unsere Zusammenarbeit gefreut habe, so sehr weiß ich auch, dass es unsinnig wäre, weiter fort zu fahren.”

“Aber das können Sie doch nicht machen. Wir haben doch schon so viel investiert.”

“Bisher gibt es keinen gültigen Vertrag. Wenn Sie da etwas investiert haben, ist das Ihr Problem.”

Wahnsinn ohne Methode

Mit unseren Entscheidungen können wir andere in den Wahnsinn treiben. Insbesondere dann, wenn wir wir uns häufig um ent­schei­den.

Der falsche Weg

Auf Verständnis hoffen können wir allerdings, wenn sich der einge­schla­gene Weg als nicht zielführend herausstellt.

Denn wir sind oft auf den Rat von Fachleuten angewiesen. Haben wir vorher gut kommuniziert, was wir erreichen wollen, sollten sie uns dabei unterstützen, die richtige Wahl zu treffen.

Müssen wir unsere Entscheidung kurze Zeit später neu treffen, dann wurden wir voraussichtlich nicht gut beraten.

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Die Zukunft gestalten – 16 Faktoren

image “Ich habe einen großen Auftrag für Sie. Sind Sie dabei?”

“Nein. Ich würde gerne. Aber ich habe kein Geld mehr. Das Geschäft wird mir gerade unter dem Hintern weggepfändet.”

“Lässt sich da gar nichts machen?”

“Leider habe ich da keinen Gestaltungsspielraum mehr.”

Wenn wir keine Wahl mehr haben, sind wir auch keine Entscheider mehr. Wir sind dann nur noch Akteur auf einem vorgezeichnetem Weg.

Die alten Germanen glaubten daran, dass die Nornen in Nürnberg ih­ren Schicksalsfaden spinnen und das Schicksal daher unausweichlich sei.

Heute sitzt dort die Bundesagentur für Arbeit und bestimmt das Schicksal Millionen Arbeitsloser. Es scheint also etwas dran zu sein mit den Schicksalsgöttinnen.

Der Raum in dem gespielt wird

Aber zurück zum Thema. Was öffnet uns denn Gestaltungsspielräu­me? Geld mag uns als erstes in den Sinn kommen. Da jeder Geld haben will, können wir es einsetzen, um neue Handlungsoptionen zu bekommen.

Gestaltungspielräume haben bedeutet schlichtweg, dass wir an­de­ren etwas zu bieten haben. Sie öffnen uns andere Wege, die wir an­sonsten nicht begehen könnten. Am einfachsten ist das nun einmal mit Geld. Aber auch ein gut gepflegter Kontakt wird sich hin und wieder revanchieren wollen oder will uns für die Zukunft auf seiner Seite wissen.

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