Freitagsmotivation

Noch als Ergänzung zu diesem Video: Forscher haben herausgefun­den, dass Kinder, die aufgrund ihres Talents gelobt werden, generell Angst vor Herausforderungen und Fehlern haben. Denn das würde ihren Status als Talent gefährden.

Trotz ihrer Begabung versuchen sie daher meistens dünne Bretter zu bohren.

Kinder dagegen, die für ihren Arbeitseinsatz und ihre Entwicklung ge­lobt werden nehmen jede neue Herausforderung an, weil sie daran wachsen werden und noch mehr gelobt werden.

Fehler sind wichtig. Wer zumindest einmal richtig versagt hat, muss nicht mehr unerbittlich mit dem Versagen anderer umgehen. Denn die Angst davor ist weg.

via Susanne Asser

So verkauft sich Coaching wie von selbst

image Alle Dienstleister haben ein Problem. Ihre Leistung ist nicht greifbar. Rein rechtlich stellen wir nur unsere Zeit zur Verfügung und stehen nicht für das Ergebnis ein.

Das ist auf der einen Seite natürlich sehr angenehm, sollte es tatsäch­lich einmal schief gehen. Auf der anderen Seite bereitet das unseren Kunden Probleme. Sie müssen uns glauben, dass sie aus unserer Zusammen­arbeit einen Nutzen ziehen.

Produkte verkaufen

Topverkäufer sagen daher immer, wir sollten keine Dienstleistungen sondern Produkte anbieten. Das klingt gut, führt aber in der Coa­ching­bran­che zu Kopfzerbrechen.

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Die Geschichte vom Sinn im Leben

image Das erste Mal habe ich die Geschichte im Kindergarten ge­hört. Vermutlich auch später in der Schule. Wahrscheinlich geht es Ihnen wie mir. Das Größte an der Geschichte ist hängen geblieben, aber nicht ihre Bot­schaft.

Von welcher Geschichte rede ich?

Von Jonas und dem Wal. Der Titel ist schon falsch. Denn der Wal spielt eine untergeordnete Rolle. Wir erinnern uns vielleicht, dass es einen Jonas gab und dass er von einem Wal verschluckt wurde und irgendwann wieder frei kam.

Doch warum wurde er von dem Wal verschluckt? Warum kam er wieder frei? Was hat Jonas danach gemacht?

Mehr als ein Schulterzucken ernte ich auf diese Fragen heute nicht. Denn die Geschichte steht in der Bibel und es gibt schließlich heute Wichtigeres.

Die echte Botschaft

Was wäre, wenn ich Ihnen erzählte, dass es in dieser Geschichte um den Sinn im Leben geht, dass wir ohne ihn nicht mehr weiter kommen. Dass wir in einem unbeweglichen Sturm festsitzen, der von Minute zu Minute schlimmer wird.

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Manager: Arm und Willenlos?

hemdtaschenmanager

Entscheidungen geben unserem Handeln eine Richtung. Daher braucht ein Entscheider eine Vision. Das weiß doch jedes Kind! 🙂 Wie sieht das aber bei einem Ma­nager aus, der in einem großen Unterneh­men Karriere macht?

Welche Freiheiten hat ein Manager?

Sein Einfluss auf die Mission (was ist mein Auftrag) und die Vision seines Arbeitgebers ist gering. Wenn ihm die Vision des Unternehmes nicht passt, ist er also zur Sinnlosigkeit verdammt. Denn jede Entscheidung, die er richtigerweise an der Unternehmens-Vision orientiert, könnte ihm gegen den Strich gehen.

Ich bedaure das sagen zu müssen, aber die wenigsten Unternehmen verfügen über eine Vision, die dem Entscheider eine Richtung geben würde. Hier zum Beispiel die Vision von Siemens und hier die Vision von der Siemens Tochterfirma PTD.

Bei einer Vision geht es ja nicht darum, ein Streberdokument zu verfassen, sondern sie soll den Menschen mitnehmen, ihn sowohl vom Verstand als auch emotional begeistern. Dazu muss jeder Mitarbeiter in der Lage sein, die Vision auch in eigenen Worten wiederzugeben. Im Falle der Siemens AG sind die Worte zu schwach und zu wenig konkret im Falle der Firmen-Tochter würde ich eher einen Knoten in der Zunge bekommen, als die mit der Mission vermixte Vision wieder geben zu können. 😮 Weiterlesen

Gier und Verlustangst sind schlechte Ratgeber

image Wenn wir von Internet-Betrü­gereien hören oder mancher Abzocke am Telefon, schütteln wir gerne mit dem Kopf. Denn deren Tricks kommen uns durch­sichtig vor.

Als gute Entscheider fallen wir darauf niemals herein.

Beim Zusammenbruch der Finanzblase in 2008 wurden wir alle eines Besseren belehrt. Die Märchen unserer Kindheit gibt es nicht, aber wir wollen offensichtlich immer noch daran glauben.

Intelligente Entscheider sind leichte Opfer

Der Fall Madoff hat uns eindrucksvoll gezeigt, dass selbst intelligen­te Entscheider auf wilde Renditeversprechen hereinfallen.

Ein befreundeter Investmentbanker drückte es einmal so aus. »Sobald Gier im Spiel ist, verlieren Kompetenz und Intelligenz ihren Wert.«

Menschen, die sonst das richtige Gespür für gute Geschäfte haben und es gewohnt sind, ihre Entscheidungen selbst zu treffen, sind be­son­ders gefährdet. Denn sie lassen sich selten von einer einmal getroffenen Entscheidung abbringen.

Traumrenditen und das Versprechen des leichten Geldes machen of­fensichtlich die Birne weich. 😮

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Ein Entscheidungsdilemma

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„Ich weiß, was das Richtige ist, aber ich kann es nicht tun!“

Ein Unternehmer (nennen wir ihn Hans Bremer*) ist in einer schwierigen Entscheidungssituation. Er hat die operative Führung seines Unternehmens vor einigen Jahren in die Hände eines externen Geschäftsführers (Frank Hauf*)gelegt. Nicht ganz zufällig ist Hauf auch Bremers bester Freund und hat diesem in der Jugendzeit häufig aus der Klemme geholfen.

Leider ist Geschäftsführer Hauf nicht das Idealbild des guten Freundes. So weiß unser Unternehmer seit Jahren, dass sein „guter Freund“ sich immer wieder Geld abgezweigt hat und alkoholabhängig ist.

Jährliches High Noon

Seit vier Jahren wiederholt sich jedes Quartal das gleiche Spiel: es kommt zum kleinen Showdown und Bremer konfrontiert Hauf mit dessen Fehlern. Hauf ist dann sehr zerknirscht und gelobt ewige Besserung. Nur es passiert leider nichts. Therapien und Entziehungskuren bricht der Geschäftsführer immer wieder schnell ab, weil er sich angeblich Sorgen um das Unternehmen macht.

Rolltreppe abwärts

Dem Unternehmen geht es derweil immer schlechter. Einst eine wahre Perle, habe viele gute Führungskräfte der mittleren Ebene das Weite gesucht, nicht ohne Unternehmer Bremer klar zu sagen, dass Hauf einfach nur unfähig sei. Die Kunden des Unternehmens sind natürlich auch nicht blind und merken, dass Bremers Unternehmen nicht mehr seinem einstigen Ruf gerecht werden kann und nutzen das in Preisverhandlungen oder suchen sich einen anderen Anbieter.
Bremer ist in dieser Situation wie gelähmt. Auf der einen Seite weiß er seit Jahren, dass er Hauf auf die Strasse setzen müsste, auf der anderen Seite bringt er es nicht fertig, genau das zu tun.

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Ausgleich für Entscheider

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Die wichtigste Person beim Entscheiden ist der Entscheider. Daher bringt uns Methodenwissen nicht unbedingt weiter.

Was nützt es uns, eine oder mehrere Methoden aus dem FF zu beherr­schen, wenn uns unser emotionaler Zustand in die Quere kommt?

Bestes Beispiel ist die Midlife-Crisis. Ich bin Anfang 40 und einige meiner Freunde sticht der Hafer. Sie suchen neue Erlebnisse und tref­fen manche hormongesteuerte Entscheidung. Eigentlich suchen sie nach dem Sinn in ihrem Leben. Aber das steht auf einem anderen Blatt.

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Mensch! Ärgere Dich nicht!

image Als Entscheider bekommen wir oft die Kritik unserer Umge­bung zu spüren. Dabei ist das unsinnig. Denn wir haben eige­ne Ziele, eigene Werte und ei­gene Erfahrungen. Da ist es ganz natürlich, dass unsere Entscheidungen anders ausfal­len, als manch einer das gerne sehen würde.

Sind wir allerdings nicht der Entscheider, sieht das ganz an­ders aus.

Umgedrehter Spieß

»Wie kann der Chef nur so einen Murks machen? Der behandelt seine Mitarbeiter wie Vieh! Seine Entscheidungen kosten das Unternehmen viel Geld und wer muss es ausbaden? Wie kann man nur so dumm sein?«

Natürlich sind wir gerne an Entscheidungen beteiligt und wir wün­schen uns, dass der Andere zumindest ansatzweise unsere Werte und Ziele teilt. Doch das ist nicht immer möglich.

Opposition macht uns zum Opfer

Im Gegenteil treibt unsere stille und nicht so stille Opposition den Entscheider von uns fort. Ein Kommentar wie, »ich weiß, dass Ihnen das nicht gefallen wird, aber …«, ist für uns ein Armutszeugnis. Denn was ist das Signal dahinter? Wir sind niemand, von dem man sich Rat holt, sondern jemand, dessen Betroffenheit eingeschätzt wurde.

Wir sind dann Opfer. Nicht mehr und nicht weniger.

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Zwanglose Entscheidungen

image Fortsetzung zum gestrigen Bei­trag. Im zweiten und letzten Teil beschäftigen wir uns heute damit, wie wir falsche/negative Konditio­nie­rungen verändern.

Viele unserer täglichen Ent­schei­dungen stammen aus der Konserve. Wir treffen sie nicht bewusst, sondern sie sind kon­di­tioniert. Viele davon erleichtern uns das Leben ungemein.

Bedenken wir nur, wie wir uns als Autofahrer durch den morgend­lichen Berufsverkehr kämpfen. Dabei entstehen ständig unüber­sicht­li­che Situationen. Trotzdem verschwenden wir kaum einen Gedanken daran.

Allerdings gibt es auch einige Konditionierungen, die uns daran hin­dern, unsere Ziele zu erreichen. So lassen wir uns zum Beispiel stän­dig neue Ablenkungen einfallen, um keine Kaltakquise machen zu müs­sen.

Konditionierungen brechen

Jede Konditionierung folgt einem ganz einfachen Muster: WENN X passiert, dann mache Y.

Gestern haben wir gelesen, der erste Schritt zu Veränderung liegt im Bewusstsein, was eine Konditionierung jeweils auslöst. Denn oft wis­sen wir gar nicht, dass wir konditioniert sind.

Also angenommen, wir wissen, was unsere Konditionierung auslöst. Wir wollen in Zukunft nicht mehr nervös sein, bevor wir in die Kaltak­quise einsteigen. Im Gegenteil, wir wollen voller Energie und Vorfreude sein und es gar nicht abwarten können, zum Telefonhörer zu greifen.

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Gute Gründe liefern keine Resultate

image Laut Hirnforschung treffen wir pro Tag rund 20.000 Entscheidungen. Der Mensch ist also eine wahre Ent­schei­dungs­ma­schi­ne. Unser Bewusstsein wäre von so vielen Entscheidungen überfordert. Daher neh­men wir die meisten davon nicht be­wusst war.

Unbewusste Entscheidungen sind in der Re­gel konditioniert. Davon haben wir schon gehört. Meistens wenn es um ne­ga­ti­ve Verhaltensweisen geht, wie et­was nicht tun zu können oder plötzliche, un­er­klär­li­che Reizbarkeit. Sehen wir, wie ne­ga­tiv Konditionierungen wirken können, fragen wir uns vielleicht, wa­rum die Natur uns damit belastet.

Was soll der Sinn davon sein?

Gutes und schlechtes Verhalten

Konditionierungen sind nichts anderes als in der Vergangenheit von uns festgelegte Wenn-Dann-Programmierungen. Also, wenn kein Auto kommt, können wir die Straße überqueren. Wenn es uns schlecht geht, dann essen wir eine Tafel Schokolade. Dann geht es uns wieder gut.

Autofahrer danken es uns, wenn wir nicht direkt in ihren Fahrweg lau­fen. Was aber als Kind aufgrund der ganzen Bewegung kein Problem ist, führt uns als Erwachsene im Computerzeitalter zu ungeahnten Konfektionsmaßen. Die Schokokonditionierung könnte also negativ sein.

Jeder Mensch hat Tausende solcher bereits getroffener Ent­schei­dun­gen abgespeichert. Die Mehrzahl davon ist hilfreich. Manche davon lassen uns allerdings an uns selbst zweifeln.

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