Harter Sparkurs – wenn die Zukunft verspielt ist
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Ich lese gerade Rüdiger Jungbluths Biographie “Die Oetkers”. Die Gründungsgeschichte des Firmenimperiums um Pudding, Backpulver, Fertig-nahrung, Reedereien, Banken, Versicherungen und Touristikunternehmen lässt tief blicken.
Dr. August Oetker war bestimmt kein genialer Erfinder, aber er verstand es schon früh, durch intelligentes Marketing eine äußerst langlebige Marke aufzubauen. Er glaubte an langfristige Ziele und an Pläne und Tagebücher, um sie umzusetzen. Denn auch er wusste, wie leicht die Tagesroutine uns ablenkt. Und er war sparsam.
Früher Schicksalsschlag
Leider gehörte sein Sohn Rudolf zu den Gefallenen des ersten Weltkrieges. Sein Vater starb vor Gram darüber kaum ein Jahr später.
Doch dieser Schicksalsschlag ermöglicht den Oetkers heute, eine relativ weiße Weste bezüglich der Nazidiktatur zu haben.



Große Persönlichkeiten haben oft ihren eigenen Arbeitsstil und ihre eigenen Methoden. Leider erfahren wir davon meist wenig. Wenn dann eine solche Persönlichkeit seine Autobiographie verfasst, können wir darin oft richtige Perlen entdecken.
Als Unternehmer hoffen wir immer, dass unsere Mitarbeiter in unserem Sinne handeln. Dabei wissen wir, dass es Mitmacher, Mitdenker und Querdenker gibt. Mitmacher tun zwar, was wir ihnen sagen, aber sie überlegen sich selten eigene Wege, um unsere Ziele umzusetzen.