Der Preis der Entscheidung

Letztens beim Networking. Eine etwas über fünfzigjährige Frau überlegt sich, ob sie den Job wechseln soll. Mich fragt sie, was wohl die richtige Entscheidung wäre.

Wenn auf der Visitenkarte „Entscheidercoach“ steht, kommt man in diese Situationen. Natürlich ist die Frage nicht von mir zu beantworten, sondern von der Dame selbst. Denn ich bin (leider) kein Orakel, dass jedem daher gelaufenen griechischen Helden eine kryptische Antwort gibt und auch keinen netten Damen mittleren Alters. 😮 Weiterlesen

Erfolg durch Information oder manipuliert ohne Ende?

Benjamin Disraeli sagte einmal: „Der Erfolgreichste im Leben ist der, der am besten informiert wird“.

Gut, dass es eine freie, unabhängige Presse gibt. So haben wir alle die Chance, uns ein Bild von der Wirklichkeit zu verschaffen.

Man denke nur, wie die Menschen in China die Amtseinsetzung von Barack Obama erlebt haben: Nur mit Ton- und Bildausfall. Denn die Zensoren waren „not amused“, wie sich der neue Präsident eingeführt hat.

China ist überall

Allerdings sollten sich Entscheider in der westlichen Welt  nicht unbedingt darauf verlassen, dass die Informationen, die sie der Presse entnehmen immer ein wahres Bild zeichnen.

Weiterlesen

Ein neuer Präsident – ein echter Leader

image Ob es Geschichte ist, weiß man immer erst hinterher. Doch die Zuschauer der Amtseinsetzungs-Feierlichkeiten von Präsident Barack Obama können mit großer Sicherheit davon ausgehen, dass sie Zeuge eines geschichtlichen Ereignisses wurden. Hier in Deutschland wird man insbesondere als nativer Deutscher dem Thema Diskriminierung nicht so viel Aufmerksamkeit schenken. Doch für die Amerikaner wurde ein Durchbruch erzielt.

Besonders interessant finde ich, dass Obama die Diskriminierungskarte nie so gespielt hat, wie beispielsweise ein Jesse Jackson. So ist es ihm tatsächlich gelungen, die Menschen „farbenblind“ zu machen. Für seine Wähler zählte vermutlich, was er tun wird und nicht zu welcher Minderheit er gehört. Darin ist er auch seinen ganzen Wahlkampf über authentisch geblieben. Selbst über Parteigrenzen hinweg integriert er und schüttet die Gräben von Jahrzehnten zu.

Weiterlesen

So nutzen Sie die Krise richtig!

Gute Nachrichten sind Mangelware. Geht es Ihnen in letzter Zeit auch so?

Seit Monaten schreien unsere Hauptmedien es immer wieder heraus: Es geht uns schlecht und es soll uns auch zukünftig nicht gut gehen.

Gestern beispielsweise kündigte das heute journal (ZDF) die Konjunkturprognose der EU für 2009 mit den Worten an „… wir sollen die Wirtschaftskrise nicht schlechter reden als sie ist, so lauten die Appelle, aber wir müssen die Zahlen der Wissenschaft so berichten …“.

Die meisten „News“ sind keine Nachrichten

Gute Nachrichten, wie etwa die Heldentat eines amerikanischen Piloten verschwinden schnell wieder aus dem Blickfeld. Wir dagegen werden geradezu bombardiert mit schlechten „Nachrichten“. Dabei sind es doch gar keine. Denn ist es wirklich etwas Neues, wenn die EU eine schlechte Prognose für das laufende Jahr abgibt?

Manche Entscheider mögen es ja nicht zugeben, aber ein Großteil unserer Entscheidungen wird durch unser Unterbewusstsein gesteuert. Die Bilder, die wir „sehen“, das was wir „hören“ ist die Realität, auch wenn wir uns intellektuell davon distanzieren mögen.

Negatives Mentaltraining

Die Elite des Sports macht sich diesen Umstand zu nutze. Beim Mentaltraining werden dem Unterbewusstsein Bilder zugeführt, die es nur in der Vorstellung des Sportlers gibt, doch bei Weltmeisterschaften oder bei Olympia werden sie dann Realität.

Die immer wieder gleichen „Nachrichten“ aus den Medien sorgen für ein negatives Mental-Training. Manch einer fühlt sich daher latent depressiv. Selbst beruflich und unternehmerisch erfolgreiche Menschen können sich dem nicht mehr entziehen, wie ich vermehrt aus den Gesprächen der letzten Zeit mitnehme.

Was können wir dagegen tun?

Weiterlesen

Der Alltagsentscheider: E-Mail und andere Kommunikation

E-Mails sind die Massenvernichtungswaffen von Zeit im Büro. Sie sind Segen und Fluch zugleich. Denn ein erheblicher Teil unserer Arbeitszeit gehört inzwischen diesem Medium. Die Möglichkeit, fast in Echtzeit zu kommunizieren, viele Kollegen per CC miteinzubeziehen und die Tatsache, dass eine geschriebene E-Mail im Mittel 3 weitere E-Mails auslöst (Antwort, Bestätigung, Gegenbestätigung) prädestiniert diesen Kommunikationskanal zum Missbrauch.

Verschwendung leicht gemacht

Ich erinnere ich mich an ein Projekt vor vielen Jahren, in dem ich mich über einen Mitarbeiter einer amerikanischen Firma ärgerte und ihm eine leicht verschärfte E-Mail ohne jedes CC schickte. in seiner deftigen Antwort setzte er meinen damaligen Chef und seinen direkten Vorgesetzten mit ins Bild. Meine Antwort folgte prompt mit dem gleichen Verteiler. Am Ende – Sie ahnen es bereits – erhielt nicht nur der Deutschland-Chef der Amerikaner Mails von uns, sondern auch der Vorstand der Mutterfirma meiner Geschäftseinheit. Kaum vorstellbar, welche Macht der einzelne Mitarbeiter bekommen hat, Kosten zu produzieren. 😮 Weiterlesen

So nutzen Sie Kritik richtig

So richtig gerne höre ich Kritik nicht. Lieber wäre es mir, wenn jeder mich und meine Handlungen gut finden würde. 🙂 Ich wachse allerdings auch gerne und mit Lob allein wachsen wir zu langsam.

Die beste Zeit für Kritik

Der Zeitpunkt der Kritik spielt für mich eine wesentliche Rolle. Wenn ich einmal daneben gegriffen habe und weiß das, dann ist mir Kritik offen gesagt nicht sehr willkommen.

Anders dagegen ist es, wenn die Kritik mich vor einem Fehler bewahrt. Manchmal sind wir so richtig in Fahrt und glauben alles richtig zu machen, dabei haben wir uns längst verrannt und wir sind gar nicht Gottes Segen an die Menschheit. 😉

Weiterlesen

Information in eigener Sache

Sparen ohne Opfer

SparenohneOpfer_Buchtitel Mit Alltagsentscheidungen gewinnen – Die Antwort auf die Wirtschaftskrise

Am 1. Februar 2009 erscheint das Kurzbuch „Sparen ohne Opfer. Mit Alltagsentscheidungen gewinnen“. Es richtet sich an Selbständige, Unternehmer und Manager sowie deren Mitarbeiter in Büros. Mit seiner Hilfe will der Entscheidercoach Kai-Jürgen Lietz die Verschwendung angesichts der kommenden Wirtschaftskrise bekämpfen. Das Buch beschäftigt sich auch mit den oft unterschätzten Alltagsentscheidungen.

Weiterlesen

Buchrezension: Glücklich als Trainer – So bleiben Sie kraftvoll selbstständig

Der Titel hat mich neugierig gemacht. Denn warum sollte man als Trainer anders glücklich sein, als z.B. der Steuerberater um die Ecke? Ein erster Blick ins Inhaltsverzeichnis zeigt wieso. Denn ein Trainer hat ganz andere Erfolgsgrundlagen. Und wenn der berufliche Erfolg fehlt, braucht es schon einen sehr starken Charakter, um nicht den Kopf hängen zu lassen.

Nadine Hamburger hat es geschafft, sich in einem einzelnen Buch allen Aspekten zu widmen, die in einer Trainerkarriere wichtig sind und auch einmal wichtig werden könnten.

Weiterlesen

Der Alltagsentscheider

Jeden Tag treffen wir im Durchschnitt 20.000 Entscheidungen. Denn jeder Handlung geht eine Entscheidung voraus. Die meisten davon völlig unbewusst. Bei dem einen kommt eine erfolgreiche Karriere als Unternehmer heraus, wie bei Bill Gates. Ein anderer wird vielleicht Staatsoberhaupt und ein anderer wiederum schläft unter der Brücke.

Alltagsentscheidungen kommen uns selbst so wichtig vor, wie ein Tropfen Wasser der vom Himmel fällt. Gleichzeitig wissen wir, dass der stete Tropfen sich durch blanken Stein sprengt. In vielerlei Hinsicht glauben wir, dass es die großen Weichenstellungen sind, die wir mit einzelnen großen Entscheidungen stellen, die den Erfolg eines Lebens ausmachen. Allerdings treffen viele Menschen solche großen Entscheidungen und haben kühne Träume. Sie springen als Tiger ab und landen dann aber leider als Bettvorleger in der Realität. Weiterlesen

Geheim – Ich weiß, was Du nicht weißt!

Bernard Madoff, der das größte und langlebigste Schneeball-Finanzsystem aller Zeiten lange unbehelligt betrieb, wurde von seinen eigenen Söhnen verraten und ans Messer geliefert.

Das Mitleid der Öffentlichkeit hält sich in Grenzen. „Offensichtlich hat Madoff seine Söhne zur Anständigkeit erzogen“.

Das Motiv für den Verrat

Ich weiß nicht, ob es der Anstand ist, der die Madoff-Söhne dazu trieb oder der Wunsch, den eigenen Vater zu bestrafen. Nicht für seine Finanzgeschäfte, aber dafür, dass er diese (angeblich) so lange vor ihnen geheim hielt. Denn dem Vernehmen nach, weihte er sie erst in das Familiengeheimnis ein, als es sich ohnehin nicht mehr unter Verschluss halten ließ.

Vielleicht war der Ärger so groß, dass sie all die Jahre zu den Vorgeführten gehörten, obwohl sie Dank ihrer Mitarbeit in der Firma Teil dieser Machenschaften waren. Denn für die Außenwelt wird klar: Wer sich solange täuschen ließ, wollte es entweder nicht sehen oder ist schlichtweg unfähig.

Vielleicht ärgerten sie sich aber auch, dass sie nicht für den Fall der Fälle vorsorgen konnten. Jedenfalls hat das Geheimnis die Familien-Bande zertrennt.

Kleine Geheimnisse – große Wirkung

Weiterlesen