Fehlentscheidungen sind nützlich

image Martin Seeger schaut mit Grauen auf die vergangen Monate. “Alles nur Fehlentscheidungen”, fasst er sein Unglück zusammen. Sein Leben ist heute ein Chaos, seine finanziellen Aussichten grimmig und wenn es ganz schlecht läuft, könnte sich die Strafverfolgung für ihn interessieren.

Selbstmitleid

Warum habe ich das alles nur gemacht? Seeger ist verzweifelt. Doch diese Frage ist müßig. Sie ist Teil seines Selbstmitleids. Doch genau das kann er jetzt nicht gebrauchen.

Eine lange Gerade

Natürlich möchte jeder Fehlentscheidungen vermeiden. Denn wir alle wollen ja von Anfang bis Ende unseres Lebens erfolgreich sein. Doch das ist blödsinn. Denn aus unseren Fehlern können wir lernen.

Ich sage daher auch gerne: “Fehlentscheidungen sind nützlich”. Denn hin und wieder fehlt es uns an Erfahrung, um zu wissen, was wir wollen und was nicht.

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Ehrlich erfolgreich

image Sind wir in unserer Rolle als Entscheider herausragend, gut oder eher mittelmäßig bis schlecht? Diese Frage treibt kaum jemanden um.

Denn die schlechteren Entscheider machen ihre Umwelt für ihr Abschneiden verantwortlich und herausragende Entscheider sind meistens zu beschäftigt dafür.

Trotzdem könnte es einen schwachen Moment geben, in dem diese Frage aufkommt. Wie gehen wir dann vor?

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Nichts ist neutral

image “Das Social Media Netzwerk Facebook hat im Monat Januar in Deutschland von 6 Millionen Nutzern auf 7 Millionen Nutzer zugelegt. Das entspricht einem Zuwachs von 15 Prozent.”

Treffen wir Entscheidungen, brauchen Informationen. Auf ihrer Grundlage erkennen wir, welche Alternative uns am besten ins Konzept passt.

Auch wenn uns gerne verkauft wird, dass Informationen neutral wären. Sie sind es nicht.

Ein Social-Media Marketer wird diese Meldung über Facebook anders wahrnehmen als ein Mittelständler, der sich gerade von der Krise erholt.

Ersterer wird von neuen Geschäftsmöglichkeiten sprechen. Denn Facebook ist für die meisten Firmen in Deutschland ein Buch mit sieben Siegeln.

Der Mittelständler wird vielleicht mit den Schultern zucken und sich wünschen, er könnte auch einmal ein Wachstum von 15 Prozent innerhalb eines Monats hinlegen.

Kontext

Informationen gewinnen ihre Bedeutung durch den Kontext in dem wir stehen. Daher sind sie niemals neutral. Auch wenn die Presse uns das jeden Tag so zu verkaufen sucht. Oft sind es gerade die Informationsverbreiter, die den Kontext dazu liefern.

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Auf lange Sicht Harmonie

image Über lange Zeit waren japanische Unternehmen und ihre Produktions- und Managementmethoden das Maß aller Dinge. In den letzten Jahren hat sich das relativiert. Wir können trotzdem von ihnen lernen, wie wir Konflikte für unsere Entscheidungen vermeiden.

Zur Zeit stehen japanische Unternehmen wegen des Toyota Debakels nicht hoch im Kurs. Aber die Entscheidungskultur des Lands der aufgehenden Sonne ist interessant für uns.

Konsens

Wenn in japanischen Unternehmen eine größere Entscheidung zu treffen ist, schenken seine Chefs den Mitarbeitern ein besonders offenes Ohr. Jeder der etwas dazu sagen will, wird auch gehört. Am Ende entscheidet der Chef sich dann für eine Lösung, die den Konsens am besten abbildet.

Hundert Jahre

Möglicherweise ist das kurzfristig nicht die beste Alternative. Doch japanische Unternehmen denken viel langfristiger als ihre westlichen Konkurrenten. Teilweise gibt es dort Hundert-Jahre-Masterpläne. Das ist uns fremd. Welcher westliche Unternehmer denkt schon über seinen eigenen Tod hinaus?

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Der Anfang von allem

image Entscheidungen treffen ist eine Grundfertigkeit aller Menschen. Jeder kann es, jeder tut es und manche sind mit den Ergebnissen zufrieden. 🙂

Da wir so natürlich entscheiden, machen wir uns bei Schwierigkeiten und Widerständen kaum Gedanken über deren Ursachen.

Wenn es klemmt

Ich kann mich nicht zwischen den verschiedenen Jobangeboten entscheiden? Na ja, das ist ja auch schwer.

Meine Handlungsoptionen sind alle nicht das gelbe vom Ei? Na ja, das Leben ist schließlich kein Ponyhof.

Meine Mitarbeiter sabotieren mein Reorganisationsprojekt? Na ja, das war ja auch nicht anders zu erwarten.

Gründe liefern keine Resultate

Bei diesen Begründungen handelt es sich um Geschichten, mit denen wir dem eigentlichen Problem ausweichen. Tony Robbins hat einmal sinngemäß gesagt: Deine Gründe mögen gut und berechtigt sein, aber sie liefern keine Resultate.

Resultate bekommen wir nur, wenn wir die Dinge richtig anpacken und uns nicht mit elaborierten Entschuldigungen aufhalten.

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Entscheidungen im Schlaf treffen

image Bevor wir uns beschweren, sollen wir zunächst eine Nacht darüber schlafen. So eine alte Preußische Offiziersregel. Sie scheint sinnvoll zu sein. Denn als ich vor vielen Jahren meinen Wehrdienst ableistete, galt diese Regel immer noch.

Der Wissenschaftstheoretiker Karl Popper sagt dazu: “Wenn wir ein Verhalten langfristig beobachten können, muss es rational sein.” (rationale Rekonstruktion).

Erst einmal abkühlen

Die grundsätzliche Idee dahinter: Wenn wir uns gerade ärgern, können wir keinen guten Entscheidungen treffen. Vielleicht verstehen wir am nächsten Tag die Handlungsweise des anderen besser, über den wir uns beschweren wollten.

Auch der Volksmund empfiehlt Bei Entscheidungen, erst einmal eine Nacht darüber zu schlafen. Wenn uns Emotionen wie Ärger, Wut oder Angst überfluten dürfte das unseren Entscheidungen nicht förderlich sein. Da ist es sicher empfehlenswert, zunächst einmal Abstand zu schaffen.

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Gefährliche Brandung der Konsequenzen

image Als Entscheider sind wir der Kapitän des Schiffs unseres Schicksals. Haben wir nicht weit vorausgedacht, steuern wir vielleicht ein gefährliches Riff an. Ragen dann die mordgierigen Felszähne vor uns aus dem Wasser während von hinten die Brandung schiebt. Wird es schnell hektisch.

Ausguck: Riffe voraus, kommen mit 15 Knoten schnell näher!

Kapitän: Mist! Ich Armleuchter! Ich habe den falschen Kurs gesetzt. Steuermann, drehen Sie mal wild am Steuer!

Steuermann: Was soll das denn für ein Kurs sein?

Kapitän: Na gut! Dann eben hart Backbord! Volle Fahrt zurück!

Ausguck: Wir sind jetzt im Riff!

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Ausguck: Wir sind durch die Riffe durch! Wir haben ernsthafte Schäden! An eine Weiterfahrt ist nicht zu denken.

Kapitän: Ich wusste doch, dass es geht! Ich habe nie daran gezweifelt. Setzt das Schiff auf Grund. Wir bleiben erst einmal hier! Das war ja mein Ziel!

Steuermann: Wirklich? Hier? Was gibt’s hier denn?

Kapitän: Nichts! Aber wenn es so schwer war, hier her zu kommen, dann ist das ein Erfolg. Und ich wüsste nicht, wo wir sonst sein sollten. Also ist es hier so gut wie sonst wo.

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Wunschlos unglücklich

ZEN – Das Höchste Wenn es eine Sache gibt, durch die die meisten Menschen die Qualität ihres Lebens grundlegend ändern können, dann ist es eine klare Vorstellung, welche Zukunft sie eines Tages haben wollen.

Viele glauben zwar, dass Sie genau das haben. Überprüfen wir das, stellt sich heraus, dass wir es “ungefähr” wissen. Wir wissen, dass wir mehr Geld, mehr Freizeit, mehr Liebe, mehr Erfolg, mehr Anerkennung usw. wollen. Wir sagen damit eigentlich nichts anderes, als dass wir die Qualität unseres bisherigen Lebens verbessern wollen.

Das hat nichts mit einer klaren Vorstellung von der Zukunft zu tun.

Kein Kompass

Auf dieser Grundlage können wir keine Entscheidungen treffen. Uns fehlt damit ein wesentliches Merkmal erfolgreicher Menschen: Der innere Kompass.

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Die Macht eines schlechten Zustands

image Die wichtigste Person beim Entscheiden ist der Entscheider. Das scheinen viele Menschen zu vergessen. Denn sie treffen einen Großteil wichtiger Entscheidungen, während sie nicht sie selbst sind.

Mit unseren Entscheidungen gestalten wir unsere Zukunft. Doch welche Zukunft haben wir im Sinn, wenn wir zornig eine Entscheidung treffen?

Genau! Wir wollen den Verursacher unseres Zorns bestrafen und mit einem letzten Rest von Vernunft vielleicht verhindern, dass so etwas jemals wieder passiert.

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Das macht den erfolgreichen Entscheider aus

iStock_000000311449Medium Die letzten Tage standen im Entscheiderblog ganz im Bann von Vision, Rollenbild, Mission und Umsetzung von Veränderungen.

Ich weiß, dass viele Menschen einfachere Wege suchen, bessere Entscheidungen zu treffen. Sie möchten nicht ihr Leben ändern, sondern einfach eine knackige Methode an die Hand bekommen, mit der sie die beste Entscheidung ausrechnen können. Oder sie möchten gerne ohne viel Klimbim ihre Intuition befragen und so die richtige Entscheidung treffen.

Das ist verständlich, allerdings auch sinnfrei.

Geben Sie Ihrem Handeln eine Richtung

Wir können natürlich durchs Leben schreiten, ohne zu wissen, wo wir herauskommen wollen. Hin und wieder müssen wir dann eine Entscheidung treffen und jedes Mal haben wir die bange Frage im Hinterkopf: War das jetzt die richtige Entscheidung?

Aber egal ob wir das wollen oder nicht, mit unseren Entscheidungen geben wir unserem Handeln eine Richtung.

Machen Sie mehr aus Ihren Entscheidungen

Wer sich einmal für eine Richtung entschieden hat und diese einhält ist im Vorteil. Denn er weiß, dass er eines Tages sein Zielbild umgesetzt haben wird. Die Zeit arbeitet für ihn.

Die einzelne Entscheidung verliert dann auch ihre Bedeutung. Denn es kommt darauf an, dass wir alle unsere bewussten und unbewussten Entscheidungen an diesem Zielbild orientieren.

Selbst wenn wir dann ein oder zwei Mal von unserem Weg abweichen, korrigieren wir mit den nächsten Entscheidungen unseren Kurs.

Ohne Richtung wird die Zeit zum Feind

Anders dagegen, wenn wir keinen blassen Schimmer davon haben, wo wir in einigen Jahren stehen wollen. Wir jagen dann den unterschiedlichsten Chancen hinterher und jedes Mal arbeitet die Zeit gegen uns, weil es ein kleines Zeitfenster gibt, das sich bald schließen wird.

Am Beispiel Schaeffler und leider auch am Ende bei Porsche können wir sehen, wie Chancenjäger enden können.

Gut aber falsch vorbereitet

Bei Jobinterviews wird gerne die Frage gestellt, wo sich der Bewerber in fünf Jahren sehen würde. Das ist bekannt, daher ist jeder auf diese Frage vorbereitet. Allerdings macht sich so gut wie keiner tatsächlich Gedanken darüber, wo er denn stehen will.

Stattdessen wird die Frage strategisch beantwortet, um die Einstellungschancen zu erhöhen. Schade könnte man meinen. Weil hier eine Chance vertan wird, Klarheit für die eigenen Entscheidungen zu schaffen.

Aber vielleicht sollte man diese Frage auch nicht zu ehrlich beantworten. So hat mein Vater seinem potentiellen Chef einmal im Jobinterview gesagt: “Ich sehe mich dann auf ihrem Stuhl sitzen”. Überflüssig zu sagen, dass mein Vater den Job nicht bekam. 🙂

Schritt für Schritt zum Erfolg

Wenn Sie etwas für Ihre eigene Klarheit tun möchten, empfehle ich Ihnen folgende Beiträge in diesem Blog zu lesen:

Visionsbildung

Ihre persönliche Überholspur

Rollenbild

Auf Erfolgskurs gehen

Mission

Das Warum ist entscheidend

Umsetzung

Schenken Sie sich selbst eine Veränderung

Schaffen Sie zwischen den Jahren Klarheit

Weihnachten und in der Zeit zwischen den Jahren, machen wir uns oft Gedanken, wie das vergangene Jahr war und wie das nächste Jahr werden wird.

Vielleicht nutzen Sie ja die Zeit, um sich über Ihre Richtung klar zu werden? Meine Entscheider-Bibel enthält einen Workshop, der Sie unfehlbar dorthin führt.