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Ziele: Denn sie wissen genau, was sie tun!

 

Ziel Briefmarke

Vor kurzem hatte ich eine interessante Diskussion zum Thema Ziele. Ein Kollegin von mir im Consulting Netz Bad Homburg war der Meinung, dass wir uns keine zu großen Ziele setzen sollten und diese dann auf kleine Einheiten herunter brechen, um bei der Umsetzung ein Erfolgsgefühl zu haben. Der Vertreter einer Projektentwicklungsgesellschaft stimmte ihr zu und meinte mit einer gewissen Ironie, dass manche ihre Ziele so hoch hängen, dass sie bequem unten durch gehen könnten. 😯 Weiterlesen

Politiker: Entscheider oder Träumer?

Die gegenwärtige Diskussion über die Vorwahlen der Demokraten ist schon recht heiß gelaufen und persönlich will ich kein weiteres Öl ins Feuer gießen.

Als Entscheidercoach mache ich mir aber doch so meine Gedanken. Bei Wahlkämpfen stellt man sich ja immer die Frage, ob die Ziele, die ein Politiker von sich gibt, tatsächlich seine eigenen sind, oder ob sie nur formuliert werden, weil es beim Wahlvolk gut ankommt. Weiterlesen

Schnell mal umgesetzt

Fotolia_98425_S © Anette Linnea Rasmussen - Fotolia.com „ich kann’s oder ich kann’s nicht…“ Entscheidungen sind richtungsgetriebenes Handeln. Wenn die Richtung schon einmal stimmt, da kann doch gar nicht mehr viel schief gehen oder?

Um es mit Radio Eriwan zu sagen, es kommt darauf an. Egal, ob wir unsere Entscheidungen selbst umsetzen oder wir sie delegieren, der Macher muss es letztlich umsetzen können oder wir hätten uns das Ganze sparen können.

Ein redlicher Versuch?

Das allerdings ist nicht selbstverständlich, was sich bereits im privaten Umfeld zeigen kann.

Ein junger Mann hat gerade einen schmutzigen Scheidungskrieg mit der ehemals Angebeteten zuende gebracht. Die Unterhaltszahlungen stehen fest und auch das Sorgerecht für den gemeinsamen Sohn.

Gerade das letztere Produkt der nun verschmähten Gemeinsamkeit lässt die Erkenntnis reifen, es gibt wohl doch noch eine gemeinsame Zukunft, wenn auch nur jeweils beim artigen Gruß, bzw. der Verabschiedung an der Haustür. Weiterlesen

Bekenntnisse eines Top-Entscheiders

© Edward White - Fotolia.comWas macht einen Top-Entscheider aus und was hat er davon, einer zu sein? Mögliche Antworten liefert das Bekenntnis eines Top-Entscheiders:

1. Ich weiß in jeder Situation, was das Richtige ist. Denn ich handle nach meiner eigenen Vision, die ich ständig im Blick habe. Das bedeutet für mich, dass ich sehr schnell entscheiden kann, wenn ich bereits die richtigen Optionen (Alternativen) habe. Ich handle dann mit großer  Entschiedenheit. Das gibt mir Sicherheit.

2. Ich habe Lust am Entscheiden und Gestalten. Wenn ich weiß, dass ich genau das bekomme, was ich will. Dann habe ich natürlich richtig Lust zu entscheiden. Das bedeutet für mich weniger Stress und mehr Freude am Leben und an der Arbeit.

3. Ich weiß, wo ich hin will.
Denn ich habe eine Vision für mich entwickelt, die selbst in schweren Zeiten ein Leitstern für mich ist und mir die Sicherheit gibt, eines Tages genau dort anzukommen. Das bedeutet für mich, es gibt immer einen Weg und ich finde ihn. Weiterlesen

Machen Sie sich mal frei!

© Anja Roesnick - Fotolia.comFranz Herbst* (Name geändert) hat sich entschieden, seinen Handwerksbetrieb still zu legen. Stattdessen konzentriert er sich vollständig darauf, für seine Kunden die Qualität der Arbeit anderer Handwerker zu überprüfen. Er macht das bereits seit Jahren erfolgreich und ist vor allen Dingen mit Freude dabei. Aber irgendwie kann er sich nicht von seiner Werkstatt trennen. Er zahlt jeden Monat Miete dafür und seine Werkzeuge liegen nutzlos herum. Sie ist der letzte Teil seiner früheren Existenz als Handwerker.

Entscheidungen sind richtungsgetriebenes Handeln. Manchmal treffen wir eine Entscheidung, mit der wir eine neue Richtung einschlagen. Oft verlassen wir damit das Gewohnte und müssen uns neuen Herausforderungen stellen.

Wenn wir allerdings am Alten festhalten, wirkt es wie Ballast und raubt uns Energie. Entscheidungen verlangen Entschiedenheit bei der Umsetzung und das heißt dann Abschied nehmen von all den Dingen, die in dieser neuen Richtung nichts zu suchen haben. Der eine nennt das dann schmerzhaft, der andere versteht es als Freiheit.

Wie sehen Sie das?

Geniale SPD-Strategie oder Umsetzungschaos?

© James Steidl - FOTOLIA

Vor kurzem hatte ich darüber geschrieben, dass die SPD wieder zu ihrer Basis zurückkehrt und dies möglicherweise riskanter ist, als die Verantwortlichen annehmen.

Die neuen Themen der SPD sind Arbeitslosengeld-Bezugsdauer für ältere Arbeitnehmer, Pendlerpauschale und Tempolimit.

Streit ist der Feind der Umsetzung 

Wie meine Leser wissen, muss ich mir für die Umsetzung von Entscheidungen die Unterstützung vor der eigentlichen Entscheidung sichern. Aus den Reaktionen des Koalitionspartners können wir sehr schön ablesen, dass dem nicht so ist. SPON titelt heute morgen „Koch stellt Regierungsfähigkeit der SPD in Frage„, FAZ-Net zitiert CSU-Landesgruppenchef Ramsauer „Je weniger (beim Koalitionsausschuss) herauskommt, desto besser!Weiterlesen

Dumme Entscheidungen

© Ivan Grlic - Fotolia.com

In meinem Buch habe ich einige Entscheider der Vergangenheit und Ihre Entscheidungsgeschichten recherchiert. Darunter auch die von Präsedent Kennedy und die Invasion in der Schweinebucht. Aus verschiedenen Gründen habe ich mich dann doch dagegen entschieden, diese Episode aufzunehmen, denn sie passt nicht zu den 15 Entscheidungfallen, über die das Buch ja gehen sollte. 🙂

Für alle, die mit der Geschichte nicht so vertraut sind, hier der Gang der Ereignisse in wenigen Sätzen:

Nachdem Kennedy 1961 von Dwight D. Eisenhower die Präsidentschaft übernommen hatte, trat er eine schwere Erbschaft an. Er wußte es nur noch nicht. Denn der Auslandsgeheimdienst der Vereinigten Staaten CIA hatte mit Kenntnis von Eisenhower die Invasion von Kuba vorbereitet. Dazu wurde eine Truppe von Exilkubanern in Guatémala trainiert, die formal eine Gegenrevolution mit Unterstützung der US-Streitkräfte durchführen sollten. 

Kennedy war gerade frisch im Amt und wollte sich natürlich profilieren, ohne sich die Hände schmutzig zu machen. Daher zerpflückte er den sorgsam vorbereiteten Plan der Geheimdienste, um sicher zu stellen, dass der Militärschlag für die Welt wie ein Bürgerkrieg der Kubaner aussah. Dummerweise war die Aktion nicht so geheim, wie man dachte und Castro bekam Wind davon. 😮

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Entscheidungserfolg – sieben Schrauben musst Du drehen

© Konstantin Inozemtsev - Fotolia.com

Teil I meiner Beitrags-Serie über erfolgreiches Entscheiden. 

40 Prozent aller Ehen werden geschieden, etwa genauso erfolgreich sind internationale Großfusionen und beinahe 70 Prozent der Menschen bereuen Ihre Berufswahl. 3000 Jahre nach König Salomon, der durch sein bekanntes Urteil immer noch in aller Munde (oder zumindest in der Bibel) ist, treffen wir Menschen immer noch Entscheidungen, deren Ergebnis wir im nachhinein nicht gewollt haben. Dabei lernen wir doch seit frühester Kindheit Entscheidungen zu treffen. Warum geht das so häufig völlig daneben?

Wenn wir heute über Entscheidungen sprechen, dann ist der Begriff so klar, dass sich niemand mehr Gedanken macht, was dahinter steckt. Denn jedes Kind weiß, was das Ergebnis ist: Meistens eine Maßnahme, die umgesetzt wird.

Fragt man Zeitgenossen, was denn bei einer Entscheidung passiert, so wird häufig eine Situation beschrieben, bei der wir unter verschiedenen Möglichkeiten eine Wahl treffen müssen. In der Tat würden die meisten Menschen das als die klassische Entscheidungssituation abnicken.

Will man jetzt also eine erfolgreiche Entscheidung treffen, muss man nur die beste Alternative wählen. Ein Kinderspiel also. Da kann man nicht viel falsch machen, oder? 🙂

Mir greift das etwas zu kurz. Denn der Entscheider hätte danach lediglich eine einzige Stellschraube mit der er den Erfolg seiner Entscheidungen beeinflussen kann, den Bewertungsmaßstab, den er auf die vorliegenden Alternativen anwendet. Das ist ein zu simples Bild, das gerade viele Betriebs- und Volkswirte aus den akademischen Modellen (Betrachtungen „unter ceteris paribus“) mitbringen.

Meines Erachtens ist die Aufgabe des Entscheiders etwas aufregender. Denn was ist der Auslöser für eine Entscheidung? Entweder handelt es sich um ein zu lösenden Problem, das den Weg zu einem Ziel versperrt oder eine zu nutzende Chance, um ein gesetztes Ziel schneller zu erreichen. Andere Gründe gibt es nicht.

Damit ist auch klar, dass jede Entscheidung ein übergeordnetes Ziel hat und daher auch immer richtungsbestimmend ist.

Wenn wir ein Problem lösen, stellen wir Anforderungen daran, die unserem eigenen Bedarf entsprechen. Der Fachmann nennt diese Anforderungen Entscheidungskriterien. Diese Bedarfsbezogenheit heißt letztlich auch, dass die zur Bewertung der Wahlmöglichkeiten herangezogenen Kriterien immer subjektiv sind und sich von Entscheider zu Entscheider unterscheiden werden. Da nicht jede Anforderung gleich wichtig ist, muss ich sie als Entscheider zudem gewichten.

Doch damit nicht genug. Denn es ist natürlich auch die Aufgabe des Entscheiders, geeignete Alternativen zu schaffen, aus denen er am Ende die relativ beste auswählt.

Das alles hilft wenig, wenn er nicht gleichzeitig darauf achtet, dass er bei der Umsetzung der Entscheidung auf die größtmögliche Unterstützung seiner Umgebung setzen kann.

Ein Entscheider hat also erheblich mehr Stellschrauben, die über seinen Erfolg oder Misserfolg entscheiden, als nur seinen Bewertungsmaßstab.

Hier noch einmal die Checkliste dazu:

  1. Klare Zielsetzung?
  2. Problem oder Chance als Entscheidungsauslöser erkannt?
  3. Eigener Bedarf geklärt?
  4. Praktikable Entscheidungskriterien entwickelt?
  5. Gewichtung entspricht der eigenen Nutzenvorstellung?
  6. Attraktive Alternativen entwickelt?
  7. Unterstützung für die Umsetzung?

Tun Sie sich einen Gefallen und aktzeptieren Sie meine sieben Stellschrauben für erfolgreiche Entscheidungen nicht einfach kritiklos. Probieren Sie sie an einer beliebigen Entscheidung aus. Würde das Ergebnis davon profitieren?

Ich weiß, Sie haben keine Zeit, das zu tun. Aber bedenken Sie, jede schlechte Entscheidung ist wie ein Bumerrang und wird uns in der Zukunft in der einen oder anderen Form Zeit kosten. Heute gut entschieden heißt, morgen mehr Zeit für die Familie oder was immer sie gerne machen zu haben. 🙂

Teil II der Serie wird sich intensiver mit der Frage der richtigen Zielsetzung in Entscheidungen beschäftigen.

Sags niemals Deinem Chef

© enens - Fotolia.comVielleicht geht es Ihnen manchmal so, dass Ihnen der eine oder andere über den Weg läuft und Sie sich denken, „dem muss ich helfen!“

Selbstlos wie Sie sind, gehen Sie also auf den armen Kerl zu und erklären ihm: „Mir ist aufgefallen, dass Sie bei Ihren Entscheidungen etwas unglücklich agieren. Immer wenn Sie ….“ (barmherzige Ausblende). 😮

In unserer Gesellschaft haben wir Meinungsfreiheit, daher dürfen Sie grundsätzlich und überall das sagen, was Sie denken. Das heißt allerdings nicht, dass Ihnen die Konsequenzen erspart bleiben. Was glauben Sie, wie der so Angesprochene reagieren wird?

  1. Er wird Ihnen überschwenglich danken, dass Sie ihn an Ihrer unendlichen Weisheit haben teilhalben lassen. ( )
  2. Er wird Ihnen mitteilen, dass Sie ein arroganter kleiner …. sind und dass Sie sich Ihren Rat sonstwo hinschmieren können. ( )
  3. Er versucht den peinlichen Moment zu entkräften, indem er Ihnen für Ihr Feedback dankt, Sie aber gleichzeitig wissen läßt, dass er Sie nicht um Ihren Rat gefragt hat. ( )

Auch wenn die meisten es nicht wissen, wer ein Feedback geben will, muss sich dazu die Erlaubnis geben lassen oder ohnehin der Vorgesetzte sein. Allerdings selbst im zweiten Fall ist es generell eine gute Idee, um Erlaubnis zu fragen. 🙂

Wie bei allen guten Regeln gibt es allerdings auch hier eine Ausnahme. Sollten Sie der Meinung sein, dass Ihr eigener Chef ein ganz schlechter Entscheider ist, dann brauchen Sie nicht einmal um Erlaubnis zu bitten, denn in dem Fall lassen Sie Ihr Feedback gleich ganz stecken. Es gibt wenig Methoden, das Verhältnis zum Chef sicherer und nachhaltiger zu zerstören, als ihm vermitteln zu wollen, dass man der bessere Entscheider ist!

Wir treffen nun einmal seit frühester Kindheit Entscheidungen. Daher glauben die meisten, gute Entscheidungen zu treffen. Dem ist zwar oft nich so, aber Sie lösen das Problem nicht, indem Sie sich persönlich zum Ausgestoßenen degradieren. 😯

Wie kann ich dann etwas an den Verhältnissen verändern? Zum Beispiel, indem Sie bei anstehenden Entscheidungen ihrem Chef die Arbeit abnehmen und weitere, attraktivener Alternativen ins Spiel bringen oder bereits für die verschiedenen Alternativen mit den möglichen Interessengruppen gesprochen haben, um ihm so ein Bild über die Umsetzbarkeit zu vermitteln.

Ungefragt Feedback zu geben, ist der faule Weg, der oft im Abseits endet, wohingegen der proaktive Weg oft sehr erfolgreich ist. In beiden Fällen handeln Sie ohne Auftrag, aber Ihr Chef wird Sie nie für den ersten fördern, ganz bestimmt aber für den proaktiven zweiten Weg!

Der glückliche Entscheider

© IstockphotoVor einiger Zeit bin ich mit meinem guten Freund Graham Rogers zusammen gesessen. Graham ist Mentaltrainer aber eben auch ein glänzender Verkäufer. Mich interessierte, warum viele Kunden erst dann zu mir kommen, wenn sie existentiell bedroht sind. Entscheidungserfolg ist doch für beinahe jeden Menschen wichtig.

Graham: „Kai, Dein Thema erreicht die Leute nicht emotional! Klar, besser Entscheiden bedeutet größeren Erfolg, aber das bewegt mich nicht. Die Menschen wollen wissen, was ihnen das Ganze persönlich bringt. Mehr Geld, mehr Erfolg – das ist nur die Oberfläche. Wenn Du Menschen erreichen willst, dann musst Du mehr bieten. Du musst emotional in die Tiefe gehen.“

Seitdem habe ich mir immer wieder Gedanken darüber gemacht, was denn der emotionale Touch meiner Leistung ist. Was biete ich den Menschen an? Sicherheit? Freiheit? Ein gutes Leben?

Die Frage ist deshalb nicht so einfach, weil gute Entscheidungen für jeden etwas anderes bedeuten können. Natürlich ist Geld und Erfolg für alle Menschen erstrebenswert, aber letztlich nur Mittel zum Zweck. Das Gleiche gilt für Sicherheit und Freiheit.

Was also gibt es mir als Menschen, wenn ich ein guter Entscheider bin?

Oder mal nach dem Misserfolg von Entscheidungen gefragt: Was ist denn das Ergebnis, wenn ich kein Geld, keinen Erfolg, keine Sicherheit und Freiheit habe? Dann ist zumindest die Mehrzahl der Menschen nicht glücklich.

Aha! Könnte es sein, dass die Fähigkeit, gute Entscheidungen zu treffen glücklich macht?

Angenommen, ich weiß, was ich will. Ich sehe einen Sinn in dem, was ich tue und entwickle voller Leidenschaft phantastische neue Handlungsalternativen. Mit meinen Entscheidungen fühle ich mich sicher auf der Strasse der Gewinner. Bei ihrer Umsetzung werde ich von vielen Menschen direkt unterstützt. Ich mache auch Fehler und lerne daraus. Beinahe täglich werde ich durch die glänzenden Ergebnisse meiner früheren Entscheidungen bestärkt. Ich lebe also meinen Traum. Wie könnte ich da nicht glücklich sein?

Ich denke, das Rätsel ist gelöst. Entscheidungserfolg macht glücklich!

Warum bin ich nur nicht schon früher darauf gekommen?

Es ist wie mit vielem im Leben. Der Normalzustand ist nicht weiter erwähnenswert. Ich bin ein glücklicher Entscheider und wenn der eine oder andere Kunde mir einige Zeit nach unserem Coaching erzählt hat, wie gut es ihm jetzt geht und wie glücklich er ist, dann hat mich das gefreut. Trotzdem ist mir bisher entgangen, dass diese einfache Weisheit auch die Antwort auf Grahams Frage ist. 🙂