Dumme Regeln und der freie Wille
Vieles von dem was wir heute tun ist anerzogen. Kommt jemand mit ausgestreckter Hand auf uns zu, haben die meisten Menschen den Reflex, die Hand zu schütteln. In anderen Kulturen ist das Händeschütteln nicht üblich. Daher würde die ausgestreckte Hand auf wenig Verständnis stoßen.
Wenn ich “anerzogen” sage, meine ich eigentlich konditioniert. Automatisch würden wir die Hand reichen, außer wir konzentrieren uns bewusst darauf, es nicht zu tun.
Spielregeln
Aber warum sollten wir das? Hier geht es um die Spielregeln unserer Gesellschaft. Da ist es gut, wenn wir darüber nicht weiter nachdenken müssen.
Dem einen oder anderen von uns ist es schon passiert, dass wir jemanden die Hand reichten, der sie geflissentlich übersah. Na viel Glück, sollte dieser Regelbrecher jemals etwas von uns brauchen. 

“Das haben wir immer schon so gemacht”. Mit diesem Satz werden wir gerne konfrontiert, wenn wir von außen zu einem Unternehmen stoßen. Jedes Unternehmen standardisiert seine Routineaufgaben.
Die Hauptaufgabe guter Entscheider ist es, attraktive Alternativen zu schaffen. Das setzt Kreativität voraus und Problemlösungsvermögen.
Stehen wir vor einer wichtigen Entscheidung, sollten wir eigentlich wissen was wir wollen und nicht auf die Hilfe anderer angewiesen sein. Aber so leicht ist es oft nicht. Denn viele gute Handlungsalternativen entdecken wir erst mit fremder Hilfe.