Entscheiden ohne Reue

Die Tropfenfalle

imageFrüher Morgen: Es ist noch still im Haus. Niemand ahnt, was gleich passieren wird. Ein Mann in mittleren Jahren steht plötz­lich auf. Nichts kann ihn aufhal­ten. Mit noch etwas unsicheren, trotzdem energischen Schritten durchquert er den Flur und kommt in die Küche.

Mit einem saftigen Schmatzen öffnet sich die Tür zum Kühl­schrank. In der Morgendämmerung lockt sein Licht den Hausherrn wie eine Motte. Das fahle Licht illuminiert sein vorfreudiges Gesicht. Da steht es: ein kleines Schokotörtchen vom Vortag.

Eigentlich sollte unser Frühaufsteher auf derartige Kalorienbomben verzichten. Seine Frau erinnert ihn gerne an sein Versprechen, dass er dieses Jahr wieder auf 85 Kg abnehmen wollte. Aber seine Frau liegt noch ahnungslos im weichen warmen Bett.

Ein Lächeln umspielt seinen Mund. Frühaufsteher haben mehr vom Leben! Doch so sehr das Törtchen lockt, meldet sich doch sein Gewissen. “Das will ich doch gar nicht!” Unbewusst formt sein Mund ein einziges Wort: “Doch!”

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Veränderung in der eigenen Geschwindigkeit

Leuchtturm“Ich muss mein Leben ändern!” Das müssen wir alle. Was ist so besonders daran?

“Ich kann so nicht weiter machen!” Na, daran könnte man schon Zweifel haben. Denn meistens fällt dieser Spruch nachdem wir schon jahrelang so weiter gemacht haben. Bei so viel Übung, finden wir immer einen Weg, um nichts ändern zu müssen.

“Aber ich will nicht so weiter machen!” Aha, was wollen Sie denn stattdessen?

“Ich weiß es nicht. Nur wenn ich jetzt mein Leben nicht ändere, dann habe ich bald keines mehr.” Damit haben wir den Kern der Sache bereits gefunden. Er weiß nicht, was er will. Daher hat er schon seit Jahren das gemacht, was er immer macht, er lässt sich von einer Situation zur nächsten treiben.

Unzufriedenheits-Symptom

Das ist nicht untypisch und muss nicht immer zum großen Unglück führen. Stattdessen sind wir permanent ein wenig unzufrieden, können aber nicht genau sagen, warum.

Angst

Die große Angst: Veränderung kostet Kraft und ein fieses geistiges Aufbautraining. Wir sollen plötzlich viel mehr tun und müssen uns ständig am Riemen reißen. Wir müssen den Hintern hochkriegen und mit all den anderen Erfolgsbeispielen mithalten.

Wenn wir das wollen, können wir das natürlich tun. Schaden würde es nicht. Aber ob wir damit glücklicher werden ist nicht ausgemacht.

Wisse was Du willst!

Denn tatsächlich müssen wir nur eines ändern: Wir müssen endlich wissen, was wir wollen. Alles andere ergibt sich fast von selbst und zwar in unserer ganz eigenen Geschwindigkeit.

Denn wir sind ja jeden Tag auch jetzt schon aktiv. Wir treffen Entscheidungen und setzen sie um. Wissen wir allerdings nicht, was wir wollen, dann fallen unsere Entscheidungen mal so und mal so. Im Ergebnis kommen wir kaum vom Fleck und sind unzufrieden mit uns.

Haben wir dagegen eine genaue Vorstellung davon, wie unsere Zukunft aussehen soll, treffen wir unsere täglichen Entscheidungen so, dass wir eines Tages dort ankommen. Schritt für Schritt, Tag für Tag. Alles ergibt dann einen Sinn.

Wir brauchen also kein Bootcamp, um unser Leben zu ändern, sondern einfach eine klare (ganzheitliche) Vorstellung davon, wie unser Leben in der Zukunft aussehen soll. Unsere Entscheidungen führen uns dann automatische in unserer eigenen Geschwindigkeit dort hin.

Carpe diem!

Also: Nutze die Urlaubszeit und mache Dir intensiv Gedanken darüber, was Du wirklich willst. Am Anfang könnte das schwer fallen. Das ist in Ordnung. Denn wir betreten Neuland damit. Aber je länger wir dabei bleiben, desto schneller fallen die Einzelteile unseren Zukunftsbilds an ihren Platz. Wir müssen also nur über die Anfangsschwierigkeiten hinweg kommen. Der Rest passiert fast von selbst.

Entscheidung am Albristhorn

imageWir Männer können manchmal ganz schöne Kindsköpfe sein. Vielleicht lässt uns das nicht immer die besten Entschei­dungen treffen.

“Wir gehen zusammen Bergwandern!” So Dr. No am Ende einer anstrengenden Sitzung. “Freundschaft muss man schaf­fen und eine solche Erfahrung schmiedet uns noch fester zusammen. Unsere Frauen nehmen wir nicht mit, weil die uns nur aufhalten würden.”

Letzteres glaubte ich zwar nicht, aber ich wusste damals noch nicht, was mich erwartete. Persönlich möchte ich solche Erfahrungen, wie das Erreichen eines Gipfels gerne mit meiner Lieblingsfrau teilen. Aber in der Rückschau freue ich mich für sie, dass sie das nicht erleben musste.

Dr. No, Mathias und ich waren zu der Zeit allenfalls Gelegenheitsjogger. Ich kaufte mir eine umfangreiche Ausrüstung zusammen. Es sollte ins Berner Oberland gehen. Also ins Herz der Schweiz. Ich buchte das Hotel und Dr. No kaufte den Wanderführer. “Jetzt steht uns nichts mehr im Weg!”

Bevor wir losfuhren nahm mich die Frau des Unternehmers noch einmal zur Seite: “Du bist der Vernünftige. Ich setze darauf, dass Du nicht alles mitmachst und ihn stoppst!” Ich zuckte mit den Schultern und dachte mir nicht viel dabei.

Klar mache ich nicht alles mit. Aber das war wohl Wunschdenken. Der Dritte im Bunde war unser Steuerberater Mathias. Er ist sehr begeisterungsfähig und liebt das Abenteuer. Also auch kein Bremser.

Vorahnung

imageIn der Schweiz angekommen, wollten wir uns erst einmal akklimatisieren. Daher ging es am ersten Tag auf die berühmte Passroute zwischen Kandersteg und Gemmipass. Das Restaurant bei der Bergbahn nach Leukerbad bietet bei Sonne eine spektakuläre Aussicht. Auf dem Rückweg merkte ich schon eine tiefe Erschöpfung. Insbesondere bergab ins Kandertal war eine arge Schinderei.

Abends im Restaurant, in dem wir unglaubliche Mengen verdrückten, um die Erschöpfung zu kompensieren, stellte uns Dr. No den Plan für den nächsten Tag vor. “Das Albristhorn ist der höchste Berg hier in der Gegend. Das sollten wir schaffen.”

Ahnungslos

Ich hatte damals keine Ahnung, dass Touren unterschiedliche Schwierigkeiten hatten. Blau ist für den normalen Wanderer machbar, rot sollten nur Fortgeschrittene angehen und schwarz ist den gut Durchtrainierten und Schwindelfreien(!) vorbehalten. Was Dr. No uns nicht erzählte: Das Albristhorn gehört zu den drei schwarzen Touren im Wanderführer.

Aller Anfang ist leicht

imageAm nächsten Tag schliefen wir erst einmal aus. Um kurz vor 11 Uhr hatte uns die Bergbahn am Start­punkt ausgespuckt und wir wan­derten in einen sonnigen Tag hinein.

Es war heiß an dem Tag und das Wasser floss in Strömen, genauso wie unser Schweiß. Wir wanderten über Bergwiesen mit teils sehr anhänglichen Kühen. Wir hatten Spaß. Gegen Mittag wurde der Aufstieg steiler und wir merkten deutlich die Höhe.

Stop ‘n go

Alle paar Meter mussten wir anhalten und verschnaufen. Das Cliché vom Städter in den Bergen traf voll auf uns zu. Bei einer Rast klärte  Dr. No uns über den tatsächlichen Schwierigkeitsgrad der Route auf. Also ob wir das nicht längst wüssten!

Entscheidung in der Pause

“Das hättest Du uns aber vorher sagen können”, meinte ich. Für einen echten Streit waren wir schon zu müde.  “Wir können jetzt noch umkehren und zurück ins Tal wandern. Oder wir gehen noch das letzte Stück und können stolz auf uns sein.”

Das schien etwas für sich zu haben. Wir konnten ja noch gehen, warum sollten wir uns den eigenen Triumph versagen?

Dann ließ uns Dr. No noch durch die Blume wissen, welche Entscheidung er von uns erwartete: “A winner never quits and a quitter never wins” (Ein Gewinner gibt niemals auf und ein Aufgeber gewinnt niemals).

Manipuliert und unbemerkt

imageFür den Spruch wäre ich fast allein ins Tal zurückgegangen. Denn manipulieren wollte ich mich nicht lassen. Dabei war ich schon manipuliert bis in die Haarspitzen. “Also gut! Packen wir  es an.”

Wie sich herausstellte, hatte es dieses kleine Stückchen bis zum Gipfel in sich. Denn wir mussten teilweise in schroffen Felsen herumklettern. Oben angekommen rissen wir die müden Arme hoch und feierten unseren Sieg gegen … ja … gegen die Vernunft.

imageInzwischen war es spät geworden und das sollte ein Problem werden. “Wir haben jetzt 15:30. Da wird es sportlich werden, die letzte Bergbahn um 17 Uhr zu erreichen.”

Keine Wahl

Aber beim Abstieg werden wir ja wohl schneller sein, oder? Der Gedanke hat kaum meinen Kopf durchquert, da zeigt Dr. No uns den Abstieg. Oder vielmehr den Abstieg, den Aufstieg, den Abstieg, den Aufstieg und den Abstieg. Denn der weitere Weg führte über einen schmalen Grat über mehrere Gipfel bis wir überhaupt die Chancen hatten, ins Tal abzusteigen.

“Das schaffen wir doch nicht in anderthalb Stunden! Ich weiß nochimage nicht mal, ob wir das überhaupt schaffen!” Stellte ich müde fest.

“Die Alternative wäre, den gleichen Weg zurückzugehen, den wir hochgeklettert sind.” Das stand außer Frage. Denn das schien noch gefährlicher zu sein als der Weg vor uns.

Also machten wir uns mehr oder weniger im Dauerlauf an den Abstieg über den steilen Grat.

Rückblickend ist es ein Wunder, dass sich keiner ein Bein gebrochen hat. Denn das Gelände war tückisch und wies zahlreiche Trittlöcher auf. Der No sprang wie eine Berggams voraus und wir folgten ihm wie die Lemminge.

Kraft- und mutlos

Als wir schließlich bei der Bergbahn angekommen waren, zeigte die Uhr 17:35 an. Die letzte Kabine war vor einer Stunde gen Tal geschwebt. Weit und breit keine Menschenseele zu sehen und die Lemminge waren sichtlich am äußersten Ende ihrer Kräfte.

Dr. No ging es dagegen noch relativ gut. Wie sich später herausstellte, hatte er ein besonderes Mineralstoffpräparat genommen, um das sich seine Unternehmensgründung drehte. Uns Lemmingen hatte er vor der Wanderung erzählt, dass sein Prototyp aufgebraucht sei. Eine Lüge! Aber diese pikante Kleinigkeit erfuhren wir erst später.

Die Sache war gelaufen. Bis ins Tal waren es gut 12 Kilometer, wir hatten nichts mehr zu essen und schon lange nichts mehr zu trinken.Wir waren dehydriert und krochen buchstäblich auf dem letzten Zahnfleisch.

Rettung in der Not

Trotzdem brachte es ja nichts, auf sein Schicksal zu warten. Langsam schlurften wir also in Richtung Tal. Da hörten wir etwas, ein Auto.

Wenn wir da mitfahren können, nenne ich Dich fortan “Dr. No der Große!”

Es war ein kleiner Fiat Punto und die beiden Damen erschreckten sich bestimmt nicht schlecht, als ein großer Mann auf die Strasse stürzte, beide Arme weit ausgestreckt! Aber sie ließen sich erweichen, uns drei zusammen mit unseren Rucksäcken und Teleskopstöcken ins Tal mitzunehmen.

Ich weiß nicht, ob sie uns damit das Leben gerettet haben oder uns nur vor ein paar Blasen auf dem Weg ins Tal bewahrt haben. Aber ich bin ihnen bis zum heutigen Tag dankbar.

Welche Fehler haben wir gemacht? Wann hätten wir anders entscheiden können oder sollen? Was denken Sie?

Mehr dazu morgen!

Spielball unserer Angst

Der SchreiAngst macht eng”, heißt es. Gerade für Entscheidungen trifft dieser Spruch zu. Manche Alterna­tiven könnten uns schneller zum Ziel führen. Doch wenn uns unsere Ängste dazwischen funken, ent­scheiden wir uns lieber für die risikoloseren Varianten.

Das “Risiko” findet allerdings eher im Kopf des Entscheiders statt. Möchte er sich beispielweise nicht bei der Kaltakquise oder in öffent­lichen Vorträgen blamieren, engt das seine Möglichkeiten zur Kundenakquise deutlich ein.

Was tun wir dann?

Es kommt darauf an. Auf der einen Seite stellen unsere Ängste ein selbstgeschaffenes Gefängnis dar. Auf der anderen Seite sollten wir uns nicht in Aktivitäten aufreiben, die nicht zu unseren persönlichen Talenten zählen.

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Das Dreierpack

imageNicht jede Entscheidung, die wir treffen gefällt uns und nicht je­des Ergebnis, was sich daraus ergibt war so geplant. Das ist fast ein wenig rätselhaft. Denn wir sind natürliche Entschei­der. Jeden Tag treffen wir über 20.000 Entscheidungen, wie die Gehirnforschung herausgefun­den hat.

Bei soviel Übung sollte doch nichts mehr schief gehen, oder?

Tatsächlich treffen wir jedes Mal drei Entscheidungen. Die Entschei­dung, die wir treffen wollen, die Entscheidung, die wir glauben zu treffen und die Entscheidung, die wir tatsächlich treffen.

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Tragweite

Kanone Wir lernen aus unseren Fehlern. Fehler sind daher ein notwen­diger Teil unserer Entwick­lung. Das klingt gut. Was aber, wenn wir die falschen Dinge lernen?

Entscheidungen führen uns oft auf einen neuen Weg. Möglicherweise stellt sich der schnell als kostspielig heraus. Wir haben vielleicht den Lieferanten gewechselt und haben anschließend mit Qualitätsproble­men zu kämpfen. Anstatt einer Einsparung wachsen die Kosten erst einmal in den Himmel.

Eine neue Entscheidung

Die Lernerfahrung ist klar: »Never touch a running system!«

An dieser Stelle werden einige Entscheider aussteigen und den früheren (teureren) Lieferanten wieder ins Boot holen.

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Was wir von Pipi Langstrumpf lernen

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Erfahrung macht klug heißt es. Das gilt natürlich auch für unsere Entscheidungen. Manches was wir ursprünglich gerne haben wollten, macht uns nicht halb so zufrieden, wie wir das vielleicht erwartet hatten.

So bringt der neue Job zwar mehr Geld, doch der Alltag ist ein ständiger Kampf gegen Windmühlen.

Die neuen Nachbarn nach dem Umzug sind die Hölle.

Das gerade gekaufte Luxusauto bringt uns auch nur von A nach B und vermittelt wegen seines Spritverbrauchs ein ständiges schlechtes Gewissen.

Negatives ist nicht positiv

Mit Erfahrung hätten wir die Fehler vermeiden können. Ältere Ent­scheider wissen deshalb sehr genau, was sie nicht möchten. Dennoch macht sie das nicht notwendigerweise zu zufriedeneren Entscheidern.

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Darauf kommt es an: Entscheidend besser!

scrabble »Du musst besser sein als die anderen!«

Wir glauben das oft. Aber ist das wirklich so? Jeder von uns ist mit einzigartigen Genen ausgestattet und mit ebenso einzigartigen Talenten. Es gibt bestimmt Menschen, die Vieles besser können als ich. Manch einer kann besser verkaufen, ein anderer schneller laufen, schneller rechnen, schneller denken, besser malen und sogar besser schreiben.

Nichts ist knapp

Das stört mich nicht. Darauf kommt es nicht an. Denn die oft zitierte Knappheit gibt es nicht. Wir stehen nicht in einem Wettbewerb.

Viele sagen Geld sei knapp. Aber wie knapp ist es wirklich, wenn wir uns die gewaltigen Summen ansehen, die in den letzten Jahren verfügbar waren, um die Wirtschaftskrise abzuwenden?

Wie knapp war es vorher, als einige Investmentbanker Milliarden mit Schrottpapieren verdienten? Es mag bei den einen oder anderen von uns knapp sein. Mehr aber auch nicht.

Um den Überfluss müssen wir nicht wetteifern

Wir leben im Überfluss. Das gilt für Geld, das gilt für Lebensmittel, für Immobilien und für Luxusgüter. Daher müssen wir auch nicht besser sein als andere. Es wird immer genug für alle da sein. Stattdessen sollten wir dafür sorgen, dass wir jeden Tag besser sind als zuvor.

Denn je wertvoller wir sind, desto mehr vom Überfluss kommt zu uns.

Unser Potenzial

In uns steckt viel mehr als wir uns bewusst sind. Daher machen wir auch so wenig daraus.

Wer stellt sich schon jeden Abend die Frage: »Was habe ich heute gelernt?«

Holen uns dagegen die Fehler der Vergangenheit ein, entwickeln wir uns weiter. Denn die Erfahrung ist schmerzhaft und unangenehm. Das wollen wir nicht noch einmal erleben.

Dabei könnten wir von jedem einzelnen Tag so viel lernen, wie aus unseren schlimmsten Fehlern. Mit dem Unterschied, dass wir uns damit an 365 Tagen im Jahr weiterentwickeln und nicht nur wenn wir wieder mal »Pech« hatten.

In diesem Gedanken habe ich mit Freunde eine neue Veranstaltung ins Leben gerufen. Ich nenne sie »Entscheidend besser!«

Nur eine Sache

Mit »Entscheidend besser!« wollen wir Sie halbjährlich aufrütteln. Mitunter werden wir Ihnen nicht viel Neues erzählen. Aber wir geben Ihnen gute Gründe zum Handeln. Sie erleben sich selbst in den Übungen vor Ort und in den Arbeitsaufgaben, die wir Ihnen nach Hause mitgeben.

Natürlich können Sie danach weiter machen wie bisher. Aber Sie könnten auch eine Sache verändern. Und diese eine Sache macht Sie entscheidend besser als zuvor. Sie werden den Unterschied merken.

Entscheidend besser! ist eine Abendveranstaltung, die am 15. Juni 2011 das erste Mal im KongressCenter im Kurhaus in Bad Homburg stattfinden wird. Hier geht es zur Event-Website.

Der kleinste grausame Nenner

böser Smiley In der Mathematik brauchen wir den klein­sten gemeinsamen Nenner, um einfacher mit Brüchen zu rechnen. In unseren Ent­scheidungen sieht die Bedeutung dage­gen ganz anders aus.

Wann immer wir uns mit anderen auf ein gemeinsames Vorgehen einigen, treffen wir eine gemeinsame Entscheidung. Das Problem: Jeder Mensch hat andere Werte und Vorstellungen. Daher sind auch ihre Bedarfe unterschiedlich.

Einer mag vielleicht Pizza, der nächste einen serbokroatischen Reistopf und der Dritte liebt Sushi. Wo werden die drei gemeinsam Essen gehen?

Das Wichtige

Die Antwort darauf kann unterschiedlich ausfallen. Kommt es den dreien tatsächlich aufs Essen an, wird es schwer werden, sich zu einigen.

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Die Atomentscheidung kommt

schwache Atomkraft Während in Japan eine der schlimmsten Katastrophen der Menschheitsgeschichte ihren Lauf nimmt, werden andernorts hektisch Entscheidungen ge-troffen.

Quer durch alle politischen Parteien herrscht jetzt der Konsens, dass mit Atomkraft zukünftig kein Staat mehr zu machen ist. Der schnelle Aus-stieg aus dieser Form der Energieerzeugung ist damit faktisch beschlossen, ohne dass es jemand gesagt hätte.

Freaks united

Ein Erdbeben der Stärke 9.0 auf der Richterskala, ein verheerender Tsunami und der Ausfall von drei Notfallsystemen bei der Kühlung ei-nes Reaktors, der im März diesen Jahres stillgelegt werden sollte ha-ben das bewirkt. Die Angelsachsen würden das einen »freak accident« nennen.

Fragt man einen Statistiker, wird er für das Zusammentreffen dieser Ereignisse eine verschwindend geringe Eintrittswahrscheinlichkeit angeben.

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