So machen wir die Störer zum Teil der Lösung
Wichtige Angelegenheiten erfordern unsere ungeteilte Aufmerksamkeit. Das klingt toll, lässt sich aber in der Realität kaum durchhalten. Denn wir leben in einer Störer-Kultur. Egal was wir gerade machen, es gibt immer eine kleine oder größere Störung.
Flucht funktioniert nur bedingt
Entziehen wir uns dem ganz bewusst, indem wir uns beispielsweise in Klausur begeben, stört uns das Fehlen von Störungen. 😮
Manche von uns werden dann ganz kribbelig. Denn sie wissen, normalerweise hätte es bereits einige wichtige Störungen gegeben. Nur weil wir in Klausur sind, heißt das ja nicht, dass sich die Welt nicht weiter drehte.

Entscheidungen, die wir schon einmal getroffen haben, treffen wir normalerweise auch beim zweiten oder dritten Mal auf die gleiche Weise.
“Niemand wird es jemals erfahren!” Denkt sich die Unternehmerin Karin Frühling*. Als sie die Chance bekommt, den Einkäufer eines potentiellen Kunden zu bestechen. “Aber ich würde es immer wissen, daher mache ich es nicht.”
Jeder von uns hat ständig mit Entscheidern zu tun. Vermutlich liegt es daran, dass wir alle Entscheider sind.
Wir möchten immer “etwas Neues” lernen. Dabei geraten die Grundlagen oft in Vergessenheit. Wir haben oft komplizierte Themen über die wir entscheiden müssen. Daher glauben wir, dass es eines ebenso komplexen Werkzeuges bedarf, um zu einer guten Entscheidung zu kommen.
Ich höre und lese immer wieder, zum Entscheiden brauche es Mut. Denn man tauscht die sichere Gegenwart gegen eine unsichere Zukunft ein.
Was haben wir nicht in den letzten Jahren an Veränderungen erlebt? Eine Wirtschafts- und Finanzkrise hat eine ganze Kaste in die böse Ecke gestellt.