Jede Entscheidung zählt

„Herr Lietz, ich stehe vor dieser wahnsinnig wichtigen Entscheidung und ich weiß einfach nicht, was ich tun soll!“ So ein selbständiger Berater, der sich Gedanken über eine Neupositionierung macht. Alle üblichen Werkzeuge, wie Nutzwert-Analyse, Entscheidungsbäume usw. haben versagt. Jetzt soll der Entscheidercoach also die Antwort geben.

Keine Vision

Wie üblich, wundert sich auch dieser Mann, dass ich erst einmal nicht über seine Alternativen mit ihm spreche, sondern ihn nach seiner Vision frage. Klar, wer vor seinen Entscheidungsalternativen steht und keinen blassen Schimmer hat, wofür er sich entscheiden soll, hat meistens auch keine Vorstellung davon, wie seine Zukunft aussehen soll.

Handeln ohne Sinn?

„Hören Sie, ich will mir Ihrer Hilfe eine Entscheidung treffen und keine Forschung darüber anstellen, wo ich in zehn Jahren stehen will!“ Meint der Berater. Nur Entscheidungen sind  richtungsgetriebenes Handeln und ohne Richtung macht alles Handeln keinen Sinn.

Jede Entscheidung führt uns irgendwo hin

Viele Menschen kommen zu mir und glauben, vor der ganz wichtigen Entscheidung zu stehen. Aber betrachten wir das mal ganz nüchtern. Wir haben gestern Entscheidungen getroffen, wir tun es heute und erstaunlicherweise werden wir morgen auch noch Entscheidungen treffen. Es hat ganz sicher eine Bedeutung, wie unsere Entscheidung an einem wichtigen Wegpunkt ausfällt. Meiner Erfahrung nach tritt das jedoch in den Hintergrund vor der schieren Masse von Entscheidungen, die wir ständig treffen.

Wissen wir immer, wo das ist?

Denken Sie kurz über Ihren heutigen Tag bis zu diesem Moment nach. Sie sind aufgestanden, der eine oder andere war beim Frühsport, Sie haben sich die Zähne geputzt und geduscht. Viele werden sich ein Frühstück gegönnt haben und Sie sind möglicherweise ins Büro gefahren. Irgendwann stoßen Sie beim Surfen auf diesen Beitrag, lesen ihn jetzt und fragen sich, worauf ich verdammt nochmal hinaus will. Nun, alle Ihre Entscheidungen haben Sie hierher geführt. Das ist das Wesen von Entscheidungen, wir kommen irgendwo an.

Schwierig ist es, wenn wir keinen blassen Schimmer haben, wo das sein wird. Denn dann führen uns unsere Entscheidungen mal hier hin und mal dort hin. Gleichzeitig  stellen wichtigen Entscheidungen uns vor eine schmerzhafte Ungewissheit.

Erschaffen Sie ein Meisterwerk – Ihr Leben

Stellen Sie sich vor, Sie wären ein Maler und wollen ein Bild malen. Wenn Sie es schon vorher im Kopf haben, dann wird jeder Pinselstrich dafür sorgen, dass nach und nach ein Meisterwerk entsteht. Wie würde das Bild aussehen, wenn Sie gar nicht wissen, was Sie da malen? Es wäre vermutlich ein wüstes Geschmotze.

Genau so ist es auch mit unseren Entscheidungen. Alle zusammen erzeugen das Bild und nicht nur die einzelnen wichtigen. Jede Entscheidung ist wie ein Pinselstrich. Sorgen Sie dafür, dass sie ihrer Vision dient und Ihr Leben zu einem Meisterwerk macht.

Wann ist der „heiße Abbruch“ eine gute Idee?

Die Welt auf dem Tablett

Immer wieder sitzen Entscheider vor ihren Alternativen, wie das Kaninchen vor der Schlange. Einige sagen sich, „eine Alternative ist immer besser als gar keine Entscheidung treffen.“ Sie lassen ihre inneren Widerstände links liegen und entscheiden einfach.

Ist die Entscheidung dann gut oder ist sie schlecht? Das kann Ihnen weder ich, noch einer der Entscheider sagen. Denn das ist das Grundproblem. Wir wissen nicht, was das sichere Ergebnis ist und selbst wenn wir es wüßten, fehlt uns die Perspektive, es für uns einzuordnen.

Eine einfache Frage, oder?

„Das ist doch einfach!“ Weiterlesen

Netter Boss – Nützliches Portal

Vielleicht haben Sie es gesehen: Im Seminarportal werde ich gerade als der „Entscheiderpapst“ vermarktet. 🙂

Als mich Lutz Lochner, der Gründer und Betreiber von Europas größtem Seminarportal für den Mittelstand ansprach, ob wir nicht einmal was zusammen machen wollten, war ich sofort Feuer und Flamme. Lutz wollte etwas für seine Kunden tun und ich freue mich natürlich über die Werbung, die er für mich macht. 🙂

Könnten Sie sich vorstellen, ein Unternehmen zu gründen, obwohl die Konkurrenz augenscheinlich bereits alle Nischen und Plätze belegt hat? Als Lutz mit seinem Portal begann, gab es bereits 100 andere Weiterbildungs-Portale, die immerhin schon Kunden hatten.

Aber er ließ sich nicht dadurch beirren. Denn seine Analysen zeigten ihm, dass seine Konkurrenz einfach nicht verstanden hatte, was die Kunden wirklich brauchen. Sein Konzept war so wasserdicht, dass er auch gleich einen europäischen Gründerpreis gewann. Und heute spielt die Musik für ihn an der Spitze des Marktes. 😎

Lutz Lochner Eigentlich würde man allein aus dieser Geschichte annehmen, dass Lutz Lochner ein beinharter Kerl sein muss. Ist er aber nicht. Er gehört zu den wirklich begnadeten Netzwerkern hier in Deutschland und erzielt darüber seine Erfolge. Fragen Sie einen seiner Geschäftskontakte, wird Ihnen jeder bestätigen: „Der Lutz ist durch und durch anständig.“ Damit hebt er sich von den Vielen wohltuend ab, die sich Anstand nur leisten, wenn es nicht ums Geld geht.

Und wissen Sie was, mit solchen Menschen mache ich auch viel lieber Geschäfte. 🙂

Es lebt noch!

Alle paar Monate steht es an, das allfällige Update auf eine neue Version. So wurde auch diese Blog in den späten Abendstunden diesen Sonntag auf die neue Version gehievt.

Dabei geht es eigentlich nie um neue Features, sondern nur um die Sicherheit. Denn weit verbreitete Systeme wie WordPress bieten den Hackern ein attraktives Ziel. Gleichzeitig werden nach jedem Update die Sicherheitslücken der Vorgängerversionen bekannt. Das heißt, ein Hacker muss sich nicht einmal besonders anstrengen. Daher bleibt dem Betreiber nur eines übrig: So bald wie möglich auf die aktuelle Version gehen.

Die Leser eines Blogs wundern sich immer, dass wir Blogger ein so großes Fass aufmachen und dem Nonevent einen eigenen Beitrag spendieren. Das liegt daran, dass es zahlreiche Horrorstories darüber gibt, wie Blogs nach einem Update total unbrauchbar sind oder zumindest nicht mehr die gleichen schönen Funktionen anbieten, wie vor dem Update.

Wer es dann ohne größere Schäden hinter sich gebracht hat, ist einfach so erleichtert, dass er darüber schreiben muss. Auch wenn es Sie als Leser keinen Funken interessiert 🙂

Update

 Ganz so harmlos war es leider am Ende dann doch nicht. Denn seit Version 2.3 haben die WordPressler etwas verändert. Im Ergebnis sind alle Anfragen, die an https://www.entscheiderblog.de gegangen sind bei http://www.unternehmer-excellence.com  aufgeschlagen. Eigentlich richtig wäre ja gewesen: https://www.entscheiderblog.de. Wer ein ähnliches Problem hat findet, hier die Lösung

Ein Rätsel für ausgefuchste Entscheider

© Scott Rothstein - Fotolia.com

Ich werde manchmal den Eindruck nicht los, dass manche Entscheider gerne Rätsel lösen. „Ich stehe vor folgender Entscheidungssituation:

A) Ich verkaufe meine Firma an einen Wettbewerber,
B) Ich übergebe meine Firma in einigen Jahren an meine Tochter,
C) Ich baue einen Geschäftsführer auf, der meine Firma zu gegebener Zeit übernimmt.“

So schildert mir Unternehmer Frank Bernhard* (Name geändert) sein Dilemma.

Die Tochter hat sich beim Unternehmer seit ca. drei Jahren nicht blicken lassen und läßt es auch sonst an Dankbarkeit für die teure Ausbildung an einer amerikanischen Privatuni fehlen. 😮 Der Wettbewerber ist – sagen wir mal – nur milde interessiert und den Geschäftsführer gibt es bisher nur in den Albträumen des Entscheiders. 🙂

Heute sind Sie der Entscheidercoach

Denken Sie einmal einen kurzen Moment über das Entscheidungsproblem nach. Wofür könnte sich Unternehmer Bernhard entscheiden? Gibt es Fragen, die Sie ihm stellen würden?

In den kommenden Tagen werde ich in kleinen Updates weitere Informationen offen legen. Das ist Ihre Chance, auch einmal in der Haut des Entscheidercoachs zu stecken. 🙂

Update 15. Mai

Bernhards Antworten auf die Fragen  von Réka: Weiterlesen

Das war richtig spannend: Livechat

Für alle, die nicht dabei sein konnten, gibt hier einen Mitschnitt des Chats.

Teilnehmer, die noch unbeantwortete Fragen haben, können mir gerne hier ein weiteres Loch in den Bauch fragen… 🙂

Der Entscheidercoach im Interview

Ja, da war ich mal wieder fleißig und habe am Pfingstmontag(!) Dominik Pasalic von Power-Mastermind ein Interview gegeben. Den ersten Teil können Sie hier hören. 🙂

Politik Digital: Der Entscheidercoach heute im Livechat

Ich werde von 18:00 Uhr bis 19:00 heute im Livechat bei Politik-Digital Rede und Anwort stehen. Auch für mich ist das eine Premiere, daher bin ich schon sehr gespannt… 🙂

Einmal die Hose runterlassen – bitte!

Heruntergelassene Hose (c) by Kai-Jürgen LietzVor einigen Wochen traf ich einen sehr selbstbewußten Unternehmer ( nennen wir ihn Pfeiffer ) auf einer Veranstaltung. „Wissen Sie, warum sich Menschen nicht entscheiden können?“ Fragte er mich, nachdem er erfahren hatte, dass ich Entscheidercoach bin.

Ich hätte jetzt antworten können, dass es meistens daran liegt, dass der Entscheider nicht genau genug weiß, was er möchte.

Aber Pfeiffers Frage war natürlich rhetorisch gemeint, daher schaute ich ihn nur erwartungsvoll an. „Weil es bedeutet, sich gegen alle anderen Alternativen zu entscheiden und das ist ja ein riesiger Verlust.“ Innerlich können Sie jetzt aufstöhnen, aber jede Antwort hätte den selbstbewußten Mann ohne Hose dastehen lassen. Also habe ich nur gelächelt und etwas ganz unverbindliches gesagt. Damit sollte es dann doch erledigt sein! Aber nein! „Das ist doch genial, oder nicht?“ Fragte er noch einmal und wollte offensichtlich eine Bestätigung von mir hören.

Peinlich, Peinlich, aber kaum zu vermeiden. Also setze ich zu einer Antwort an. Zum Glück läutet es da auch schon zum Aufbruch. Die Veranstaltung geht weiter. Noch einmal Schwein gehabt. 🙂

Allerdings ist das Ganze auch sehr lehrreich. Pfeiffer ist ein sehr erfolgreicher Unternehmer und glaubt daher, bei etwas so simplem, wie Entscheidungen mehr drauf zu haben, als ein Entscheidercoach.

Wahrscheinlich wird er einen Coach auch niemals in Anspruch nehmen. Lehrreich ist es aber deshalb, weil Erfolg teilweise blind macht. Auch ich merke manchmal bei mir, dass ich nicht mehr so aufgeschlossen gegen z.B. Internet-Marketing-Spezialisten und PR-Leuten bin, weil ich da bereits einiges richtig mache. Zudem lerne ich innerhalb meiner Coachings so viel über das Geschäft meiner Kunden, dass ich auch langsam glaube, bald nichts Neues mehr hören zu können. Das ist brandgefährlich!

Also, wenn Sie mich demnächst mal wieder dabei erwischen, dass ich warme Luft über etwas abgebe, von dem ich keine Ahnung habe, dann bitte einmal kräftig eins auf die Finger geben. Ich bin Ihnen dann zwar bestimmt nicht gleich dankbar 🙂 , aber meine Umwelt ganz bestimmt. 😎

Doch zurück zum Ausgangsthema. Die Fragestellung, die Pfeiffer anspricht habe ich bereits vor 1,5 Jahren in diesem Blog behandelt. Wenn Sie wissen wollen, was Sie demnächst darauf antworten können, wenn ein Pfeiffer Ihnen ein Ohr abknabbert, finden Sie hier eine (hoffentlich) gute Anwort. 🙂

Machen Sie sich frei!

© Rolf Henrich - Fotolia.com

Nelson Mandela soll einmal gefragt worden sein, wie er nach 27 Jahren des Leidens im Hochsicherheitsgefängnis Robben Island ohne Bitterkeit an die Aufgabe gehen konnte, die tiefen Wunden Südafrikas zu heilen und Schwarze, Farbige, wie Weiße zu einer friedlichen Gesellschaft zu vereinigen.

Madiba hat darauf geantwortet:“Leiden? Ich habe nicht gelitten, sondern mich 27 Jahre darauf vorbereitet, ein guter Führer für mein Volk zu sein. Ich habe alles gelesen, was ich dafür in die Hände bekommen konnte.“

Heute die Spielräume für morgen schaffen 

Nelson Mandela ist sicherlich eine Ausnahmeerscheinung. Wer hätte es ihm verübelt, wenn er seine Zeit als Häftling als verlorene Zeit angesehen und auf Vergeltung gedrungen hätte?

Wir wissen allerdings auch, dass seine vorbildliche Führung ihm in der ganzen Welt Einfluss verschafft hat. Noch heute, auch ohne den offiziellen Titel eines Staatspräsidenten zeigen sich die Führer dieser Welt gerne mit dem Südafrikaner.

Mandela hatte in den 27 Jahren seiner Gefangenschaft sicher keine großen Gestaltungsspielräume. Doch er hat dafür gesorgt, dass er sie in der Zukunft haben würde.

Die Zukunft beginnt heute

An dem was gerade passiert können wir meistens nicht viel ändern, denn es ist das Produkt der Entscheidungen unserer Vergangenheit. Aber wir entscheiden jeden Tag – auch heute – darüber, welche Gestaltungsspielräume wir in der Zukunft haben.

Ein Nachsatz 

Vielleicht wird der eine oder andere einwenden, dass er ja nicht Mandela oder Gandhi oder eine der anderen großen Persönlichkeiten ist. Wir sollten aber nicht verkennen, dass all diese Menschen auch einmal zu den normalen, durchschnittlichen Menschen gehört haben. Sie haben nur Erfahrungen gemacht, die sie zwangen, über sich hinaus zu wachsen.

Wir können uns nun überlegen, ob wir darauf warten wollen oder auch ohne solche Erfahrungen an dem Wissen dieser Persönlichkeiten partizipieren.