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Geld oder Ziele?

imageEntscheidungen sind leicht, so­lan­ge die Konsequenzen nur positiv sind. Zwar kann ich im­mer noch die besseren Chancen übersehen, aber vermutlich wer­de ich das nie erfahren.

Wenn ein seit Jahren ar­beits­lo­ser Maurer die Chance erhält, in seinem angestammten Beruf zu arbeiten, wird er sich das womöglich nicht lange über­le­gen müssen.

Schwieriger wird es, wenn wir für unsere Entscheidung etwas aufgeben müssen. Angenommen wir haben eine Arbeit, die uns ausfüllt und ein Personalberater ruft aus heiterem Himmel an und hat einen Sprung auf der Karriereleiter im Handgepäck.

Ohne echte Information

Da fällt die Entscheidung schon schwerer. Denn wir müssen abwägen, ob der neue Job uns unserer beruflichen Vision schneller näher bringt als die Geduldskarriere im derzeitigen Beritt.

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Selbst ist der Unternehmer

(c) IstockphotoVor einigen Tagen habe ich aufgrund dieses Blogs die Einladung erhalten, mich doch bei ADAIS anzumelden. ADAIS? Noch nie gehört, denke ich mir und setze Kurs auf die Plattform. Der erste Eindruck: Ein neuer Anlauf, das XING Quasipol im Networking zu brechen. Doch das täuscht. Denn während XING auf dem Weg ist, ein besseres Telefonbuch für Deutschland zu werden, hat ADAIS ein ganz anderes Ziel, wie mir der Gründer von ADAIS, Johann Schmidt erklärt. Das ist auch ganz gut so, denn Goliath hat inzwischen selbst eine Schleuder . 😮

ADAIS ist eine reine Businessplattform für mittelständische Unternehmer und Manager. Das Networking mit Profilen usw. ist fast Nebensache. Denn ADAIS Ziel ist es, seinen Kunden über intelligente Online-Werkzeuge den Berater zu ersparen. So gibt es demnächst einen Online-Check mittels dessen Hilfe der Unternehmer recht schnell identifzieren kann, wo Problemursachen liegen und was er tun kann, um Abhilfe zu schaffen. Ein interessanter Nebenaspekt: Jeder einzelne ausgefüllte Check trägt zu einer Benchmarking-Datenbank bei. So erfährt der Unternehmer auch, wie er im Vergleich zu anderen Mittelständlern im Durchschnitt steht.

Wie der geschildete Check wird es demnächst eine ganze Reihe von Werkzeugen geben, die Unternehmer dabei unterstützen, die noch verborgenen Potentiale in ihrem Unternehmen zu heben, ohne die Hilfe teurer Berater in Anspruch zu nehmen. Ich bin auch schon dabei, einen Entscheider-CheckUp für die Plattform zu entwerfen. Mehr dazu demnächst in diesem Blog 🙂

Das ADAIS-Konzept hat offensichtlich auch andere überzeugt, denn Johann Schmidt wurde mit dem Innovationspreis 2007 der Initiative Mittelstand in der Kategorie Beratung & Consulting ausgezeichnet.

Aber auch die Berater gehen nicht leer aus. Denn wenn der Unternehmer dann doch einmal nicht mehr weiter weiß, ist es doch gut, dass er die richtigen Spezialisten auf ADAIS findet.

So haben dann beide was davon. Der Unternehmer wird nicht ständig von auftragsgeilen Beratern verfolgt und der Berater hat es im Fall des Falles mit einem willigen Unternehmer zu tun. 🙂

Meinung: Steuerschauspiel

© Andrew Doran - FOTOLIATolle Sache! Die Steuerfander des BND sollen die Bankdaten von angeblich weit über tausend deutschen Steuerhinterziehern in Liechtenstein von einem Bankenerpresser gekauft haben. Das Ganze zum absoluten Schnäppchenpreis von 4,3 Millionen EURO. Angsichts von zu erwartenden 400 Millionen Mehreinnahmen bezeichnet das der eine oder andere Politiker der GroKo für vertretbar. Weiterlesen

Schwierige Entscheidung unter guten Vorzeichen

© Arnaud Weisser - FOTOLIANormalerweise sehen wir uns mit Entscheidungsalternativen konfrontiert, die wir uns zwar vorstellen können, aber nicht erfahren haben.

Einen ganz anderen Fall habe ich gestern von dem Spezialisten für Erfolgsgastronomie Hans-Wilhelm Weitzel-Oeth kennen gelernt. Für die Nicht-Insider unter meinen Lesern, der Name von Herrn Weitzel-Oeth ist eng mit der Spitzengastronomie in Bad Homburg verbunden. 🙂
Er hatte gleichzeitig das 15 Punkte Restaurant Oberle’s, das Chalet am Römerbrunnen und das Bar-Brasserie-Café OD-ODAL in Bad Homburg zum Erfolg geführt.

Irgendwann stellte er fest, dass ihm neben seinem Beruf keine Zeit mehr für Privates blieb. Mit anderen Worten seine Work-Life-Balance war „unbalanced“. Mit dem gleichen Mut, den er als Unternehmer besessen hatte, alle drei Lokale zu den ersten Häusern am Platz zu machen, traf er eine konsequente Entscheidung.

Er trennte sich zum Leidwesen der Anhänger der „höheren Küche“ vom Oberles und wenig später vom Chalet am Römerbrunnen und konzentrierte sich fortan auf das Konzept, was ihm bei moderatem Arbeitseinsatz die besten Umsätze bringt, das OD-ODAL.

Ich finde diese Entscheidung deshalb bemerkenswert, weil Herr Weitzel-Oeth die Alternativen so genau kannte, von denen er sich am Ende trennte. Er wußte, dass er sich von zwei großen Umsatzbringern verabschiedete. Aber er hatte durch Erfahrungslernen eine neue Erkenntnis gewonnen: Geld ist nicht alles.

Das neue Wertekonzept ließ ihn seine früheren Entscheidungen neu evaluieren.

Das OD-ODAL läuft fast von selbst, deshalb gibt er seine Erfahrung an weniger glückliche Gastronomen als Berater „mit dem goldenen Händchen“ weiter.

Falls Sie eine notleidende Gastronomie kennen oder jemanden kennen, der einen erfolgreichen Laden aufbauen will, habe ich hier die Kontaktinfos von Herrn Weitzel-Oeth. Man weiß ja nie! 🙂

Märkte verstecken Relevanz

Für Kunden ist die Sache einfach. Sie suchen eine Leistung und beinahe jeder bietet sie an. Ein Paradies? Wohl kaum. Denn nur weil beispielsweise eine Unmenge an Beratern Dienste für fast jede Zielgruppe anbietet, heißt das nicht, dass der Kunde wirklich die richtige Leistung findet. Auf der anderern Seite gibt es gut positionierte Unternehmen, die sich auf bestimmte Anwendungsfelder und Kunden spezialisieren. Für sie ist die Hauptaufgabe, als relevant hervorzustechen. Das ist gar nicht so einfach, wenn der Rest der Welt behauptet, dass gleiche anbieten zu können, auch wenn es nicht stimmt.