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Entscheidung auf Messers Schneide

image Vor Kurzem brachte Apple Ver­sion 4 seines iPhones auf den Markt. Doch während bereits am ersten Tag 1,7 Millionen Ex­em­pla­re verkauft wurden, machte schon die Nachricht von einem Konstruktionsfehler die Runde.

Das neue iPhone integriert die Antenne in den äußeren Rah­men. Wird es mit der linken Hand am unteren Ende gehal­ten, ver­liert es den Kon­takt zu den Funk­mas­ten. Mit anderen Worten, das Gespräch wird beendet.

Telefonieren ist eine zentrale Funktion eines mobilen Handys, auch wenn das im Zeitalter des iPhone vielleicht nicht mehr ganz so prominent ist.

Schwierige Entscheidung

Für die Apple-Führung stellte sich jetzt die Frage: Wie sollen wir da­mit umgehen? Das ist eine knifflige Entscheidung. Denn wenn ich be­reits am ersten Tag 1,7 Millionen Exemplare meines neuen Produktes in der Wildnis des Marktes aussetze, werden alle Aktionen ziemlich teuer.

Apple entschied sich daher für den anderen Weg. Zuerst gab es kei­nen Kommentar. Später hieß es, dass der Empfang jedes Mobiltele­fons durch die Hand beeinträchtigt werden könnte und es sich zudem um einen Software-Fehler handele.

Die Balkenanzeige für den Funkempfang sei zu optimistisch. Daher bre­che ein angeblich guter Empfang bei der Abdeckung durch den iPhone Todesgriff so schnell ein.

Mit anderen Worten: Habt Euch nicht so! Das iPhone ist nicht das ein­zige Gerät, dass durch die Hand im Empfang beeinträchtigt wird. Da es aber das einzige Gerät ist, dessen Empfang vollkommen zusammen bricht, geben wir einen Software-Fehler zu. Daher gibt es demnächst ein Update.

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Die Entscheidung des Bundestrainers

image Joachim Löw hat mit der Deutschen Nationalmannschaft den dritten Platz belegt. Ange­sichts des begeisternden Fuß­balls, den wir über weite Teile der WM sehen konnten ist das wenig. Angesichts der Erwar­tungen, die wir vor der WM hatten ist es viel.

Gretchenfrage für Löw

Wie bei der letzten WM auch, steht unser jetziger Bundestrainer vor der Frage, ob er weiter machen soll oder nicht. Nach den emo­tiona­len Strapazen der letzten Wochen, nimmt er sich dafür erst einmal ein paar Tage Ruhe, um wieder zu sich selbst zu finden.

Anders als viele andere Entscheider, weiß Löw ganz offensichtlich, was er will. Er hat eine Vision. Doch der DFB ist ein politisch ge­präg­ter Verband und bei der Nationalmannschaft wollen viele Köche den Brei verderben.

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Fehlende Gestaltungsmacht und die Folgen

image Entscheidungen gehen mit Gestaltungsmacht einher. Je weniger Gestaltungsmacht wir haben, desto weniger können wir entscheiden.

Zur gestrigen Wahl unsers Bundespräsidenten haben wir viel Interessantes gehört. Un­sere Kanzlerin hat eine Schlap­pe hinnehmen müssen, denn ihr Wunschkandidat bekam erst im dritten Wahlgang die nötige Mehrheit.

Ob Herr Wulff oder Herr Gauck gute Kandidaten für das Amt sind, soll uns hier nicht weiter interessieren. Darüber soll die politische Presse schreiben und analysieren. Dazu ist sie da.

Ohnmächtig(?)

Viel spannender ist doch die Frage, was wir aus der Sicht eines Entscheiders daraus entnehmen können. Keiner der Delegierten der Bundesversammlung hatte wirklich Gestaltungsmacht in der Sache.

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Durchsichtiges Verhalten

image“Guten Tag, Herr Müller! Gut, dass ich Sie erreiche. Wir müssen leider Ihr Projektbudget halbieren. Da hat sich was ergeben und wir wollen dem Kollegen Peters die Möglichkeit geben, seine Idee umzusetzen.”

Müller: Chef! Das können Sie mir nicht antun. Das Projekt war schon vorher unterfinanziert. Jetzt ist es undurchführbar!

Chef: Ihr Projekt war mir immer wichtig! Bitte versuchen Sie mit den gegebenen Mitteln zu erreichen, was möglich ist. Die Entscheidung ist gefallen. Daher werde ich das nicht mit Ihnen diskutieren.

Eine verlorene Sache

Projektleiter Müller hat in der Sache schon verloren gehabt, bevor sein Budget halbiert wurde. Denn unsere Entscheidungen legen unsere Prioritäten offen. Im vorliegenden Fall war Müllers Projekt ohnehin schon unterfinanziert. Offensichtlich genießt es nicht die Unterstützung des Chefs.

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Der richtige Zeitpunkt

image Bei vielen Entscheidungen spielt der Zeitpunkt eine Rolle. So warten wir häufig auf Veränderungen, die uns unsere Arbeit erleichtern.

Wer das ganz offensichtlich nie getan hat ist Max Grundig.

Nach dem zweiten Weltkrieg herrschte in Deutschland das Gesetz des Schwarzmarktes. Die Alliierten waren mit der Versorgung der deutschen Bevölkerung überfordert und es fehlt oft am Nötigsten.

Die meisten Unternehmen horteten ihre Waren lieber und warteten, bis es wieder eine verlässliche Währung gab. Denn im Dritten Reich waren gewaltige Schulden aufgelaufen, die der Staat mit der Notenpresse bedient hatte. Die Folge war Inflation vom Feinsten und der völlige Vertrauensverlust in die Reichsmark.

Der Unternehmer Max Grundig

Max Grundig wartete auf nichts und niemanden. Sein Unternehmen hatte bis zum Ende des Krieges Transformatoren gewickelt und Elektro-Geräte repariert. Das setzte er unter der alliierten Militär­kom­man­da­tur fort.  Im Dezember 1945 erzielte er mit seinen 42 Mitarbeitern bereits wieder einen Umsatz von 70.000 Reichsmark.

Grundigs große Leidenschaft war seit seiner Jugend das Radio. Jetzt wollte er selbst eines herstellen. Doch das war im Nachkriegs­deutsch­land verboten.

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Erfolgreich aus der Vergangenheit lernen

imageIn diesem Beitrag lesen Sie, wie Selbstvorwürfe ein Lernen aus der Vergangenheit verhindern. Eine Checkliste hilft dabei, das eigene Entscheidungs- und Um­set­zungs­ver­halten zu analysieren und daraus für die Zukunft das Richtige zu lernen.

Entscheider wollen aus der Ver­gangenheit lernen. Jede einzelne Entscheidung enthält un­ge­nutz­tes Potential. daher ist der Blick zurück gut, um die Zukunft zu gestalten.

So sollte es zumindest sein. Allerdings endet das häufig in Selbstvorwürfen. “Wie konnte ich nur so … sein?” Das ist zum Beispiel ein gängiger Vorwurf, den viele von uns sich gerne machen.

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Nachdenkliche Macher

imageJeder Entscheider kennt die Situation. Wir stehen vor einer unerwarteten Situation und müssen eine Entscheidung treffen. Aber wir haben keine Meinung dazu.

“… Die Banken soll am besten der Richter bearbeiten. Das lief in der Vergangenheit immer bestens.”

“Ach, wissen Sie das nicht …?”

“Was soll ich wissen?”

“Alex Richter hat sich für die nächsten drei Monate krank gemeldet. Burnout heißt es. Wer soll jetzt die Gespräche mit den Banken übernehmen?”

Die falsche Frage

Viele Entscheider fragen dann gerne ihre Mitarbeiter, was sie denn darüber denken. Das kann allerdings gefährlich sein. Denn zum einen wissen wir nicht auf welcher Grundlage der andere seine Meinung gebildet hat. Zum anderen könnte es sein, dass sich der Mitarbeiter schnell eine Meinung zulegt, um bei uns zu punkten.

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Entscheidendes Erfolgsmerkmal für Unternehmer

image “Unternehmer sind Trickser! Sie nutzen jede nur erdenklich Möglichkeit, Geld zu verdienen. Sie sind gierig!” Wir Unter­neh­mer haben in Deutschland nicht un­bedingt den besten Ruf.

Wobei wir unterscheiden dürfen zwi­schen erfolgreichen und nicht so er­folg­rei­chen Unternehmern. Letztere werden eher bemitleidet, als ob sie keinen Job mehr gefunden hätten und nun um eine magere Existenz kämpfen müssten.

Unternehmer sind gut und schlecht

Dabei sind es die beiden Seiten einer Medaille, die wir hier sehen. Viele Unternehmer sind nicht gleich von Anfang an erfolgreich. Sie müssen sich ihren Markt oft erkämpfen bis sie einen Punkt erreichen, den Malcolm Gladwell den “Tipping Point” nennt. Das ist der Punkt in der Unternehmensgeschichte, an dem plötzlich alles stimmt und der Erfolg geradezu überfallartig über den Unternehmer hereinbricht.

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Erfolgreich Ideen umsetzen

imageNichts ist stärker als eine Idee deren Zeit gekommen ist, heißt es so schön. Aber das stimmt nicht. Es kommt auf die Men­schen an, die diese Idee trans­portieren.

Wir alle haben schon jemanden kennen gelernt, der eine intelligente Idee hatte. Ob daraus ein Erfolg wird hängt allerdings selten mit der Qualität der Idee zusammen. Im Gegenteil, je besser die Idee, desto wahrscheinlicher verlässt ihr Besitzer sich auf deren Genialität.

Dumm ist manchmal besser als genial

Tatsächlich haben wir schon die dümmsten Ideen erfolgreich werden sehen. Denken wir nur an das Tamagotchi. Viele geniale Ideen sind dagegen vorschnell wieder in der Versenkung verschwunden.

Denn es kommt auf ihre Umsetzung an.

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Google – Ihr persönlicher Sekretär

image Entscheidungen, die wir schon einmal getroffen haben, treffen wir normalerweise auch beim zweiten oder dritten Mal auf die gleiche Weise.

Es sei denn, wir haben uns beim ersten mal geirrt und wir haben es gemerkt. Von der Natur her ist das sinnvoll. Denn warum sollen wir ständig Energie verschwenden, wenn das Ergebnis doch das gleiche sein wird?

Veränderungsgeschwindigkeit

Allerdings haben wir heute dabei oft ein Problem. Denn Informationen sind im Internetzeitalter schneller verfügbar als wir das vielleicht realisieren und der technische Fortschritt schafft ständig neue Alternativen.

Daher verändern sich die Bedingungen für unsere Entscheidungen schneller als wir oft wahrnehmen. Denn natürlich können wir nicht auf Verdacht hin erneut viele Stunden Arbeit in die Suche nach möglichen Veränderungen investieren.

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