Bekenntnisse eines Top-Entscheiders

© Edward White - Fotolia.comWas macht einen Top-Entscheider aus und was hat er davon, einer zu sein? Mögliche Antworten liefert das Bekenntnis eines Top-Entscheiders:

1. Ich weiß in jeder Situation, was das Richtige ist. Denn ich handle nach meiner eigenen Vision, die ich ständig im Blick habe. Das bedeutet für mich, dass ich sehr schnell entscheiden kann, wenn ich bereits die richtigen Optionen (Alternativen) habe. Ich handle dann mit großer  Entschiedenheit. Das gibt mir Sicherheit.

2. Ich habe Lust am Entscheiden und Gestalten. Wenn ich weiß, dass ich genau das bekomme, was ich will. Dann habe ich natürlich richtig Lust zu entscheiden. Das bedeutet für mich weniger Stress und mehr Freude am Leben und an der Arbeit.

3. Ich weiß, wo ich hin will.
Denn ich habe eine Vision für mich entwickelt, die selbst in schweren Zeiten ein Leitstern für mich ist und mir die Sicherheit gibt, eines Tages genau dort anzukommen. Das bedeutet für mich, es gibt immer einen Weg und ich finde ihn. Weiterlesen

Ohne jede Richtung

© Orlando Florin Rosu - Fotolia.com„Ich bin froh, dass ich keine Entscheidung treffen muss und wenn doch, sorge ich dafür, dass es ein anderer für mich tut!“

Es gibt viele Menschen, die sich mit Entscheidungen auf diese Weise schwer tun. Fragen wir sie nach dem Warum, ist es häufig die Angst vor den ungeahnten Auswirkungen einer Fehlentscheidung. Nur was bedeutet es, wenn ich jemand anderen meine Entscheidungen treffen lasse?

Über Freiheit und Verantwortung kann ich dann wahrscheinlich nicht mehr sprechen.

Wie können wir da helfen?

Wenn Sie einer jener Menschen sind, die von einem lieben Freund oder Partner immer wieder die Verantwortung aufgezwungen bekommen und sich nicht wohl damit fühlen, dann gibt es einen relativ einfachen Weg aus dem Problem. Weiterlesen

Entscheidungserfolg – Gewichtige Bewertung

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Teil VI meiner Beitragsserie über erfolgreiches Entscheiden.

In Teil V haben wir aus unseren drei Kontrollelemente (erwünschte Ergebnisse, Status quo Ergebnisse und unerwünschte Ergebnisse) unsere Entscheidungskriterien hergeleitet. Hätten wir nur ein einziges Entscheidungskriterium, wären wir damit bereits in der Lage, unsere Entscheidung zu treffen. Da wir aber in der Regel(hoffentlich) mehr als ein Entscheidungskriterium haben, stehen wir vor einem Problem. Weiterlesen

Geheimwaffe „Ranking“

RankaholicsIch war letzte Woche auf einem sehr spannenden Vortrag von Dr. Ralf Lengen. Der Titel: „Kundenbindung durch Newsletter“. Viel wichtiger war aber sein Ausflug in die Welt der Rankings. Ursprünglich hatte ich keine besonders hohen Erwartungen, denn ganz ehrlich, ich nehme Rankings à la „die 10 größten Managementfehler“ oder die „500 reichsten Menschen der Welt“ wahr, aber  da ist doch kein Nutzen dahinter, oder?

Weit gefehlt! Denn unsere Neugierde läßt uns nicht los, wir wollen wissen, wie die ersten Plätze eines Ranking besetzt sind. Weiterlesen

Geschichten machen Entscheidungen erst richtig gut

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Beim Entscheiden ist der Druck aus einer aktuellen Situation der größte Hemmschuh für gutes Entscheiden. Stellen Sie sich vor, Ihre fast perfekte Sekretärin kehrt aus ihrem Amerika-Urlaub nicht zurück, weil sie da die große Liebe gefunden hat. 😯

Die Herausforderung 

Das Problem in dieser Situation: Ihre Assistentin hat Ihnen in jeder Hinsicht den Rücken frei gehalten, das fällt jetzt weg. Plötzlich finden Sie Termine in Ihrem Kalender, die so wichtig und aufregend sind, wie der Sack Reis in China, während Sie händeringend wichtige Geschäftspartner darum bitten, sich in Geduld zu üben. Ihre Freude darüber, dass Ihre Assistentin das große Glück gefunden hat, hält sich daher in Grenzen. 😮 Weiterlesen

Mach die Augen auf!

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Ist es Ihnen auch schon einmal so gegangen? Eine bestimmte Nobel-Uhrmarke hat es Ihnen angetan und plötzlich stellen Sie fest, dass es eine ganze Anzahl von Kollegen gibt, die sich den Wunsch bereits erfüllt haben. Vorher ist Ihnen das nie aufgefallen. 😮

Oder Sie möchten bauen und mit einem Mal fällt Ihnen auf, dass es viel mehr Häuser in Fertigbauweise gibt, als Sie jemals gedacht hätten. Schuld an dieser neuen Beobachtungsgabe ist Ihr sogenanntes retikuläres Aktivierungssystem (RAS).

Unsere Umwelt besteht aus Millionen von Reizen, die unsere Sinne wohl wahrnehmen, aber nicht an unser Wachbewußtsein zur Verarbeitung weiter geben. Denn unser Bewußtsein ist dafür schlichtweg nicht ausgelegt.

Was würde es Ihnen auch bringen, wahrzunehmen, dass sich die Lichverhältnisse durch die Verschiebung von ein paar Wolken um ein paar Lux verändert haben? Was würde es Ihnen bringen, zu realisieren, dass in einiger Entfernung eine Maus in einem Abfluss verschwindet oder ein Fliege sich auf einem Baum niederläßt? Das sind alles Informationen, mit denen Ihr Bewußtsein völlig unnötig belastet würde und daher zu recht ausgeblendet werden. Weiterlesen

Entscheidungserfolg – Seien sie kritisch!


Teil V meiner Beitragsserie über erfolgreiches Entscheiden

UV Brille Transparent ohne Schrift 20131016Nach den Teilen I – IV dieser Serie wissen wir jetzt erheblich mehr über unseren Bedarf als es dem einen oder anderen Manipulator auf dieser Welt recht sein kann. Denn deren Tricks funktionieren oft nur, weil wir nicht exakt sagen können, was wir wollen. Aber mit den drei Kontrollelementen – der DNS unserer Entscheidung – geht das nicht mehr so einfach. 😎

Allerdings gibt es noch einen Wermutstropfen. Die drei Kontrollelemente bilden zwar unseren Bedarf ganz gut ab, aber Sie sagen nichts über unsere Prioriäten aus und sie beinhalten oft Überlappungen, die eine Alternativenbewertung ungenau werden lassen. Daher ist das Thema dieser Beitragsfolge der Bildung von Entscheidungskriterien gewidmet. Weiterlesen

Entscheidungserfolg – Der Bedarf ist Ihr Schlüssel

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Teil IV meiner
Beitrags-Serie über erfolgreiches Entscheiden. 

Wenn wir mit unseren Erfolgen nicht zufrieden sind, wenn es nicht so läuft, wie wir es uns wünschen oder wenn wir einfach der Meinung sind, wir hätten besseres verdient, dann haben wir bei unseren Entscheidungen den eigenen Bedarf vernachlässigt. 😮

Ob das so ist, können Sie leicht herausfinden. Informieren Sie sich bei anstehenden Entscheidungen, wie z.B. dem Kauf eines neuen Autos zunächst über die verfügbaren Alternativen? Gehen Sie zum Autohändler und lassen sich alle neuen Extras erklären, die Sie noch nicht kennen? Weiterlesen

Entscheidungserfolg – sieben Schrauben musst Du drehen

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Teil I meiner Beitrags-Serie über erfolgreiches Entscheiden. 

40 Prozent aller Ehen werden geschieden, etwa genauso erfolgreich sind internationale Großfusionen und beinahe 70 Prozent der Menschen bereuen Ihre Berufswahl. 3000 Jahre nach König Salomon, der durch sein bekanntes Urteil immer noch in aller Munde (oder zumindest in der Bibel) ist, treffen wir Menschen immer noch Entscheidungen, deren Ergebnis wir im nachhinein nicht gewollt haben. Dabei lernen wir doch seit frühester Kindheit Entscheidungen zu treffen. Warum geht das so häufig völlig daneben?

Wenn wir heute über Entscheidungen sprechen, dann ist der Begriff so klar, dass sich niemand mehr Gedanken macht, was dahinter steckt. Denn jedes Kind weiß, was das Ergebnis ist: Meistens eine Maßnahme, die umgesetzt wird.

Fragt man Zeitgenossen, was denn bei einer Entscheidung passiert, so wird häufig eine Situation beschrieben, bei der wir unter verschiedenen Möglichkeiten eine Wahl treffen müssen. In der Tat würden die meisten Menschen das als die klassische Entscheidungssituation abnicken.

Will man jetzt also eine erfolgreiche Entscheidung treffen, muss man nur die beste Alternative wählen. Ein Kinderspiel also. Da kann man nicht viel falsch machen, oder? 🙂

Mir greift das etwas zu kurz. Denn der Entscheider hätte danach lediglich eine einzige Stellschraube mit der er den Erfolg seiner Entscheidungen beeinflussen kann, den Bewertungsmaßstab, den er auf die vorliegenden Alternativen anwendet. Das ist ein zu simples Bild, das gerade viele Betriebs- und Volkswirte aus den akademischen Modellen (Betrachtungen „unter ceteris paribus“) mitbringen.

Meines Erachtens ist die Aufgabe des Entscheiders etwas aufregender. Denn was ist der Auslöser für eine Entscheidung? Entweder handelt es sich um ein zu lösenden Problem, das den Weg zu einem Ziel versperrt oder eine zu nutzende Chance, um ein gesetztes Ziel schneller zu erreichen. Andere Gründe gibt es nicht.

Damit ist auch klar, dass jede Entscheidung ein übergeordnetes Ziel hat und daher auch immer richtungsbestimmend ist.

Wenn wir ein Problem lösen, stellen wir Anforderungen daran, die unserem eigenen Bedarf entsprechen. Der Fachmann nennt diese Anforderungen Entscheidungskriterien. Diese Bedarfsbezogenheit heißt letztlich auch, dass die zur Bewertung der Wahlmöglichkeiten herangezogenen Kriterien immer subjektiv sind und sich von Entscheider zu Entscheider unterscheiden werden. Da nicht jede Anforderung gleich wichtig ist, muss ich sie als Entscheider zudem gewichten.

Doch damit nicht genug. Denn es ist natürlich auch die Aufgabe des Entscheiders, geeignete Alternativen zu schaffen, aus denen er am Ende die relativ beste auswählt.

Das alles hilft wenig, wenn er nicht gleichzeitig darauf achtet, dass er bei der Umsetzung der Entscheidung auf die größtmögliche Unterstützung seiner Umgebung setzen kann.

Ein Entscheider hat also erheblich mehr Stellschrauben, die über seinen Erfolg oder Misserfolg entscheiden, als nur seinen Bewertungsmaßstab.

Hier noch einmal die Checkliste dazu:

  1. Klare Zielsetzung?
  2. Problem oder Chance als Entscheidungsauslöser erkannt?
  3. Eigener Bedarf geklärt?
  4. Praktikable Entscheidungskriterien entwickelt?
  5. Gewichtung entspricht der eigenen Nutzenvorstellung?
  6. Attraktive Alternativen entwickelt?
  7. Unterstützung für die Umsetzung?

Tun Sie sich einen Gefallen und aktzeptieren Sie meine sieben Stellschrauben für erfolgreiche Entscheidungen nicht einfach kritiklos. Probieren Sie sie an einer beliebigen Entscheidung aus. Würde das Ergebnis davon profitieren?

Ich weiß, Sie haben keine Zeit, das zu tun. Aber bedenken Sie, jede schlechte Entscheidung ist wie ein Bumerrang und wird uns in der Zukunft in der einen oder anderen Form Zeit kosten. Heute gut entschieden heißt, morgen mehr Zeit für die Familie oder was immer sie gerne machen zu haben. 🙂

Teil II der Serie wird sich intensiver mit der Frage der richtigen Zielsetzung in Entscheidungen beschäftigen.

Keine Entscheidung ohne Willenskraft

© Zlatko Kostic - FOTOLIAWer etwas entscheiden will, der muss auch etwas erreichen wollen. Das ist untrennbar miteinander verbunden. Menschen, bei denen dieser Wille erloschen ist, werden deshalb das, was der Volksmund als „entscheidungsschwach“ einordnet.

Vor einigen Jahren habe ich mit ein paar Freunden eine personal development-Gruppe geleitet. Dabei organisierten wir interessante Referenten für die Gruppentreffen, die alle 4 Wochen stattfanden. Damals war mir das sehr wichtig und so gab es die eine oder andere inspirierende Debatte über die Programm-Organisation. Bis ich für mich feststellte, dass ich nicht mehr dahinter stand.

Ab dem Zeitpunkt zuckte ich mit den Schultern und mir war beinahe alles recht, was die anderen vorschlugen. Ich habe mich dann aus der Organisation zurückgezogen und heute gibt es die Gruppe nicht mehr. Eigentlich schade 🙁

Die wichtige Erkenntnis ist für mich: Meine Entscheidungsstärke war in dem Moment weg, in dem ich mich innerlich zurückgezogen hatte. Ähnliches beobachte ich auch in meiner täglichen Praxis. Entscheidungen kann ich nur treffen, wenn ich auch ein Interesse für die Sache habe. Scheidende Mitarbeiter mit Entscheidungskompetenzen sind daher für die Unternehmen eine große Bürde. 😮

Kennen Sie Beispiele dafür aus Ihrem eigenen Erfahrungsbereich?