Wir müssen draussen bleiben!

© RafaÅ? Ulicki - FOTOLIAIch gehe gerne in Kaffeebars amerikanischer Prägung, á la Starbucks. Dazu gehört die schier unglaubliche Auswahl an Kombinationen, wie der Kaffee genossen werden kann. Oder haben Sie schon einmal versucht, in einem guten deutschen Café einen café soya latte decaf duo shot caramel zu bestellen? Bis vor kurzem war es ja schon gefährlich, einen latte macchiato zu bestellen. „Was wollen Sie? Einen Kaffee?“ War dann oft die hilflose Frage. Das hat sich zum Glück sehr geändert.

Leider gibt es in Bad Homburg immer noch keine Kaffeebar. Umso interessanter also die Entdeckung, dass es ein Mc Café gibt. Am Vorabend vor der Eröffnung endeckten meine Frau südafrikanische Prinzessin und ich, dass es diese neue Alternative vor den Toren der Champagnerluft-Stadt geben würde.

Bei dieser Exploration entdeckte ich zu meinem Entzücken die kleinen amerikanischen Minirührkuchen Muffins und eine recht ordentliche Auswahl an Kaffeegetränken. Bei näherer Betrachtung eine Mischung aus amerikanischer Kaffeebar und europäischem Café. Zum Glück gibt es einen fast stilvollen eigenen Sitzbereich, so dass man beim Genuss seines Kaffees keinem Mac D-Fan beim vertilgen seiner schlappen Boulettenbrötchen zusehen muss.

Soweit die Beobachtung am Vorabend der Eröffnung.

Inzwischen haben wir dieses Angebot zwei mal getestet und wissen nun, dass wir bestimmt nicht die Zielgruppe für dieses Angebot sind. Denn wer glaubt, da hätte einfach ein Kaffeebarverschnitt geöffnet, der irrt sich gewaltig 🙁

Der erfolgreiche Fastfoodkonzern hat seit Jahren seine Zielgruppen fest im Visier und die üblichen Starbucks-Kunden gehören nicht dazu.

Wer soll mit dem neuen Angebot angesprochen werden?

Seit Jahren werden viele Eltern von ihren Kindern immer wieder erfolgreich in die Fastfood-Tempel gequängelt. Die Gesichter dieser tapferen Rentenrenditen-Erzeuger sprechen dabei Bände.

Ich kann mir aber vorstellen, dass viele Mütter sich gerne Mal wieder mit Freundinnen in einem Café treffen würden, ohne sich Gedanken darüber machen zu müssen, was sie mit Ihren Kindern machen.

Voilá, hier kommt Mc Café! Denn ihre Kinder machen das, was sie immer bei Mc Donalds machen, sich mit Kalorien vollstopfen. Sie sind also beschäftigt.

Genial! Denn jetzt freuen sich auch die Mütter, zu Mc Donalds zu gehen, um sich dort Kaffee und Kuchen coffee und sweets zu gönnen 🙂

Jetzt verstehen Sie bestimmt auch, warum zwei berufstätige DINKS (double income no kids) nicht ganz so angetan von dem neuen Kaffeetempel sind. 😛

3 Kommentare
  1. Kai-Jürgen Lietz
    Kai-Jürgen Lietz sagte:

    Vom Kaffee ist McCafé sicher sehr gut. Wenn es nur um den Kaffee ginge, könnte ich das auch zu Hause haben. Mir persönlich ist auch das Ambiente wichtig, wobei mir klar ist, dass da jeder seine eigene Vorliebe hat. So gefällt Starbucks nicht jedem. Das ist gut so, denn auf diese Weise ist Vielfalt möglich und ich kann dann auch einmal alternieren 🙂

    Ein kleiner Tipp zu Starbucks: Viele denken immer, „da ist ein bisserl wenig Kaffee in der Milch“. Das muss aber nicht sein. Standardmäßig ist in jedem Kaffee nur ein „single shot“ Espresso enthalten, wenn man mehr will, gibt es noch die Möglichkeiten „duo shot“ und „triple shot“ und der Kaffee verwandelt sich von einem sanften Gaumenschmeichler über einen temperamentvollen Italiener in einen heißblütigen Latino-Kaffee 😯
    OK das ist ein bisschen übertrieben. Aber es zeigt, wo die Reise hingeht.
    IMHO (in my humble opinion) ist das große Plus von Starbucks eben die Variabilität, wie man seinen Kaffee bestellen kann. Hier in good old Europe weiß das nur niemand oder vielleicht wollen es auch nur zu wenige (das Problem mit dem Entscheiden). Deshalb wird es nur sehr wenig genutzt 😮

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