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Der Alltagsentscheider: Oh mein Gott! Noch ein Meeting!

alltagentscheider_titelIn diese Woche beschäftigt sich der Alltagsentscheider mit einem beinharten Thema. Der Verschwendung durch Meetings.

„Herr Schneider ist in einem Meeting, können Sie später noch einmal anrufen?“ Egal ob Herr Schneider tatsächlich in einem Meeting ist oder nicht. Jeder Anrufer weiß, die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass es stimmt.

Denn Meetings sind die moderne Form des Lagerfeuers der Jäger und Nomaden. Je größer das Meeting, desto irrelevanter wird es für den eigentlichen Arbeitsauftrag. Denn jeder hat das eine oder andere noch nicht abgearbeitete Kommunikationsbedürfnis. Gleichzeitig wissen fleißige Mitarbeiter, wer nicht „visibel“ ist, hat auch keine Karriere. Es soll durchaus Manager geben, die sich daher vollständig auf „Visibilität“ konzentriert haben und das mit dem Fleiß den anderen überlassen haben. 😯

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Gute Entscheider: Erfolg zu den eigenen Bedingungen

Es ist immer besser, ein guter Entscheider zu sein als ein schlechter. Das ist jedem klar. Aber warum eigentlich?

„Herr Lietz, irgendwie weiß ich ja, warum Entscheidungen wichtig sind. Aber es ist, wie die Frage, warum Wasser nass ist. Griffig sagen kann ich es nicht. Was sagt denn der Spezialist dazu? Warum sollte man ein guter Entscheider sein?“

Die Frage könnte wirklich im Buch der oft gestellten Fragen (FAQ) des Lebens stehen. Ja, warum machen wir uns so viel Mühe, gute Entscheidungen zu treffen? Weiterlesen

Ein Test, den Sie garantiert nicht bestehen!

Bin ich ein guter Entscheider? Oder bin ich es nicht? Diese Frage stellen wir uns meistens nur, wenn etwas gründlich daneben gegangen ist. Glücklicherweise passiert das nicht so häufig. Allerdings bleibt die Frage dann auch unbeantwortet.

Aber angenommen, Sie wollten es wirklich wissen. Dann wird Ihnen ein Psychotest vermutlich keine guten Antworten geben können. Denn sobald wir einen solchen Test ablegen, wollen wir natürlich auch die maximale Anzahl der Punkte erreichen. Mit anderen Worten, vermutlich handeln wir in freier Wildbahn anders, als wir im Test angeben.

Muss ich denn wissen, wie gut ich entscheide?

Diese Frage müssen Sie mit sich selbst ausmachen. Ich habe gelegentlich Kunden, die kratzt es überhaupt nicht, dass ein anderer für meine Coaching-Stunde einen ganzen Tag arbeiten müsste. Für diese Clientel brauche ich einen stärkeren Hebel zur Motivation. Denn sonst hapert es gerne mal mit der Umsetzung.

Wie motiviert sich jemand, der schon alles hat? Indem er sich zum Beispiel selbst vor Augen führt, wie weit er von seinem Idealbild entfernt ist. Genau dazu dient der Warum-Test.

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Wie Sie zu den Gewinnern der Krise gehören

 

Unternehmer.de hat wieder einen Artikel von mir veröffentlicht. „Der Gewinner der Krise ist …“ beschäftigt sich mit dem besonders spannenden Thema, wie Sie und ich zu den Gewinnern der Krise gehören könnten.

Ein schlimmer Finger?

Pfui! Wie kann er nur! Das werden vielleicht einige Leser jetzt denken. Wie kann er denn in einer Zeit wie dieser, in der Tausende ihren Job verlieren und sich die Lebensverhältnisse auf dem ganzen Globus zum schlechteren verändern ans Gewinnen denken? 😯

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Der Preis der Entscheidung

Letztens beim Networking. Eine etwas über fünfzigjährige Frau überlegt sich, ob sie den Job wechseln soll. Mich fragt sie, was wohl die richtige Entscheidung wäre.

Wenn auf der Visitenkarte „Entscheidercoach“ steht, kommt man in diese Situationen. Natürlich ist die Frage nicht von mir zu beantworten, sondern von der Dame selbst. Denn ich bin (leider) kein Orakel, dass jedem daher gelaufenen griechischen Helden eine kryptische Antwort gibt und auch keinen netten Damen mittleren Alters. 😮 Weiterlesen

Der Alltagsentscheider: vier Augen Gespräche

Letzte Woche haben wir uns im Alltagsentscheider mit der Frage beschäftigt, was wohl der richtige Kommunikationskanal ist. Diese Woche wollen wir Gespräche unter vier Augen so führen, dass wir das Beste herausholen können.

Der Anfang eine Odysee

Vielleicht ist es Ihnen ja auch schon so gegangen? Gerade noch waren wir in einem wichtigen Gespräch, haben uns angeregt unterhalten und vielleicht sogar interessante Ergebnisse erzielt. Im Nachhinein fällt uns ein, wir haben einen ganz wichtigen Punkt vergessen!

Oft beginnt dann eine Kontaktodysee, bis wir den Anderen wieder am Telefon haben oder ihn noch einmal zu einem Gespräch treffen können. Wenn wir Pech haben, ist er dann in Eile und das Thema unpassend. Auch die gerne nachgeschobene E-Mail ist oft nicht der Weisheit letzter Schluss, wenn das eigene Anliegen eigentlich persönlich erklärt werden müsste. Weiterlesen

Der Basic Zuschlag – Eine planlose Entscheidung?

Vor einigen Tagen hat Robert Basic seinen Blog für ca. 47.000 Euro unter den Auktions-Hammer gelegt. Zwischen der Ankündigung der Versteigerung und dem tatsächlichen Akt lagen nur wenige Tage.

In der Zwischenzeit ist die Angelegenheit von sämtlichen Medien beleuchtet worden, sogar in der Washington Post und für Deutschlands Senioren im ZDF. „Sieger“ war schließlich eine Serverfirma.

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Einmal die Hose runterlassen – bitte!

Heruntergelassene Hose (c) by Kai-Jürgen LietzVor einigen Wochen traf ich einen sehr selbstbewußten Unternehmer ( nennen wir ihn Pfeiffer ) auf einer Veranstaltung. „Wissen Sie, warum sich Menschen nicht entscheiden können?“ Fragte er mich, nachdem er erfahren hatte, dass ich Entscheidercoach bin.

Ich hätte jetzt antworten können, dass es meistens daran liegt, dass der Entscheider nicht genau genug weiß, was er möchte.

Aber Pfeiffers Frage war natürlich rhetorisch gemeint, daher schaute ich ihn nur erwartungsvoll an. „Weil es bedeutet, sich gegen alle anderen Alternativen zu entscheiden und das ist ja ein riesiger Verlust.“ Innerlich können Sie jetzt aufstöhnen, aber jede Antwort hätte den selbstbewußten Mann ohne Hose dastehen lassen. Also habe ich nur gelächelt und etwas ganz unverbindliches gesagt. Damit sollte es dann doch erledigt sein! Aber nein! „Das ist doch genial, oder nicht?“ Fragte er noch einmal und wollte offensichtlich eine Bestätigung von mir hören.

Peinlich, Peinlich, aber kaum zu vermeiden. Also setze ich zu einer Antwort an. Zum Glück läutet es da auch schon zum Aufbruch. Die Veranstaltung geht weiter. Noch einmal Schwein gehabt. 🙂

Allerdings ist das Ganze auch sehr lehrreich. Pfeiffer ist ein sehr erfolgreicher Unternehmer und glaubt daher, bei etwas so simplem, wie Entscheidungen mehr drauf zu haben, als ein Entscheidercoach.

Wahrscheinlich wird er einen Coach auch niemals in Anspruch nehmen. Lehrreich ist es aber deshalb, weil Erfolg teilweise blind macht. Auch ich merke manchmal bei mir, dass ich nicht mehr so aufgeschlossen gegen z.B. Internet-Marketing-Spezialisten und PR-Leuten bin, weil ich da bereits einiges richtig mache. Zudem lerne ich innerhalb meiner Coachings so viel über das Geschäft meiner Kunden, dass ich auch langsam glaube, bald nichts Neues mehr hören zu können. Das ist brandgefährlich!

Also, wenn Sie mich demnächst mal wieder dabei erwischen, dass ich warme Luft über etwas abgebe, von dem ich keine Ahnung habe, dann bitte einmal kräftig eins auf die Finger geben. Ich bin Ihnen dann zwar bestimmt nicht gleich dankbar 🙂 , aber meine Umwelt ganz bestimmt. 😎

Doch zurück zum Ausgangsthema. Die Fragestellung, die Pfeiffer anspricht habe ich bereits vor 1,5 Jahren in diesem Blog behandelt. Wenn Sie wissen wollen, was Sie demnächst darauf antworten können, wenn ein Pfeiffer Ihnen ein Ohr abknabbert, finden Sie hier eine (hoffentlich) gute Anwort. 🙂

Machen Sie sich frei!

© Rolf Henrich - Fotolia.com

Nelson Mandela soll einmal gefragt worden sein, wie er nach 27 Jahren des Leidens im Hochsicherheitsgefängnis Robben Island ohne Bitterkeit an die Aufgabe gehen konnte, die tiefen Wunden Südafrikas zu heilen und Schwarze, Farbige, wie Weiße zu einer friedlichen Gesellschaft zu vereinigen.

Madiba hat darauf geantwortet:“Leiden? Ich habe nicht gelitten, sondern mich 27 Jahre darauf vorbereitet, ein guter Führer für mein Volk zu sein. Ich habe alles gelesen, was ich dafür in die Hände bekommen konnte.“

Heute die Spielräume für morgen schaffen 

Nelson Mandela ist sicherlich eine Ausnahmeerscheinung. Wer hätte es ihm verübelt, wenn er seine Zeit als Häftling als verlorene Zeit angesehen und auf Vergeltung gedrungen hätte?

Wir wissen allerdings auch, dass seine vorbildliche Führung ihm in der ganzen Welt Einfluss verschafft hat. Noch heute, auch ohne den offiziellen Titel eines Staatspräsidenten zeigen sich die Führer dieser Welt gerne mit dem Südafrikaner.

Mandela hatte in den 27 Jahren seiner Gefangenschaft sicher keine großen Gestaltungsspielräume. Doch er hat dafür gesorgt, dass er sie in der Zukunft haben würde.

Die Zukunft beginnt heute

An dem was gerade passiert können wir meistens nicht viel ändern, denn es ist das Produkt der Entscheidungen unserer Vergangenheit. Aber wir entscheiden jeden Tag – auch heute – darüber, welche Gestaltungsspielräume wir in der Zukunft haben.

Ein Nachsatz 

Vielleicht wird der eine oder andere einwenden, dass er ja nicht Mandela oder Gandhi oder eine der anderen großen Persönlichkeiten ist. Wir sollten aber nicht verkennen, dass all diese Menschen auch einmal zu den normalen, durchschnittlichen Menschen gehört haben. Sie haben nur Erfahrungen gemacht, die sie zwangen, über sich hinaus zu wachsen.

Wir können uns nun überlegen, ob wir darauf warten wollen oder auch ohne solche Erfahrungen an dem Wissen dieser Persönlichkeiten partizipieren.

Der Blick in den Abgrund

© Franz Pfluegl - Fotolia.com

Niemand wünscht sich den persönlichen oder geschäftlichen Ruin und doch passiert genau das täglich. Wie kann das sein? Schließlich sind Entscheidungen doch richtungsgetriebenes Handeln und auch wenn wir meistens keine Vision von der Zukunft haben, so wollen wir doch zumindest, dass es uns gut geht.

Das Überleben hat Vorrang

Wenn Gefahr droht, dann gilt ihr oft unsere gesamte Aufmerksamkeit. Schließlich wäre es schon sehr ignorant, die Schönheit der Natur zu betrachten, während sich gerade vor uns ein wilder Bär aufrichtet. 😮 Daher hat die Natur bereits seit Anbeginn der Menschheit dafür gesorgt, dass wir auf Gefahren reagieren müssen und alles andere stehen und liegen lassen. Weiterlesen